Pflege-S.O.S.

Haaröl

Ob trockenes, strapaziertes, splissiges oder fettiges Haar – es gibt tausend Arten und Weisen, auf die unsere Haare es mal wieder bunt mit uns treiben können. Ist Haaröl die ultimative Lösung für all unsere Haar-Wehwehchen? Wir verraten Dir, welches Haaröl für welches haarige Problem geeignet ist und auf welche Inhaltsstoffe Du setzen solltest!

Nach Entspannungs- und Gesichtsöl ist nun Haaröl die neue Wunderwaffe im Kosmetikregal. Denn wo selbst Conditioner und teure Treatments versagen, verspricht Haaröl endlich Abhilfe. Das reichhaltige Mittelchen soll trockenes Haar wieder geschmeidig machen, strapaziertes Haar glänzen lassen und splissiges Haar gänzlich gesund pflegen. Doch kannst Du demnächst wirklich auf die gefürchtete Haarschneideschere verzichten, um Deine Spitzen von Spliss zu befreien, oder ist der Hype um das Haaröl nichts als Haarspalterei? Wir haben ein paar Öle für Dich getestet und verraten Dir, was das ölige Wundermittel wirklich kann.

Haaröl im Test

Es gibt weitaus haarigere Sorgen als einen Bad-Hair-Day: Kaputtes Haar versaut uns nämlich nicht nur den kompletten Look und verkompliziert das Hairstyling, sondern ist oft auch nicht mehr gesund zu kriegen – ganz egal, wie oft Du zu Spülung und Haarkur greifst. Oftmals hilft nur noch die Haarschneideschere, um Spliss, Frizz und Co. den Kampf anzusagen. Doch Pixie Cut und Bubikopf sind eben nicht jederfraus Sache. Schon seit Jahrzehnten setzen Haarexperten daher auf die bewährten Inhaltsstoffe des nahrhaften Olivenöls. Doch weil wir eben lieber nach Blumenwiese als nach Spaghetti aglio e olio duften, hast Du gegen Deinen fettigen Ansatz, die ausgetrockneten Haarlängen oder das krause Haar noch immer kein Allheilmittel parat. Es herrscht mal wieder akutes S.O.S. an der Haarpflege-Front! Dein neuester Begleiter in Sachen Haircare ist das Haaröl. Immer mehr Haarkosmetikhersteller setzen auf den öligen Allrounder, der strapazierte Haare wieder auf Vordermann und Deine Haarpracht zum Schimmern bringen soll!

Haaröl für jeden Typ Haar

Haaröl hilft gegen jedes Haircare-S.O.S.

Haaröl ohne Silikone?

Während Silikone mittlerweile erfolgreich aus nahezu allen Shampooflaschen verbannt wurden, stehen sie auf der Liste der Inhaltsstoffe verschiedener Haarpflegeöle noch immer ganz oben. Silikone umhüllen das Haar wie ein Schutzschild und lassen es geschmeidiger aussehen, ohne dabei rückzufetten. Das hat den Effekt, dass Deine Haare zwar glänzen, dabei aber nicht fettig aussehen. Das Problem dabei: Silikone füllen brüchige Stellen im Haar zwar aus – aber eben nur optisch! Ein hoher Anteil an Silikonen im Haaröl lässt Dein Haar zwar gesund und schön aussehen, bedeutet aber nicht automatisch auch Pflege. Dafür setzt Haaröl auf nährende Öle, die aufgrund ihres besonderen molekularen Aufbaus schnell vom Haar absorbiert werden und eindringen können. Dennoch ist auch hier nicht Haaröl gleich Haaröl. Denn Mandel-, Rosmarin- oder Arganöl haben einen unterschiedlichen Effekt auf Deine Haarstruktur.

Haaröl für trockenes Haar

Trockenheit und Stroheffekt gehören zu den häufigsten Haar-Wehwehchen von uns Hairstylevictims. Hier ist schnelle Hilfe geboten: Mit Haaröl aus Mandel-, Jojoba- und Arganöl wird sprödem und ausgetrocknetem Haar geholfen. Die natürlichen, reichhaltigen Öle spenden ausreichend Feuchtigkeit und machen das trockene Haar wieder geschmeidig. Um Deine sensible Kopfhaut zu verwöhnen, massierst Du das Haaröl einfach in Deine feuchten, frisch gewaschenen Haare ein. Kurz nach der Anwendung fühlt sich die Kopfhaut deutlich entspannter an und nach dem Haarefönen sollte ein deutlicher Schimmer erkennbar sein.

Haaröl für strapaziertes Haar

Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die Schönste im ganzen Land? Mit Haaröl aus Rosmarin, Kleeblüten, Klettenwurzel oder Lavendel verwandelst Du Dein strapaziertes Haar im Nu in gesundes, kräftiges und glänzendes Haar! Die ätherischen Pflanzenöle beugen Spliss vor und können auch als Intensiv-Treatment über Nacht verwendet werden. Dazu massierst Du eine kleine Menge Haaröl in Deine trockenen Haarspitzen ein und lässt es etwa acht Stunden lang einwirken. Angenehmer Nebeneffekt: der betörende Duft mit Entspannungsgarantie.

Haaröl für dünnes Haar

Bei Dir sind eher stumpfe Strähnen statt Powerlocken angesagt? Feines Haar benötigt ein leichtes Haaröl, das Deine Längen nicht zusätzlich beschwert. Argan- und Mandelöl sind zu reichhaltig. Halte lieber Ausschau nach einem sanften Öl aus Kamille, das Du ins feuchte Haar einmassierst und so gleichzeitig für mehr Volumen sorgst!

Haaröl für krauses und lockiges Haar

Wenn Du lockiges oder krauses Haar bändigen möchtest, setze auf Oliven- und Kleieöl. Nach der Haarwäsche ein wenig von dem Haaröl in die Locken massieren und schon fallen diese geschmeidiger und sind klarer definiert.

Haaröl ist in seiner Handhabung sehr unkompliziert, da man es weder lange einwirken lassen noch aufwendig auswaschen muss. Je nach Bedürfnis und Zeit, die Du für die Pflege Deiner Haare investieren möchtest, kannst Du das Haaröl auf unterschiedliche Weise verwenden: vor der Haarwäsche, als Kur zum Einwirken oder direkt auf trockenem Haar. Teste auch Du die Wirkung von Haaröl und kämpfe gegen jedes noch so haarige Styling-S.O.S. an. Und die Haarschneideschere kann getrost in der Schublade liegen bleiben.

Bildquelle: iStock/Olezzo

Kommentare (7)

  • willis am 07.02.2015 um 18:17 Uhr

    Ich mag Haaroel sehr gern,benutze es als Kur und im Sommerurlaub....Toll für trockene Spitzen und geschmeidiges Haar....

  • beautygirl46 am 02.01.2015 um 11:42 Uhr

    Bevor ich mir die Haare abschneiden lassen würde, würde ich auch lieber zu Haaröl greifen. Zum Glück habe ich recht gesunde Haare, hab mir sie aber auch nie groß gefärbt etc. Daher kann ich bis jetzt auf Haaröl verzichten. Und generell sollte man auch nicht immer alles glauben, was die Industrie einem predigt...

  • merlinzauberin am 22.12.2014 um 16:30 Uhr

    Mir hat Haaröl gegen meine kaputten Spitzen sehr geholfen. Ich habe aber auch gehört, dass man Haaröl besser nicht auf die Kopfhaut aufträgt, deshalb würde ich es mit Anti-Schuppen-Shampoo versuchen.

  • MyJellyBean am 19.12.2014 um 11:50 Uhr

    Ich würde mal interessieren, ob Haaröl auch gegen Schuppen hilft, bzw. ob man es auch auf die Kopfhaut einmassieren kann. Denn im Artikel steht ja, dass Haaröl gegen trockene Kopfhaut eingesetzt werden kann.


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