Haartransplantation

Haartransplantation

Haarausfall ist nicht nur für Männer die blanke Horrorvorstellung. Zwar leiden immer noch mehr Männer als Frauen unter dem haarigen Problem, dennoch gibt es auch hierzulande immer mehr Frauen, für die eine Haartransplantation in Frage kommt. Es gibt viele Hilfs- und Hausmittelchen, die gegen kahle Stellen im Haar helfen sollen, doch am Ende bleiben oft nur Verzweiflung und Angst vor weiterem Haarverlust. Wenn andere Mittel und Wege nicht helfen, bleibt immer noch die Möglichkeit der Haartransplantation.

Welche Frau träumt nicht von vollem Haar à la Angelina Jolie oder Penelope Cruz? Kräftiges und gesundes Haar steht schließlich für einen ebenso gesunden Lifestyle und lässt uns insgesamt vitaler und attraktiver wirken. Wenn sich dann plötzlich aus heiterem Himmel der Haarausfall ankündigt, ist die Panik oft groß. Doch so viele verschiedene Ursachen es für den Haarausfall gibt, so vielfältig sind die Strategien, ihm vorzubeugen. Die Haartransplantation ist nur eine der Möglichkeiten, unser Haar wieder voller wirken zu lassen. Denn dünnes, strohiges Haar entspricht nicht gerade dem gängigen Schönheitsideal. Auch wenn wir uns dem Beautydiktat der Hollywood-Prominenz keinesfalls unterwerfen wollen, fühlen wir uns mit vollem Haar einfach wohler und schöner. Warum also nicht einmal über das Thema Haartransplantation nachdenken?

Haartransplantation – Ursachen für Haarausfall

Der Mensch verliert etwa zwischen 40 und 120 Haare pro Tag, das ist ganz normal. Alles, was darüber hinausgeht, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Dabei muss nicht einmal unbedingt das Alter eine große Rolle spielen. Ob Krankheiten, eine unausgewogene Ernährung oder äußere Einflüsse, Bewegungsmangel oder eine erbliche Disposition – all dies kann ursächlich für Haarausfall sein. Der häufigste Grund für Haarausfall ist die so genannte „androgenetische Alopezie“, eine hormonell und genetisch bedingte Krankheit, die zu drastischem Haarausfall führen kann. Dabei kommt es zu einer abnehmenden Dichte an hauteigenen Haarfollikeln, bedingt durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Eine Haartransplantation kann in solchen Fällen Abhilfe schaffen. Etwa 60 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen sind davon betroffen. Für diese Patienten kommt eine Haartransplantation als Behandlungsmethode in Frage. Neben weiteren Krankheitsbildern wie der Autoimmunerkrankung kreisrunder Haarausfall, ungesunder Ernährung oder folgeschwerer Diäten, steht auch Stress auf der Ursachenliste von Haarausfall ganz oben. Doch wenn die Haare erst einmal krankheitsbedingt ausfallen, muss schnell eine Lösung her: Die Haartransplantation kann eine, muss aber keine Lösung sein.

Haartransplantation hilft gegen Haarausfall

Bei starkem Haarausfall kann eine Haartransplantation helfen

Letzter Ausweg Haartransplantation?

Das Thema Haartransplantation ist längst kein Tabuthema mehr. Prominente wie beispielsweise der Fußballtrainer Jürgen Klopp haben die Haartransplantation wieder salonfähig gemacht. Der ehemalige Profikicker steht offen zu seiner „Schönheits-OP“ und die Frauenwelt dankt es ihm: Seitdem „Kloppo“ wieder fülligeres Haar hat, wirkt der Fußballtrainer wieder um einiges attraktiver. Zwar machen uns kleine, unauffällige Geheimratsecken nichts aus, aber wenn sich plötzlich kreisrunder Haarausfall oder sogar eine Halbglatze ankündigen, muss eine schnelle Lösung her. Auch die Hollywood-Schönheiten helfen bekanntermaßen nach, um ihr Haar voller und gesünder wirken zu lassen – die Haartransplantation ist aus diesem Blickwinkel betrachtet nichts anderes als dauerhaft angebrachte Hairextensions. Natürlich funktioniert die Haartransplantation nach einem anderen Prinzip, es handelt sich dabei immerhin um einen minimal-invasiven, ärztlichen Eingriff. Aber was passiert eigentlich genau bei einer Haartransplantation?

Was passiert bei der Haartransplantation?

Es gibt verschiedene Arten, eine Haartransplantation durchzuführen. Die gängigste ist die so genannte „Follicular Unit Extraction (FUE)“-Methode, im Rahmen derer Eigenhaar vom Hinter- auf den Oberkopf transplantiert wird. Unter lokaler Betäubung wird dem betroffenen Patienten ein kleiner Haarstreifen mitsamt Kopfhaut vom hinteren Haarkranz entnommen. Dieser Spender-Haarkranz enthält mehrere tausend Haarfollikel. Anschließend isoliert der Arzt diese Follikel, die so genannten „Micrografts“, vom Spender-Hautstück und pflanzt sie auf dem Oberkopf des Patienten wieder ein. Die kleine Narbe am Hinterkopf wird nach dem Eingriff kaum mehr auffallen, da das Deckhaar sie so gut wie unsichtbar macht. Was sehr einfach klingt, ist in der Praxis jedoch ziemlich kompliziert, da sich der behandelnde Arzt ein genaues Bild von der natürlichen Haarstruktur und Haarlinie des Patienten machen muss, damit die Haartransplantation am Ende auch natürlich und zufriedenstellend aussieht. Nach etwa drei Tagen darf das transplantierte Haar gewaschen werden, nach sieben Tagen sollte die Wunde verheilt sein. Nach etwa zwei bis drei Monaten sollte ein kontinuierlicher Haarwuchs eingesetzt haben, ansonsten kann man es nach drei bis sechs Monaten mit einer erneuten Haartransplantation versuchen.

Haartransplantation – die gesündere Alternative?

Auch Hausmittelchen und Medikamente versprechen in einigen Fällen Abhilfe bei Haarausfall. Doch genau wie bei der Haartransplantation kann eine hundertprozentige Besserung nicht garantiert werden. Ob Kieselerde und ominöse Kräutermischungen wirklich helfen, sei einmal dahin gestellt. Medizinisch untersucht wurde die Wirkung des Medikamentes Minoxidil, das ursprünglich gegen Bluthochdruck entwickelt wurde. Etwa ein halbes Jahr lang muss Minoxidil gegen Haarausfall eingenommen werden, bis überhaupt festgestellt werden kann, ob es auch wirkt. Eine Haartransplantation hingegen dauert keine Stunde. Doch auch hier gibt es Risiken, die man bedenken sollte, ehe man sich vorschnell für die Haartransplantation entscheidet. In einigen Fällen können Narben zurückbleiben, Infektionen sich bilden oder erneuter Haarausfall die Patienten heimsuchen. Auch die Kosten für eine Haartransplantation haben sich gewaschen: Ab 2.000 Euro aufwärts kostet der Eingriff, der nicht in allen Fällen Besserung à la Jürgen Klopp verspricht. Außerdem solltest Du unbedingt einen ausgewiesenen Experten mit dem Spezialgebiet Alopezie an Deine Haare lassen – und die sind in der Ärztelandschaft offenbar leider rar gesät.

Wenn Hausmittelchen, Medikamente, schicke Kopftücher oder geschickt drapierte Hüte nicht genügen, um Dein haariges Problem in den Griff zu kriegen, kann eine Haartransplantation dabei helfen, Dich wieder insgesamt wohler und attraktiver zu fühlen. Doch auch hier solltest Du Risiken und Heilungschancen sorgfältig gegeneinander abwägen und unbedingt mit einem Spezialisten sprechen. Vielleicht hilft ja auch eine Ernährungs- oder Medikamentenumstellung gegen Deinen Haarausfall und eine Haartransplantation ist gar nicht notwendig.

Bildquelle: Thinkstock/Steve Hix Somos/Images/Fuse

Kommentare (6)

  • merlinzauberin am 19.11.2014 um 13:58 Uhr

    Ich finde Haartransplantation klingt eigentlich gar nicht so schlecht. Wenn man sehr unter dem Haarausfall leidet - also jetzt auch psychisch. Warum dann keine Haartransplantation?

  • morgenlandstern am 21.10.2014 um 12:31 Uhr

    Ich finde, man sollte Leute, die eine Haartransplantation machen, nicht verurteilen. Sie haben schon ihre Gründe. Für mich ist eine Haartransplantation zum Glück nicht vonnöten - bis jetzt. Aber ich würde es für die Zukunft nicht ausschließen. Meine Haare gehören einfach zu mir!

  • turida am 07.10.2014 um 14:35 Uhr

    Ich kann es schon verstehen, dass manche Leute eine Haartransplantation in Erwägung ziehen. Zumal sie in der Öffentlichkeit stehen und immer perfekt aussehen müssen. Egal ob sie eine Haartransplantation machen oder nicht machen - sie werden schnell zum Gespött der Leute.

  • Nettesbambi am 07.10.2014 um 08:18 Uhr

    Noch habe ich volles Haar! Ob es wirklich unbedingt eine Haartransplantation sein muss, sollte man evtl. mit einem guten Hautarzt oder anderen Speialisten abklären. Ich selbst kann es mir nicht so richtig vorstellen, zudem soll es sündhaft teuer sein.

  • kelebek25 am 06.10.2014 um 09:29 Uhr

    Ich habe zwar Haarausfall, hält sich aber in Grenzen. Persönlich käme für mich eine Haartransplantation nicht infrage...

  • LadyPresley am 03.10.2014 um 11:06 Uhr

    Hmm weiss nicht was ich dazu sagen soll,immerhin besser als eine Glatze zu haben.


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