Haarspalterei

Splissschnitt: So lässt sich Spliss abschneiden

Susanne Falleram 09.08.2016 um 14:44 Uhr

Spliss ist ein haariges Grauen, das sich nur auf eine Art wirksam behandeln lässt: Man entfernt es. Doch keine Angst: Deshalb muss nicht gleich die komplette Mähne dran glauben. Statt einer Kurzhaarfrisur kann man es auch mal mit dem sogenannten Splissschnitt probieren. Wie Du diesen auch zu Hause machen kannst, erklären wir Dir hier.

Splissschnitt

Ein gezielter Splissschnitt kann die Haarspalterei eindämmen

Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass man mit trockenen, spröden und brüchigen Haaren zu kämpfen hat, neigen genau diese auch noch dazu, Spliss zu entwickeln. Schuld an dieser Haarspalterei ist, wie so oft, die genetische Veranlagung. Deshalb darf man sich auch nicht grämen, wenn sich die Haarenden anfangen zu spalten – oft kann man nichts dafür. Auch wenn man natürlich an dieser Stelle anmerken muss, dass Glätteisen, Lockenstab, Föhn und Co. das Problem nicht besser machen.

Beginnen die Haare erst einmal, sich zu spalten, dann kann selbst der beste Conditioner oder die vielversprechendste Haarkur gegen Spliss nur noch wenig bewirken. Einfach so „zusammenkleben“ kann man die entzweiten Enden dann leider doch nicht. Doch muss deswegen gleich die komplette Frisur ruiniert sein? Nein! Neben den Tipps gegen Spliss, die wir Dir hier schon verraten haben, gibt es auch noch eine weitere Methode, um dem Problem den Garaus zu machen: Einen speziellen Splissschnitt.

Spliss abschneiden mit einem Splissschnitt

Das Prinzip eines Splissschnittes ist denkbar einfach: Warum mehr als nur den Spliss von den Haaren abschneiden? Das freut natürlich diejenigen, die eigentlich gerade dabei sind, sind eine lange Mähne heranzuzüchten und dann vom Spliss hinterhältig heimgesucht werden. Mit dem Splissschnitt muss man sich nicht gleich von einem ganzen Stück Haare trennen, sondern nur von den kurzen Teilen, die von Spliss befallen sind. Das kann natürlich je nach Einzelfall mal mehr, mal weniger Haarverlust bedeuten. Einen solchen Splissschnitt kannst Du Dir beim Friseur zum Beispiel mit einer heißen Schere machen lassen. Diese schneidet die splissigen Haarenden nicht nur ab, sondern versiegelt sie auch, damit sich der Spliss nicht wieder ausprägen und nach oben fressen kann. Alternativ kannst Du einen Splissschnitt auch mal zu Hause in Eigenregie ausprobieren.

So machst Du einen Splissschnitt selbst

Für einen selbstgemachten Splissschnitt benötigst Du folgende Dinge:

  • Eine Schere (Wichtig: Nimm nicht irgendeine x-beliebige Küchenschere, sondern eine richtige Haarschneide-Schere, die Du zum Beispiel im Friseurbedarf oder bei Amazon kaufen kannst. Diese drückt die Haare nicht nur ab und sorgt so für erneuten Spliss, sondern schneidet sie sauber durch)
  • Eine Haarbürste oder einen Kamm
  • Ein großes Handtuch oder einen Friseur-Umhang
  • Ein paar Haarklammern
  • Tageslicht
  • Zeit und Geduld!

Und so geht’s:

Spliss schneiden

Für einen Splissschnitt sollte man sich genügend Zeit nehmen, da man seine Haare genau untersuchen muss

Setz Dich ans Fenster oder eine andere, helle Lichtquelle und häng Dir das Handtuch oder den Umhang um die Schultern. So bekommt Deine Kleidung anschließend keine Härchen ab. Nun bürstest oder kämmst Du Deine Haare erst mal durch und ziehst Dir einen Scheitel, so wie Du ihn immer trägst. Anschließend steckst Du Dir Dein Deckhaar und die mittlere Haarpartie mit ein paar Haarklammern nach oben, sodass Du an die unterste Haarschicht gelangst. Hier schnappst Du Dir jetzt etwa zwei Zentimeter breite Strähnen, von denen Du den Spliss schneidest. Das kannst Du auf zwei unterschiedliche Weisen machen:

1. Durch Zwirbeln: Drehe die Strähne so ein, dass sich ein fester Strang ergibt. Achte jedoch darauf, die Haare nicht zu stark zu zwirbeln, um Strukturschäden zu vermeiden. Bei der fertigen Strähne siehst Du nun winzige Härchen herausstehen. Überprüfe nun ganz genau, wo Du Spliss erkennen kannst und schneide ihn ab. Fange am besten oben an und arbeite Dich mit der Schere langsam nach unten hin zu den Spitzen.

2. Durch eine 3-Finger-Methode: Lege den Mittelfinger unter die Strähne und halte sie seitlich mit Zeige- und Ringfinger fest. Auch so siehst Du nun, welche Haare aus der Strähne herausstehen und kannst genau überprüfen, ob es hier Spliss zum Abschneiden gibt. Auf diese Weise kannst Du Dich ebenfalls von oben nach unten arbeiten.

Mit einem Splissschnitt kannst Du also gezielt gegen die Haarschäden vorgehen. Auch, wenn das Ganze natürlich etwas aufwendig ist, lohnt es sich vor allem dann, wenn man nicht gleich mehrere Zentimeter Haare einbüßen will.

In diesem Video kannst Du Dir die Schnitt-Methode nochmal genau anschauen:

Bildquellen: iStock/Tatiana Gladskikh, iStock/megaflopp

Kommentare


Mehr zu Haarpflege