Batiste Trockenshampoo schädlich
Nina Rölleram 14.03.2017

Ich kann mich noch daran erinnern, dass Trockenshampoo noch vor einigen Jahren nur schwer zu bekommen war. Oder anders gesagt: In Drogerien fand man nur eine Sorte des Sprays, das ziemlich altbacken wirkte und nicht sonderlich gut roch. Mittlerweile füllen sich die Regale aber mit zahlreichen Varianten für Trockenshampoos für jede Haarfarbe und mit allerlei Duftnoten. Der No-Poo-Trend und der Reiz, morgens nicht so lange im Bad zu brauchen, haben den Sprühdosen zum Siegeszug verholfen. Nun tauchen aber gehäuft Berichte von Nutzerinnen auf, die schlimme Nebenwirkungen an ihren Haaren bemerken. Warum Trockenshampoo schädlich sein kann und Du damit dauerhaft Deiner Kopfhaut schaden kannst, erfährst Du hier.

Zwischendurch mal auffrischen: Trockenshampoo wird immer beliebter, kann aber großen Schaden anrichten.

Zwischendurch mal auffrischen: Trockenshampoo wird immer beliebter, kann aber großen Schaden anrichten.

Dauerhaft kahle Stellen durch Trockenshampoo!?

Als die junge Engländerin Nicole Baxter eine immer kahler werdende Stelle mitten auf ihrer Kopfhaut bemerkte, dachte sie zunächst nicht daran, dass ihre Haarpflege etwas damit zu tun haben könnte. Bei einem Hautarzt ließ sie die haarlose, leicht entzündete Stelle untersuchen und wurde gebeten, für eine gründliche Untersuchung einige Wochen später wieder zu erscheinen und diesmal auf das Trockenshampoo zu verzichten. Bei der nächsten Untersuchung waren Nicoles Haare zwar nicht wieder vollständig zurückgewachsen, aber ihre Kopfhaut sah schon deutlich besser aus.

Ihr Hautarzt riet Nicole, auf die Untersuchung zu verzichten und einfach nicht mehr das Trockenshampoo zu benutzen, da der Haarausfall eindeutig mit dem verwendeten Produkt zusammenhinge. Nicole postete daraufhin ein Bild von ihrer Kopfhaut auf Facebook, wo es tausendfach geklickt wurde. Und nicht nur das: Auch andere Frauen hatten ähnliche Erfahrungen mit Trockenshampoo gemacht! Nicoles rät allen, auf das Sprühshampoo zu verzichten, denn ihre Kopfhaut erhole sich nur sehr langsam von den Schäden und die kleine kahle Stelle könnte womöglich dauerhaft bleiben!

Darum ist Trockenshampoo shädlich für Deine Haare

Generell handelt es sich bei Trockenshampoo eigentlich nicht wirklich um ein Shampoo, das die Haare reinigt. Es kann das Haar lediglich auffrischen in dem Sinne, dass es ihm einen Duft verleiht und überschüssiges Fett aufsaugt. Auf diese Weise werden strähnige Haare vermieden, ohne dass man ewig in der Dusche stehen und sich anschließend föhnen muss. Diesen Zeitgewinn nehmen vor allem Frauen mit sehr langen Haaren gerne in Kauf und scheinen dabei gar nicht zu wissen, was sie ihren Haaren damit antun!

Denn die Partikel, die sich im Trockenshampoo befinden, saugen nicht nur Talg auf, sondern können auch die Kopfhaut irritieren. Diese können sich nämlich in den Haarfollikeln ansammeln und somit zu Entzündungen führen. Selbst wenn es nicht zu Hautausschlägen kommt, können die Follikel so sehr geschwächt werden, dass Haarausfall die Folge sein kann. Zudem kleben vor allem dünne Haare durch das Trockenshampoo gerne mal aneinander fest. Auf diese Weise werden bei Haarausfall gleich mehrere Haare auf einmal herausgerissen. Insbesondere, wenn Du beim Duschen oder Haarekämmen vermehrten Haarausfall beobachtest und Trockenshampoo benutzt, solltest Du dieses also lieber absetzen!

Was Du anstelle von Trockenshampoo benutzen solltest

Natürlich kann es auch sein, dass Du Trockenshampoo bei gelegentlicher Benutzung gut verträgst. Dermatologen raten aber dazu, es nicht zu einem festen Bestandteil der Haarpflege-Routine zu machen, da es die Reinigung nicht ersetzt und Deine Kopfhaut zu sehr reizen kann. Das Spray sollte also eher im Notfall verwendet werden, wenn gerade wirklich keine Zeit zum Haarewaschen und Föhnen ist, wenn Du zum Beispiel verschlafen hast oder auf einem Festival bist. Anstelle von Trockenshampoo einfach Babypuder zu verwenden ist zwar günstiger, kann aber die gleichen Schäden anrichten. Denn auch diese Partikel können Deine Haarfollikel verstopfen. Was hilft also dann gegen fettiges Haar? Ganz einfach: Am besten ist immer noch die regelmäßige Haarwäsche, die Du bei fettigem Haar mindestens alle zwei Tage durchführen solltest.

Das sind ja mal schlechte Nachrichten für alle Dusch-Muffel da draußen! Wenigstens ist die herkömmliche Haarwäsche aber auch schonender für unsere Geldbeutel, denn für Trockenshampoos so mancher Marken zahlst Du locker 5 Euro pro Sprühdose! Vielleicht investierst Du Deine Moneten lieber in ein paar schonende Zutaten und mischst Dir Dein Shampoo selbst zu Hause an!

Bildquelle: Getty Images/Cindy Ord, Getty Images/Amy Sussman


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In 2 einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schick in WhatsApp die Nachricht ab
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als "Erdbeerlounge", um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?