Styling-Expertin

Friseurin werden

Du hast schon als Mädchen Deinen Puppen die Haare geschnitten, verfolgst regelmäßig die neuesten Entwicklungen auf den Köpfen der angesagtesten Stars und fragst Dich, wie Du Deine Leidenschaft für Hairstyling zum Beruf machen kannst? Wir verraten Dir alles rund um den Traumberuf Friseurin!

Kurzer Bob, langer Bob, Pixie Cut oder doch nur den Pony nachschneiden – als Friseurin wird Dir einiges abverlangt. Doch wenn Du Friseurin werden möchtest, solltest Du nicht nur die Schnitttechniken beherrschen, sondern ebenso wissen, ob der gewünschte Cut oder die neue Haarfarbe der Kundin oder dem Kunden wirklich steht – und das auch kommunizieren können. Als Friseurin bist Du für Deine Kunden nämlich nicht nur jemand, der ihnen die Haare schneidet, Du solltest auch immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Sorgen Deiner Kunden mitbringen – und Dich natürlich mit den neuesten Trend-Styles auskennen. Du findest, das hört sich nach einem absoluten Traumberuf an? Wir verraten Dir, wie Du Deinen Traum verwirklichen und Friseurin werden kannst!

Was Du über den Traumberuf Friseurin wissen musst!

Als Friseurin hast Du viel mit anderen Menschen zu tun

Friseurin werden – Der Anfang

Wenn Du Friseurin werden möchtest, solltest Du mindestens die Hauptschule abgeschlossen haben – und Dich möglichst frühzeitig auf die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb machen! Die Ausbildung zur Friseurin verläuft nämlich meist dual, d.h. Du gehst an ein bis zwei Tagen pro Woche zur Berufsschule und arbeitest den Rest der Woche in einem Friseursalon mit. An manchen Berufsschulen wird der Unterricht aber auch blockweise abgehalten, das heißt, dass der Unterrichtsstoff eines Jahres in Blöcken von beispielsweise drei oder vier Wochen vermittelt wird. Ob der Friseursalon, in dem Du arbeitest, ein Familienbetrieb ist, zu einer größeren Kette gehört oder sich in einem Beauty- und Wellnesshotel befindet, spielt hierbei keine Rolle. Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre – kann aber in besonderen Fällen verkürzt werden. Als Abiturientin kannst Du die Ausbildung zum Beispiel auch in nur zwei Jahren absolvieren. Wenn Du Abitur oder einen sehr guten Realschulabschluss hast, steht Dir aber auch offen, eine so genannte Plus-Klasse zu besuchen, die mittlerweile von vielen Berufsschulen angeboten wird. Neben den handwerklichen Tätigkeiten, die Du als angehende Friseurin in Deinem Ausbildungsbetrieb lernst, und Fächern wie Deutsch und Chemie, wie sie auch in „normalen“ Friseur-Klassen unterrichtet werden, steht auf dem Lernplan der Plus-Klassen zusätzlich noch Forschung und Entwicklung, Betriebswirtschaftslehre, Informationstechnologie, Visagistik, Fachenglisch und Veranstaltungsorganisation.

Die Ausbildung als Friseurin

Als Friseurin bist Du längst nicht mehr „nur“ für das Haare schneiden verantwortlich, zu Deinen Aufgaben gehören auch Haarpflege, Färben, Tönen, Waschen und das Styling verschiedenster Frisuren. Je nachdem, welche Dienstleistungen in Deinem Ausbildungsbetrieb angeboten werden, bist Du als Friseurin auch für das Gestalten von Fingernägeln und Make-up, sowie für den Verkauf von Kosmetik- und Haarpflegeprodukten zuständig. Je mehr Qualifikationen Du Dir im Laufe Deiner Ausbildung aneignest, desto mehr Chancen hast Du, später einmal Deinen Traumjob zu finden. Viele Betriebe und Berufsschulen bieten zusätzlich zum Ausbildungsabschluss als Friseurin eine Zusatzqualifikation an – oft kannst zum Beispiel zwischen Nageldesign, pflegender Kosmetik, Haarersatz, Langhaarfrisuren und Coloration wählen. Wenn Du Friseurin werden möchtest, wird von Dir bereits während der Ausbildung selbstständiges Arbeiten erwartet – das Ergebnis wird in der Regel laufend von Deinen Vorgesetzten kontrolliert. Doch keine Sorge: Die volle Verantwortung musst Du als Auszubildende noch nicht tragen! Dass die Haare der Kunden genau nach Wunsch geschnitten und gestylt werden, garantieren die ausgelernten Fachkräfte, die dafür zuständig sind, dass die zukünftigen Friseure und Friseurinnen aus ihren Fehlern lernen – schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Dafür musst Du in Kauf nehmen, dass Du als Auszubildende auch weniger verdienst als die anderen Fachkräfte: Im ersten Ausbildungsjahr gibt es zwischen 214 und 363 Euro, im zweiten zwischen 253 und 451 Euro und im dritten bis zu 547 Euro im Monat. Vor dem Anfang der Ausbildung solltest Du Dich auch auf eventuelle Allergien und Hautunverträglichkeiten testen lassen – als Friseurin hast Du nämlich ganz schön viel mit chemischen Stoffen, die zum Beispiel in Colorationen enthalten sind, zu tun.

Als Friseurin ist Kommunikation alles

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Friseurin zu werden, solltest Du neben handwerklichem Geschick auch über ein offenes Wesen verfügen und darfst keine Berührungsängste mit anderen Menschen haben – schließlich musst Du Dich in Deinem Berufsalltag als Friseurin Tag für Tag mit Dir fremden Menschen und ihren Wünschen auseinandersetzen – und auch mal dazu in der Lage sein, einem Kunden oder einer Kundin von einem Cut abzuraten, wenn dieser ihm oder ihr so gar nicht steht. Auch sollte der körperliche Kontakt mit fremden Menschen Dir keine Probleme bereiten! Manchmal solltest Du am besten sogar Gedanken lesen und Wünsche erraten können, da viele Kunden oft nicht wirklich wissen, was sie wollen und es dementsprechend auch nicht ausdrücken können. Deshalb wird von Dir als Friseurin neben dem soliden fachlichen Wissen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis, kommunikativer Fähigkeit, Flexibilität und Kreativität verlangt. Kreativ solltest Du im Übrigen nicht nur im Bezug auf das Äußere Deiner Kunden sein, auch Dein eigenes Erscheinungsbild sollte – wenn Du Friseurin werden möchtest – im besten Fall Deine Leidenschaft für Styling erkennen lassen: Ein gepflegtes Äußeres ist für Dich als Friseurin absolute Pflicht! Auch wird von Dir als Friseurin ein im wahrsten Sinne des Wortes langes Stehvermögen erwartet – schließlich verbringst Du Deinen Arbeitstag im Friseursalon größtenteils im Stehen. Zusätzlich zur Flexibilität und Kreativität ist also auch Kondition gefragt.

Friseurin werden: Nach der Ausbildung ist noch nicht Schluss

Du hast Deine Friseurinnen-Ausbildung mit einer erfolgreich bestandenen Gesellenprüfung abgeschlossen? Herzlichen Glückwunsch! Doch wie in den meisten Berufen ist hier noch lange nicht Schluss! Wer eine erfolgreiche Friseurin werden (und bleiben) will, muss sich nämlich laufend weiterbilden – vor allem in einer Branche, die schnelllebigen und ständig wechselnden Modetrends so sehr unterworfen ist wie das Friseurhandwerk. So gibt es auch für Friseurgesellen und -gesellinnen Fortbildungskurse, die von verschiedenen Wirtschaftsorganisationen, Handwerkskammern, von Fachschulen und der Kosmetikindustrie angeboten werden. Wenn Du Dich eines Tages als Friseurin selbstständig machen solltest, ist es von Vorteil, eine Fortbildung als Friseurmeisterin oder Friseurkosmetikerin abzusolvieren. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Friseurinnen-Ausbildung stehen Dir aber auch noch andere Türen offen: Mit einer entsprechenden Fortbildung kannst Du zum Beispiel als Maskenbildnerin beim Theater, Film und Fernsehen, als Stylistin bei Fotoshootings und Fashion-Shows oder als Kosmetikerin in Beauty- und Wellnesseinrichtungen arbeiten. Je mehr Qualifikationen Du als Friseurin hast, desto mehr Geld verdienst Du auch – als ausgelernte Friseurin kannst Du laut Tarifvertrag mit zwischen 1300 und 1700 Euro brutto im Monat rechnen.

Friseurin ist ein absoluter Traumberuf, der Dir jedoch auch Einiges abverlangt! Neben guten technischen Fähigkeiten solltest Du vor allem offen und kontaktfreudig sein – keine Berührungsängste mit Deinen Kunden haben. Auch Flexibilität, Kreativität, Ausdauer und Ehrgeiz sind als Friseurin sehr wichtig. Dafür kannst Du als Friseurin das Ergebnis Deiner Arbeit sofort begutachten – das Strahlen einer Kundin, deren Leben Du zum Beispiel mit einem coolen Pixie Cut oder ein Paar glänzenden Highlights komplett verändert hast, ist alle Anstrengungen wert – versprochen!

Bildquelle: Dreamstime / Andriy Petrenko

Kommentare (6)

  • luxibaer am 21.05.2014 um 13:29 Uhr

    Ich wollt als Kind immer Friseurin werden und habe meiner Mama immer die Haare frisiert und gewaschen - ganz wie eine Friseurin eben.

  • Elli125 am 08.05.2014 um 11:58 Uhr

    Die Entlohnung vieler Friseure ist tatsächlich in vielen Fällen unterbezahlt. Aber ab dem 01.08.2013 ist die neue Tarifvereinbarung in Kraft getreten, die Besserung in diesem Bereich verspricht. Hier könnt ihr das auch nachlesen: http://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++140a6694-f9e0-11e2-8f98-52540059119e Aber schon in der Vergangenheit und heute gibt es auch zahlreiche Friseursalons die wissen, dass die Mitarbeiter (Friseurinen und Friseure) das Kapital des Unternehmens sind und das es auch dazu gehört faire und vor allem auskömmliche Löhne zu vereinbaren, um diese Mitarbeiter am Unternehmen zu binden. Denn wie in jedem Bereich gibt es gute und eher weniger gute Mitarbeiter. Und gute Mitarbeiter die zufrieden sind nur schwer abzuwerben. Sprich, wenn ihr Leidenschaft, Motivation und Talent für die Berufung Friseur habt und euch an die richtigen Salons wendet, bin ich mir sicher, dass ihr ein auskömmliches Gehalt verdienen werdet. Oder ihr macht euch einfach auch Selbstständig -- aber bitte erst einmal genug Erfahrung sammeln, insbesondere auch im kaufmännischen/betriebswirtschaftlichen Bereich! Eine Freundin von mir hat sich auch gerade vor einem Jahr Selbstständig gemacht - Coiffeur Team LAurentius unter www.laurentius.com könnt ihr mal schauen - war und ist wohl alles nicht leicht aber Leidenschaft ist halt alles. Also lasst Euch nicht abschrecken, achten nur darauf das es euch Spaß macht und ihr euch an die richtigen Salons wendet!

  • beautygirl46 am 07.05.2014 um 11:35 Uhr

    Friseurin ist echt ein ganz cooler Job, allerdings muss man als Friseurin auch seinen Freundin immer für lau die Haare schneiden.

  • sunnyangel91 am 31.08.2013 um 09:44 Uhr

    in dem job verdient man doch leider nix

  • sabini34 am 28.08.2013 um 13:09 Uhr

    Dummer Spruch, aber echt wahr: Friseurin werden ist nicht schwer, Friseurin sein dagegen umso mehr.

  • Disagree am 19.08.2013 um 10:43 Uhr

    Ich hatte mir auch mal überlegt, Friseurin zu werden. Das Gehalt, das man zu erwarten hat, fällt allerdings mehr als mager aus. So habe ich die Idee schnell wieder verworfen. So geht es wahrscheinlich ganz schön vielen. Schade eigentlich...


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