8 Föhn-Fails

Haare richtig föhnen: Vermeide typische Fehler!

Susanne Falleram 05.08.2016 um 12:23 Uhr

Die Haare richtig föhnen kann doch eigentlich jeder. Hauptsache, sie werden trocken, oder?! Nicht ganz: Tatsächlich gibt es so einige Föhn-Fehler, die man begehen kann. Und die wirken sich zum einen negativ auf die Frisur aus, die man sich zaubern will, zum anderen aber auch auf jedes einzelne Haar selbst. Wie also die Haare richtig föhnen? Wir verraten Dir, wie der perfekte Blow Dry ohne die typischen Föhn-Fallen gelingt.

Dass Haare föhnen nicht nur die Zweckmäßigkeit erfüllt, die nasse Mähne nach dem Duschen oder Baden wieder trocken zu bekommen, sondern zum Frisuren-Styling auch schlichtweg dazugehört, ist uns Frauen wohl allen klar. Es gibt sogar beim Friseur spezielle Blowout-Angebote, bei denen die Haare mit einer professionellen Föhn-Prozedur in Form gepustet werden. Der Föhn kommt also ziemlich oft zum Einsatz. Doch wie wir ebenfalls wissen, ist Hitze nicht gerade das Beste für die Haare, vor allem dann, wenn sie regelmäßig zum Haarstyling verwendet wird. Doch nicht nur hier liegt eine typische Fehlerquelle beim Haare föhnen. Was man bei Föhnen außerdem beachten muss, um ein schönes Ergebnis zu erzielen, erfährst Du jetzt.

Haare richtig föhnen

Trocknen ja, ein Tornado sollte dabei allerdings nicht auf die Haare losgelassen werden…

8 Fehler, die Du vermeiden solltest, wenn Du Deine Haare richtig föhnen willst

1. Nasse Haare föhnen

Mit klatschnassen Haaren aus der Dusche steigen und sofort zum Föhn greifen? Besser nicht! Denn im nassen Zustand sind die Haare besonders empfindlich. Zudem benötigst Du praktisch einen Sahara-Wind, um die Haare trocken zu bekommen und damit mehr Hitze als nötig. Wickel Deine Haare nach dem Duschen also am besten erst mal in ein Handtuch ein, sodass sie zum Föhnen nur noch eine Restfeuchtigkeit haben. Wenn es schnell gehen muss, heißt es headbangen: Die Feuchtigkeit wird aus den Haaren durch einmal vor- und zurückwerfen des Kopfes herausgeschüttelt.

2. Einen Billig-Föhn verwenden

Wer seinen Haaren nicht schaden will, der sollte beim Föhnen auf ein hochwertiges Modell zurückgreifen, das eine möglichst hohe Wattzahl (mindestens 1.600) hat und sich in der Temperatur verstellen lässt. So dauert das Trocknen nicht zu lange und die benötigte Wärme kann individuell eingestellt werden. Eine eingebaute Ionen-Technologie kann gegen Frizz nach dem Trocknen helfen.

Hitzeschutzspray

Ohne Hitzeschutz sollte man die Haare nicht föhnen, sonst können sie geschädigt werden

3. Ohne Hitzeschutz arbeiten

Weder das Glätteisen noch der Föhn sollten zum Einsatz kommen, ehe auf den Haaren nicht eine ausreichende Portion Hitzeschutzspray verteilt wurde. Es hüllt die Haare schützend ein und sorgt dafür, dass sie nicht austrocknen oder gar brüchig werden. Vor allem auf die Spitzen sollte es aufgesprüht werden, da die Haare hier besonders zu Trockenheit und Spliss neigen.

4. Ohne den Aufsatz föhnen

Dass der Föhn mit Aufsatz geliefert wird, hat einen Grund: Dieser sorgt nämlich für einen konzentrierten Luftstrom, der gezielt auf die jeweilige Strähne ausgerichtet werden kann. Ein Diffusor-Aufsatz kann wiederum für ein schnelles und natürliches Wellen-Styling verwendet werden. Ohne Aufsatz entsteht schneller Frizz und somit ein weniger schönes Ergebnis.

5. Die kompletten Haare auf einmal föhnen

Apropos Ergebnis: Um Volumen in die Haare zu zaubern und sie gleichzeitig wortwörtlich haargenau so zu legen, wie Du es willst, solltest Du sie Strähne für Strähne föhnen. Schnapp Dir dazu am besten eine Rundbürste, auf die Du sie aufdrehst und lass den Föhn über sie gleiten. So fällt jede Strähne akkurat, jedoch mit kleinen Richtungsunterschieden, sodass ein Volumen-Effekt entsteht.

Haare föhnen

Zu hohe Temperaturen sind ebenfalls ein typischer Fehler beim Föhnen

6. Zu heiß föhnen

Diesen Fehler begehen besonders viele, entweder aus Ungeduld und Eile oder aus Unwissenheit. Der Föhn muss nicht auf die heißeste Stufe gestellt werden. Haare sind nämlich ziemlich hitzeempfindlich und werden durch zu hohe Temperaturen trocken, spröde, splissig und brüchig. Deshalb gilt: Lieber einen Gang zurückschalten. Die Kältestufe des Föhns sorgt zum Beispiel für eine geschlossene Schuppenschicht und für einen seidigen Glanz in den Haaren; allein deshalb sollte sie öfter verwendet werden. Zwar dauert das Föhnen mit weniger Hitze etwas länger, aber das sollte man für die Gesundheit seiner Haare hinnehmen.

7. Zu lange auf eine Stelle halten

Dass es nicht gut sein kann, die heiße Föhnluft lange auf eine Stelle zu konzentrieren, merkst Du spätestens, wenn die Kopfhaut heiß wird. Beim Föhnen solltest Du also unbedingt auf eine gewisse Dynamik achten. Die Hitze soll ja schließlich verteilt werden und nicht eine Stelle nach der anderen austrocknen.

8. Die Haare von oben herab und ohne Bürste föhnen

Aufgepasst: Du solltest den Föhn nicht nur bloß auf eine Stelle nach der anderen halten, sondern noch auf ein paar andere Feinheiten achten. So solltest Du die Haare niemals von oben direkt auf den Ansatz oder seitlich herabföhnen. Es sei denn, Du wünschst Dir eine platte, strähnige Frisur. Sonst bietet es sich für mehr Schwung und Volumen an, die Haare von unten zu föhnen. Dafür benutzt Du am besten noch eine natürliche Bürste wie ein Modell aus Wildschweinborsten, das nicht zu groß ist, damit Du mit ihm gezielt arbeiten und gleichzeitig Deine Haare pflegen kannst.

Wie Du siehst, kann man beim Föhnen so einiges falsch machen – vielleicht kamen Dir einige der Fehler ja sehr bekannt vor und Du kannst sie künftig vermeiden. Übrigens: Nach dem Föhnen bietet es sich an, die Haare mit ein paar nährenden Pflegeprodukten wie Haaröl zu verwöhnen. So sind sie nach dem Föhnen garantiert seidig weich und glänzend. Und ab und zu sollte zur Erholung auch mal Lufttrocknen angesagt sein.

Bildquelle: iStock/Voyagerix, iStock/iprogressman

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