Pagenschnitt: Frisurentrends & Frisurenbilder

Lange stand der Pagenschnitt im Verdacht, ein Emanzenhaarschnitt zu sein. Die vielen zarten und schon fast feenhaften Versionen, die es inzwischen vom Pagenschnitt gibt, beweisen allerdings eindeutig das Gegenteil: Die Zeiten, in den ein Pagenschnitt immer in einer akkuraten Linie verlief und dadurch das Gesicht der Trägerin manchmal sehr markant wirken ließ, sind vorbei. Finde heraus, welche Variante des Pagenschnitts am besten zu Dir passt!

Hairstyles

Pagenschnitt – gar nicht burschikos!

Noch in den 20er Jahren war der Pagenschnitt richtiggehend revolutionär: In Zeiten, in denen allmählich immer mehr Frauen berufstätig wurden, setzten sich Kurzhaarfrisuren immer stärker durch – allen voran der Pagenschnitt!


Kaum zu glauben, aber der Pagenschnitt ist gewissermaßen DER Haarschnitt der Frauenbewegung! Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es nämlich alles andere als selbstverständlich, dass Frauen kurze Haare trugen. Der Pagenschnitt stellte deshalb eine kleine modische Sensation dar. Nach und nach ließen sich immer mehr Frauen einen schicken Pagenschnitt auf den Kopf zaubern. Der Pagenschnitt passte modisch vor allem zu den Styles und Outfits der Charlestonzeit, in der immer mehr Frauen berufstätig wurden und ihre Unabhängigkeit auch mit modernen Haarschnitten wie dem Pagenschnitt zum Ausdruck brachten.

Pagenschnitt, Etonschnitt und Bubikopf

Unter anderem ist der Pagenschnitt auch als „Etonschnitt“ (in Anlehnung an die bekannte englische Schule, die übrigens auch Harry und William besuchten) und, wenig schmeichelhaft, als Bubikopf oder eben Pagenkopf bekannt. Typisch für den Pagenschnitt war zunächst, dass er vorne etwa kinnlang und hinten etwas kürzer getragen wurde, häufig in Kombination mit einem Pony und meistens glatt. Inzwischen gibt es den Pagenschnitt allerdings in vielen verschiedenen Variationen: Ob glatt oder wellig, mit Pony oder ohne, kurz oder schulterlang – der Pagenschnitt ist längst ein echter Klassiker.

Pagenschnitt – Kann ihn jeder tragen?

Besonders kürzere Varianten des Pagenschnitts sind allerdings nicht unbedingt für jede Gesichtsform geeignet. Optimal für einen Pagenschnitt ist eine ovale Gesichtsform. Ist das Haar sehr fein und nicht besonders voluminös, sollten die Züge außerdem nicht zu grob sein, da der Pagenschnitt sonst leicht deplatziert und etwas unbeholfen wirkt. Wählst Du allerdings eine aufgelockerte Variante des Pagenschnitts, beispielsweise mit Stufen und ein paar Wellen, wird der Pagenschnitt für so gut wie jeden tragbar, denn diese verspielte Variante nimmt dem Haarschnitt die Härte.

Pagenschnitt auf prominenten Köpfen

Auch die Promis haben den Pagenschnitt inzwischen für sich entdeckt. Katie Holmes beispielsweise fällt häufig mit einem besonders schönen Pagenschnitt auf: Ihre glatten, braunen Haare eignen sich perfekt für die Frisur, die ihrem feinen Gesicht besonders schmeichelt. Auch „Der Teufel trägt Prada“-Vorbild Anna Wintour ist eine, die es wissen muss: Die Chefredakteurin der amerikanischen Vogue ist ihrem blonden Pagenkopf schon seit vielen Jahren treu.



Für Anna Wintour ist der Pagenschnitt also ein echter Signature-Look. Den lässt sie natürlich nicht von irgendjemandem schneiden: Der Mann hinter Annas berühmtem Pagenschnitt, ist Charlie Chan, seine Wirkungsstätte ist der legendäre Michaeljohn-Salon in Maifair, London. Ein echter Künstler gibt seinen Werken natürlich auch Namen, und so heißt der Pagenschnitt von Anna Wintour nicht einfach Pagenschnitt, sondern „Short Power Bob“. Den willst Du auch? Kein Problem: Waschen, schneiden und föhnen kosten bei Charlie schlappe 167 Euro.