Zopffrisuren: Frisurentrends & Frisurenbilder

Zopffrisuren zählen zu den absoluten Klassikern im Hairstyling-Universum. Der Grund: Die Vielfalt von Zopffrisuren sorgt für genügend Abwechslung in Deinem alltäglichen Styling! So kannst Du stets zwischen klassischen Zopffrisuren wie dem Pferdeschwanz, dem Dutt oder einem geflochtenen Zopf und Zopffrisuren deluxe wie einer Hochsteckfrisur, die mit Perlen oder anderem aufgepeppt ist, entscheiden.

Hairstyles

Zopffrisuren von damals bis heute

Schon bei den alten Ägyptern (3150-332 v. Chr.) galt das Haar als der schönste Schmuck und wurde deshalb mit bunten Farben, speziellen Schnitten und kunstvollen Zopffrisuren versehen. Im antiken Griechenland (1500-150 v. Chr.) wurde dann der „griechischen Knoten“ Mode. Dies waren Zopffrisuren, bei dem die Haare im Nacken mit einem Knoten zusammengebunden wurden. Im römischen Reich (800 v. Chr.-700 n. Chr.) kamen Zopffrisuren etwas aus der Mode – zumindest bei Männern. Frauen trugen immer noch Zopffrisuren in Form von aufwendigen Flechtfrisuren. Die Mode war stark davon abhängig, welche Frisur die Kaiserin gerade trug. Zierten aufwendige Zopffrisuren das kaiserliche Haupt, trugen auch die Römerinnen ihre Haare auf diese Weise. Im Hochmittelalter (1000-1200) schmückten adelige Damen ihre Zopffrisuren, indem sie Bänder und Goldfäden in ihre Harre flochten. In der Gotik (1140-1500) machte die Kirche den Zopffrisuren einen Strich durch die Rechnung: Verheiratete Frauen durften ihre Haare nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen. In der Renaissance (1400-1700) erlebten phantasievolle Zopffrisuren dann wieder ein Comeback. Ballonförmige Zopffrisuren und am Hinterkopf zu einem Knoten aufgesteckte Zopffrisuren waren ganz besonders in Mode. In der Zeit des pompösen Barocks (1575-1770) trugen Frauen aufwendige Zopffrisuren, die sie mithilfe von Unterkissen bis zu 60 Zentimeter größer schummelten. Während des Biedermeier (1790-1890) orientierte man sich an den schlichteren Zopffrisuren der alten Griechen und Römer – wobei die schlichten Zopffrisuren mitunter mit Hauben, Seidenbändern und Diademen geschmückt wurden. In der Jugendstil-Zeit (1890-1910) arbeiteten die Damen bei ihren Zopffrisuren weniger mit dem Hochstecken, sondern mehr mit Locken. Kaiserin Sissi sorgte mit Blüten in ihren Haaren für einen neuen Zopffrisuren-Trend. Im 20. Jahrhundert kamen mit der Emanzipation dann auch aufwendige Zopffrisuren aus der Mode.

Klassische Zopffrisuren

Heute werden statt verschiedener aufwendiger Zopffrisuren meist klassische Zopffrisuren, die unterschiedlich interpretiert werden können, getragen. Zu diesen zählen der Pferdeschwanz, der Dutt und die Flechtfrisur. Den Pferdeschwanz kannst Du hinten am Nacken oder oben am Hinterkopf tragen. In den 1990er Jahren war eine zeitlang ein Pferdeschwanz in der Mitte des Kopfes modern. Der Dutt zählt heute zu den meistgetragenen Zopffrisuren. Dabei wird er nicht immer klassisch mit Duttkissen und Haarnadeln gesteckt, sondern auch vereinfacht mit einem Haargummi gebunden. Diese Variante wird auch Knoten genannt. Bei den Flechtfrisuren gibt es die größte Auswahl an Zopffrisuren. Zum einen gibt es den einfachen geflochtenen Zopf, bei dem die Haare im Nacken geflochten werden. Der so genannte Französische Zopf ist hingegen eine eingeflochtene Variante, die auch Bauernzopf genannt wird. Auch der Holländische Zopf, bei dem nur zwei Haarstränge geflochten werden und der Fischgrätenzopf, bei dem zwei Haarstränge zu einem Fischgrätmuster geflochten werden, sind heute noch beliebte Zopffrisuren.

Zopffrisuren deluxe

Bei Zopffrisuren musst Du Dich nicht nur auf Deine Haare und auf Haargummis beschränken – es gibt eine Reihe von Stylingmethoden, die Deinen Zopffrisuren ein stylishes Upgrade verpassen. Während sich die Römerinnen noch auf kunstvolle Haarnadeln beschränkten, gibt es heute eine unerschöpfliche Auswahl an Applikationen: Federn, Broschen, Spangen, Bänder, Blumen, Haarreifen und noch vieles mehr können heute Zopffrisuren aufpeppen. So ist es beispielsweise auch angesagt, Halsketten um die Zopffrisuren herum zu drapieren. Diademe und Krönchen hingegen werden nur noch an Karneval als Zopffrisuren-Schmuck akzeptiert.



Zopffrisuren sollten zu den absoluten Basics in Deinem Stylingrepertoire zählen. Zopffrisuren sind nämlich nicht nur superpraktisch, sondern machen aus Deinem Hairstyling einen individuellen und phantasievollen Look!