Macht nicht-lernen depressiv??

am: 07.08.2012 00:22h

Ich schreibe es extra in die Gruppentherapie, da mir das Ganze mehr als unangenehm ist. Wenn es eines gibt, was ich in meinem Leben begriffen habe, dann ist es die Tatsache, dass man in Lebenskrisen sich immer wieder an die negativen Dinge erinnert, wie zum Beispiel, wo man versagt hat (Prüfungen nicht bestanden!!). Man geht praktisch immer rückwärts und erinnert sich an Dinge, die nicht so schön waren. Aber manchmal frage ich mich, ob das alles sein musste? Haben negative Dinge auch etwas Gutes? Haben da "höhere" Mächte (wie zum Beispiel Gott) seine Hände im Spiel? Kann man von jedem Menschen etwas lernen? Gibt es Freunde und Lehrmeister (Ich will nicht Feinde sagen!), die in dein Leben treten, um dich zu testen? Was ich damit sagen will, wenn ich es nicht schaffe, dann denke ich, dass ich ganz alleine bin und keine Freunde habe und noch nie einen Freund hatte (Bin dieses Jahr 26 geworden!!). Und manchmal frage ich mich, ob ich nicht schon zu alt bin, um meine Träume zu verwirklichen?!? Wenn ich mich mit meinen ehemaligen Klassenkameraden vergleiche, fühle ich mich als Versagerin. Auch habe ich bemerkt, dass dieses Ganze "nicht-lernen" und auf der Stelle routieren irgendwie einen depressiv macht. Was denkt ihr so über dieses Thema? Hoffe, dass ich mich klar und verständlich ausgedrückt habe.

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4 Kommentare zu

Macht nicht-lernen depressiv??

tigerlilly03
von: tigerlilly03, am: 08.08.2012, 14:24

ich finde, dass man natürlich aus fehlern und von anderen menschen lernen kann. je nachdem, was schief gelaufen ist, oder wie die leute mit dir umgehen, daraus kann man doch einen nutzen ziehen und es nächstes mal besser machen. ich bin früher von einigen, wie ich glaubte "freunden", enttäuscht und hintergangen worden. doch ich habe daraus gelernt und es hat mich stärker gemacht.
und nein, ich glaube nicht, dass man jemals zu alt ist, um sich seine träume zu verwirklichen. aber man muss auch etwas dafür tun. wenn du keine freunde hast, leg dir ein hobby zu, etwas das dir spaß macht, vielleicht auch in einem verein. etwas dich fordert und fördert, dann lernst du automatisch leute kennen.

ich weiß nicht, was du beruflich machst, aber ich habe selbst schon erfahren, dass "nicht-lernen" und "nichtstun" depressiv machen kann. ich habe vor ein paar jahren ein halbes jahr studiert (wintersemester), dann abgebrochen, weil es mir nicht gefallen hat. ich habe keinen job gefunden und nur absagen bzw. gar keine antworten bekommen. die nächste ausbildung hat natürlich erst wieder mit dem wintersemester begonnen. ich hatte also keine arbeit und saß zu hause, weil alle meine freunde und bekannten arbeiten oder studieren waren. nach drei monaten habe ich dann endlich einen job gefunden und ich habe mich so gefreut, endlich wieder was zu tun zu haben und dass ich etwas lerne.
ich glaube, menschen brauchen das, lernen. sonst hat das leben mMn keinen sinn. und ich finde, es macht auch spaß, etwas neues zu lernen, sei es eine fremdsprache, ein musikinstrument oder eine neue sportart.

AniRasmussen
von: AniRasmussen, am: 07.08.2012, 13:16

Nunja, der Text ist etwas wirr formuliert, aber ich denke mit "nicht-lernen" und "auf der Stelle routieren" meinst du wohl einfach eine Stagnation im Leben. Auf die Dauer kann diese einen Menschen tatsächlich zermürben und in manchen Fällen vielleicht sogar depressiv machen.
Bevor man sich dieser Situation tatenlos unterwirft, sollte man versuchen das Rad am Laufen zu halten, d.h. nach Lösungen zu suchen, sich beschäftigen, sich neu orientieren, Neues ausprobieren etc. Vor allen Dingen sollte man die eigene Identität nicht nur an den vergangenen Niederlagen messen.

Das Leben läuft in den seltensten Fällen nach dem eigenen Plan/ der eigenen Vorstellung ab. Dies zu erkennen und zu akzeptieren ist anfangs schmerzlich, aber unumgänglich - egal in welchem Alter. Natürlich kann man sich mittels eines Glaubens Trost und neue Motivation verschaffen, aber eine "höhere Macht" ist nicht zwingend notwendig.

Kurz: Es ist möglich aus einer Stagnation zu kommen und für solche schwachen Momente muss man sich auch nicht schämen.

Smeesy
von: Smeesy, am: 07.08.2012, 12:49

ich versteh hier den zusammenhang zwischen nicht-lernen und in miesen situationen sich an schlechte dinge zu erinnern auch nicht.

KleinTiger
von: KleinTiger, am: 07.08.2012, 10:03

Ich verstehe ehrlich gesagt Deine Frage nicht, ebenso wenig die Tags (Uni, FH, nicht lernen)?

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