Modedesign Studium - Teil 2

Modedesign

Modedesign Studium – Teil 2

am 09.03.2009 um 10:17 Uhr

Modedesign Studentin mit blonden hochgesteckten Locken hÃ�¤lt ein MaÃ��bandIm ersten Teil des Modedesign-Berichts habt Ihr bereits erfahren, wie Erdbeermädel Tine zu ihrem Modedesign-Studium kam und wie die Bewerbungsverfahren abliefen. Lest jetzt, wie sie sich an ihrer neuen Uni einlebt!

Was musste ich vor Beginn des Modedesign-Studiums machen?

Nachdem ich vier Zusagen und eine Absage bekommen hatte wusste ich selbst nicht genau was ich machen sollte. Als dann allerdings die Zusage der UdK Berlin kam, war es für mich klar, dass ich dorthin muss – erstens wegen der Uni und zweitens natürlich wegen der Stadt. Zuerst hab ich mich auf die Suche nach WGs gemacht und an drei Tagen 17 Wohnungen besichtigt! Der Konkurrenzkampf ist sehr groß und man sollte sich frühzeitig (besonders in Berlin) um eine Wohnmöglichkeit kümmern. Dann habe ich mich im Immatrikulationsamt der UdK eingeschrieben und musste mein Abiturzeugnis, einen Praktikumsnachweis von minimal sechs Wochen, Versicherungsnachweis, Lichtbild und den Immatrikulationsbogen ausgefüllt mitbringen. Das Heft für die Scheine habe ich gleich bekommen und kurze Zeit später die Immatrikulationsbescheinigung inklusive Semesterticket per Post.

Mein Start ins Modedesign-Studium

Die erste Zeit an der Uni und das ganze „neue Leben“ kam mir sehr aufregend vor. Das Gebäude der FH verfügt über Werkstätten, eine Cafeteria, viele Projekträume, eine Aula, Computerräume und vieles mehr. Mein Studiengang heißt „Industrial Design“. Das bedeutet, dass man im Grundstudium (die ersten vier Semester) Kurse in Produkt-, Mode- und Bekleidungsdesign belegt. Danach kann man sich einen Schwerpunkt suchen. Wir haben manche Kurse allerdings auch jetzt schon in die Bereiche eingeteilt. Da wir nur 37 Studenten sind, herrscht eine schöne, persönliche Atmosphäre. Auch die höheren Semester und die Dozenten sind sehr nett. Allerdings ging es ab Tag eins zur Sache. Schon am ersten Tag von meinem Modedesign-Studium gab es Hausarbeiten!

Mein Stundenplan ist komplett gefüllt – unsere Fächer sind zum Beispiel:
Design Grundlagen (Arbeit mit verschiedenen Materialien wie Papier oder Stoff)
Design Theorie (Geschichte und ihre Hintergründe)
Fotografie (Grundlagen der Fotografie, selbst entwickeln im Fotolabor)
Schnitttechnik (erste Schnitte lernen, im ersten Semester der Rock)
Textil-Technologie (Textillehre, Fasern und Garne)
Aktzeichnen
Ästhetische Praxis (künstlerische Herangehensweise, Ästhetik als Hauptmerkmal)
Digitale Grundlagen (Photoshop, InDesign,…)
Modeillustration (figürliches zeichnen, Stillleben, Figurinen)

Da der Altersunterschied unter den Studenten sehr groß ist und einige schon um viele Erfahrungen reicher sind als ich, bietet das Grundstudium hauptsächlich Grundlagen an. Für mich ist es sehr hilfreich und ein super Einstieg ins Modedesign-Studium, da man in jede Richtung reinschnuppern kann. Den Stundenplan finde ich allerdings zeitlich sehr hart. Ich kümmere mich eigentlich nur noch um die Uni und habe kaum noch Freizeit. Es wird uns aber auch sehr viel angeboten, um uns weiterzubilden. Es werden oft neue Gastdozenten eingeladen, wie zum Beispiel ein japanischer Drapiermeister, oder es werden firmenbezogene Projekte in Angriff genommen, bei denen man sich vor einem Firmenmitarbeiter behaupten muss. Für mich war es am Anfang – und ist es eigentlich immer noch – eine große Überwindung, vor anderen Leuten etwas zu präsentieren. Aber das gehört nun mal zum Job. Ich hoffe, dass mir das in Zukunft leichter fallen wird, da wir in der Uni circa zwei Präsentationen pro Woche haben.

Mein Studentenleben beim Modedesign-Studium

An der UdK ist es normal, dass das erste Semester eine Party organisiert, um etwas Geld zu verdienen und die anderen Studenten kennenzulernen. Diese Parties sind immer gut besucht und legendär in Berlin – auch bei uns war sie ein Riesenerfolg. Es war allerdings sehr stressig, neben der Uni noch eine Party mit über 1000 Leuten zu organisieren – vor allem, wenn man sich in der Stadt noch nicht auskennt und nicht weiß, an wen man sich wenden soll. Aber irgendwie schweißt es die Studenten noch ein bisschen mehr zusammen.

Meine Zukunftsaussichten nach dem Modedesign-Studium

Was ich nach meinem Modedesign-Studium machen werde, weiß ich leider noch nicht genau. Ich hoffe, dass ich im Studium herausfinden werde, welcher Schwerpunkt der richtige ist. Außerdem werde ich am Anfang wohl erstmal jeden Job annehmen, den ich bekommen kann. Bei den großen Firmen ist es nicht einfach, frisch nach dem Modedesign-Studium angenommen zu werden. Der Kampf geht also weiter. Aber jetzt hab ich ja gerade erstmal angefangen. Interessant fände ich es, später für Modemagazine oder für Agenturen zu arbeiten. Ich werde mir in den Ferien immer Praktika suchen, um herauszufinden, was für mich interessant ist und ich bin schon so gespannt, was noch alles auf mich zukommt!

Das Leben als Designer ist sehr aufregend und hat viele Höhen und Tiefen, aber mich reizt es auf jeden Fall mehr, als mein ganzes Leben im Büro zu arbeiten.


Kommentare (2)

  • Elementarteil am 07.12.2009 um 12:49 Uhr

    ist sicher ein genialer beruf!!! nur man muss das geschickte händchen dafür haben 🙂

  • tttineee am 25.09.2009 um 16:10 Uhr

    also die Mappe ist an der UdK nicht soo wichtig, da legen andere Unis mehr wert drauf. Hier ging es mehr um die hausarbeit und darum wie gut du die prüfung + präsentation schaffst. hast du auch vor dich zu bewerben? lg Tine