Studienwahl

Du hast die Hochschulreife in der Tasche, doch weißt nicht, was Du nun mit ihr anfangen sollst? So wie Dir geht es auch vielen anderen ehemaligen Schülern, die sich nun nicht nur für einen Studiengang, sondern auch für eine Universität oder Hochschule entscheiden müssen. Kurz: Mit der Studienwahl stellst Du die ersten großen Weichen für Dein späteres Berufsleben. Doch keine Angst! Wir verraten Dir, worauf Du bei Deiner persönlichen Studienwahl achten solltest.

Studienwahl: Mit diesen Tipps gelingt sie

Die Studienwahl ist nicht einfach

Sicherlich kennst auch Du diese Menschen: Ehemalige Mitschüler, die schon in der 5. Klasse wussten, dass sie einmal Arzt oder Anwalt werden wollen, und nun zielsicher den richtigen Studiengang ansteuern. Oder jene, die später einmal selbstverständlich Papas Firma übernehmen werden und daher schon bereits kurz nach dem Abiball für BWL eingeschrieben sind. Für sie hat sich die Studienwahl schnell erledigt, doch das ist beileibe nicht die Regel. Viele ehemalige Schüler stehen nach ihrem Schulabschluss erst einmal vor vielen großen Fragezeichen und wissen nicht mehr weiter. Wie soll man sich auch angesichts solch unterschiedlicher Fächer wie Astrophysik, Fennistik und Historische Geographie für den richtigen Studiengang entscheiden und dann auch noch die passende Hochschule auswählen? Keine Panik! Zwar musst Du bei Deiner Studienwahl vieles beachten und so manchen wegweisenden Entschluss fällen, doch wenn Du bei der Entscheidungsfindung in kleinen Schritten vorgehst und nicht auf die von einer Sekunde auf die andere kommende Erkenntnis wartest, ist die Suche nach dem perfekten Studiengang längst nicht so schwierig, wie sie zunächst ausschaut.

Studienwahl: Entscheide Dich zunächst für eine grobe Richtung!

Wie Du sicherlich schon festgestellt hast, gibt es nicht nur eine ganze Fülle an unterschiedlichsten Studiengängen, sondern auch zahlreiche Hochschulen und Universitäten in sämtlichen Regionen Deutschlands und viele verschiedene Abschlüsse. Sich aus diesem unübersichtlichen Meer der Möglichkeiten auf Anhieb die richtige Kombination herauszupicken, gelingt nur den wenigsten Studienanfängern. Daher solltest auch Du nicht den Anspruch haben, sofort die richtige Studienwahl zu treffen, sondern erst einmal grobe Richtungen bestimmen. Deine Erfahrungen und Erlebnisse aus der Schulzeit geben Dir hierbei erste Hinweise, wohin die Reise gehen könnte. Arbeitest Du zum Beispiel gern mit Menschen oder bist Du eher ein Einzelgänger? Interessierst Du Dich für Naturwissenschaften oder vertiefst Du Dich am liebsten in Deine Bücher? Jonglierst Du gerne mit Zahlen oder möchtest Du vor allem kreativ arbeiten? Du kennst Deine Interessen, Talente und Fähigkeiten schließlich selbst am besten.

Deine Vorlieben und Voraussetzungen sollten daher bei der Studienwahl auch an erster Stelle stehen. Schließlich muss ein Studium auch Spaß machen, damit Du Erfolg haben kannst. Liest Du zum Beispiel in Deiner Freizeit nicht gerne Bücher, dürften sprach- und literaturwissenschaftliche Studiengänge wie Germanistik, Romanistik oder Anglistik eher zur Qual werden. Bist Du hingegen schüchtern und stehst nicht gerne im Mittelpunkt, könnte ein Lehramtsstudium schwierig werden. Deine Interessen sind demnach zwar der wichtigste, jedoch nicht der einzige Maßstab, den Du bei Deiner Studienwahl ansetzen solltest. Auch die Berufsaussichten und Deine späteren Gehaltsvorstellungen solltest Du bereits in Deine ersten Entscheidungen mit einbeziehen. Schließlich bietet nicht jeder Studiengang die gleichen Voraussetzungen für den Berufseinstieg.

Studienwahl: Welches Studienfach soll es werden?

Sobald Du Dich im Rahmen Deiner Studienwahl für eine grobe Richtung entschieden hast, kann es an die detailliertere Planung gehen. Mit Sicherheit wirst Du schnell merken, dass sich diese nun viel einfacher gestaltet – immerhin hast Du in Deinem ersten Schritt bereits einen Großteil der Möglichkeiten ausgeschlossen. Dennoch bist Du leider noch längst nicht am Ziel angelangt. Schließlich musst Du Dich nun für ein konkretes Studienfach entscheiden. Aus diesem Grund solltest Du Dich nun genau über die einzelnen Angebote informieren. Welche Inhalte muss ich mir in diesem Studienfach aneignen? Gibt es bestimmte Zulassungsbestimmungen, die ich erfüllen muss? Wie lange wird das Studium dauern? Wie sieht der Alltag als Student dieses Fachbereichs aus? Und wie intensiv komme ich schon während des Studiums mit der späteren Berufspraxis in Kontakt? Diese Fragen solltest Du Dir nun stellen. Das Internet bietet Dir hierfür viele wertvolle Informationen. Insbesondere die Websites der einzelnen Hochschulen haben meist sehr konkrete Auskünfte auf Lager. Ohnehin sollte eine Hochschule in Deiner Nähe nun Dein erster Ansprechpartner sein – auch wenn Du Dich später eventuell für eine andere entscheiden wirst. Schließlich sind die Grundzüge eines Studienfachs meist an allen Universitäten und Hochschulen gleich.

Studienwahl: So findest Du die perfekte Uni

Studienwahl: Auch kleine Städte haben viel
zu bieten

Häufig bieten die Hochschulen allgemeine Informationsveranstaltungen zu den einzelnen Studiengängen an, die den zukünftigen Studenten die Studienwahl erleichtern soll. Zudem verfügt so gut wie jede Hochschule über eine Studienberatung, in der Dich geschulte Mitarbeiter nach einer Terminvereinbarung individuell über die genauen Anforderungen und Möglichkeiten aller Studienfächer informieren. Auch die Agentur für Arbeit bietet mit ihren Berufsinformationszentren ein ähnliches Angebot an. Darüber hinaus existieren in ganz Deutschland regelmäßige Ausbildungs- und Studienmessen, in denen sich die verschiedenen Hochschulen mit ihrem Fächerangebot vorstellen. Hier kommst Du meist auch mit den Dozenten und Studenten in Kontakt, was die Studienwahl deutlich erleichtern kann. Immerhin können diese Menschen ganz konkret aus ihrem Unialltag berichten. Wenn Du weitere derartige Kontakte knüpfen möchtest, lohnt sich auch eine Anfrage bei der jeweiligen Fachschaft an der Universität. Dabei handelt es sich um die Studierendenvertreter der Fachrichtung, die sich um die Belange ihrer Kommilitonen kümmern – also um Menschen, die sich vor einigen Jahren oder sogar Monaten an derselben Weggabelung befanden, an der Du jetzt steht. Stelle ihnen gegenüber also ruhig sämtliche Fragen, die Dir auf der Seele brennen – hier bekommst Du ehrliche Antworten.

Studienwahl: Entscheide Dich für eine Hochschule!

Du hast Dich für einen Studiengang entschieden? Hervorragend, dann ist es bis zur endgültigen Studienwahl nicht mehr weit. Zu guter Letzt steht vor allem im Fokus, wo Du Dein Studium beginnen möchtest. Auch dies sollte keine reine Bauchentscheidung sein, sondern auf intensiven Überlegungen beruhen. Zunächst einmal solltest Du Dich daher darüber informieren, welche Studienabschlüsse die verschiedenen Hochschulen in dem von Dir favorisierten Studiengang anbieten. Immerhin kann der richtige Abschluss vor allem bei der späteren Jobsuche ein Türöffner sein. So ziehen zum Beispiel manche Branchen den Master vor, während andere auf das traditionelle Diplom setzen. Darüber hinaus solltest Du Dich nun genau informieren, in welche Richtung die jeweiligen Universitäten in Deinem Studiengang tendieren. So kann ein medienwissenschaftliches Studium an der einen Hochschule sehr journalistisch ausgelegt sein, während es an der anderen vor allem um Filmtheorie geht. Suche Dir daher die für Dich passende Hochschule heraus!

Auch Uni-Rankings können Dir wertvolle Hinweise liefern, an welcher Universität oder Fachhochschule Du besonders hochwertige Lehrveranstaltungen erwarten kannst. Allerdings solltest Du derartige Listen auch nicht zu hoch bewerten. Dass eine Hochschule in derartigen Rankings gut abschneidet, bedeutet nicht, dass Du Dich dort auch wohlfühlst. Neben diesen wichtigen Entscheidungsgrundlagen bestimmen jedoch auch andere Faktoren Deine Studienwahl. Möchtest Du zum Beispiel in der Nähe Deiner alten Heimat bleiben oder am anderen Ende der Republik ein ganz neues Leben beginnen und ganz auf Dich allein gestellt sein? Auch die Dir zur Verfügung stehenden Finanzen solltest Du im Blick behalten. Schließlich ist das Leben in Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Köln meist deutlich teurer als an eher provinzielleren Unistandorten wie Halle, Paderborn oder Trier. Dies bedeutet aber längst nicht, dass in den kleineren Städten weniger geboten wird. Abgesehen von den häufig sehr guten Hochschulen sind kleinere Städte meist ausschließlich auf ihre Studenten ausgelegt – aufregende Studentenpartys erlebst Du also auch hier!

Die Studienwahl ist wirklich keine einfache Entscheidung. Lass Dir also ausreichend Zeit für Deinen Entschluss und entscheide Dich nicht erst kurz vor Studienbeginn. Beziehe stattdessen sowohl Deinen Kopf als auch Dein Herz mit ein und nutze möglichst viele Beratungsangebote, um Dir ein Urteil zu bilden. Im Idealfall sollst Du Deine Studienwahl schließlich nur ein einziges Mal treffen müssen.

Bildquelle 1: © iStock / ferrerivideo
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