Beautydirector oder Kosmetikerin?

Frage: Hallo Steffi, ich habe letztes Jahr mein Abi gemacht und überlege nun schon eine ganze Weile, wie es mit mir weitergehen könnte. Studieren ist irgendwie nicht so mein Ding, lieber eine Ausbildung. Nun arbeite ich schon seit ein paar Monaten als freie Mitarbeiterin bei einer kleineren Zeitung und habe wahrscheinlich auch die Möglichkeit ab Sommer ein Volontariat zu machen. Der Beruf der Kosmetikerin würde mich aber auch interessieren. Also überlege ich, lieber eine Ausbildung in diesem Bereich zu machen. Bei Zeitschriften gibt es ja meistens einen Beauty Director. Nur wie wird man das? Und wie würde meine Zukunft als Kosmetikerin aussehen? Was kann ich mit solch einer Ausbildung alles machen? Danke schon mal im Voraus, Lizzy

Frage: Hallo Lizzy,

Journalismus und Kosmetik sind zwei sehr verschiedene Bereiche, die sich aber mit der Arbeit bei einem Magazin hervorragend miteinander kombinieren lassen. Die Eigenheit der Medienwelt ist allerdings, dass es keinen Patentweg zum Traumberuf gibt.

Ein Volontariat ist als Einstieg in den Journalismus aber schon mal prima geeignet. Die meisten Menschen, die bei einem Magazin arbeiten, haben nämlich erst einmal das journalistische Handwerkszeug gelernt. Wenn Du nach Deiner Ausbildung nicht bei der Zeitung bleiben möchtest, versuche über ein Praktikum oder eine Stellenausschreibung bei einem Magazin einzusteigen, dass einen Beautyteil hat. Selbst wenn Du zu Beginn nicht direkt im „Beauty-Team“ mitarbeitest, kannst Du Dich durch Eigeninitiative und Vorschläge einbringen und wirst so vielleicht bei der nächsten freien Stelle berücksichtigt.

Für einen Beauty Director ist natürlich auch wichtig, dass er immer über die neuestens Trends und Entwicklungen informiert ist. Messen, Events und die großen Magazine wie Allure oder Glamour sollten also ganz vorne auf Deiner Interessenliste stehen. Wenn Du Dich sowieso für den Beruf der Kosmetikerin interessiert, könntest Du außerdem zusätzlich einen Kurs besuchen, in dem Du zur Kosmetikerin ausgebildet wirst. Solche Kurse gehen in der Regel über einige Tage oder auch Wochen und werden in verschiedenen Städten Deutschlands angeboten. Du findest sie zum Beispiel bei KURSNET.

Natürlich kannst Du die ganze Sache auch von der anderen Seite angehen, und erst einmal eine Ausbildung zur Kosmetikerin, Visagistin oder Stylistin machen. Hier gibt es je nach Schule verschiedene Schwerpunkte: medizinische Kosmetik, Masken und Kostüme oder Makeup und Styling. Eine Übersicht findest Du beispielsweise hier. Solch eine Ausbildung an einer Schule ist in der Regel kostenpflichtig und dauert circa drei Jahre.

Als ausgebildete Kosmetikerin beziehungsweise Visagistin kannst Du dann in verschiedensten Bereichen arbeiten. Am Theater, bei einer Fernsehproduktion, in medizinischen Einrichtungen, in Spas und Wellness-Ressorts oder als freie Visagistin für Modenschauen und Fotoshoots. Natürlich kannst Du auch mit dieser Ausbildung versuchen, bei einem Magazin einzusteigen. Oftmals kommt es nämlich weniger auf den Werdegang, als auf eine viel versprechende Performance beim Praktikum oder die richtigen Kontakte an.

Welche dieser Möglichkeiten für Dich die beste ist, musst Du selbst entscheiden. Da es aber relativ schwer ist, ein gutes Volontariat zu bekommen, würde ich das Angebot Deiner jetzigen Arbeitsstelle nicht ausschlagen, ohne vorher alle Möglichkeiten abzuwägen.

Kommentare