Kostenerstattung

Bewerbungskosten: Wer übernimmt sie?

Bewerbungskosten müssen nicht immer selbst übernommen werden. Es gibt verschiedene Möglichkeien sich seine Bewerbungskosten erstatten zu lassen. Der Arbeitgeber übernimmt oftmals schon die Fahrtkosten.

Bewerbung schreiben

Die Bewerbung kann teuer werden, doch
auch der Arbeitgeber übernimmt Kosten.

Bewerbungen schreiben ist nicht nur zeit- sondern auch kostenintensiv. Bewerbungsmappe, Fotos für das Deckblatt der Bewerbung und Vorstellungsgespräche – da kommt schnell einiges zusammen. Doch der Bewerber muss die Kosten nicht alleine tragen. Vieles wird vom Arbeitgeber oder Arbeitsamt erstattet.

50 Bewerbungen und mehr bis zum Traumjob. Dieser nicht nur aufwendige, sondern auch teure Spaß, ist für viele keine Seltenheit. Viel Mühe, aber auch viel Geld stecken hinter einer Bewerbung. Dazu zählen nicht nur Bewerbungsmappe und Lichtbilder, sondern auch der Fahrtweg. Oftmals muss man eine weitere Strecke mit Bus oder Bahn für das Bewerbungsgespräch in Kauf nehmen. Damit die Jobsuche nicht zum Finanzdesaster wird, sollte man sich deshalb um die Erstattung der Bewerbungskosten bemühen. Doch welche Bewerbungskosten werden genau übernommen?

Arbeitgeber erstattet Bewerbungskosten

Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, kann sich die Fahrtkosten erstatten lassen. In der Regel übernimmt das Unternehmen die Kosten für ein Bahnticket zweiter Klasse oder 30 Cent pro Kilometer mit dem eigenen Auto. Ausnahme ist, wenn der Arbeitgeber vorher ausdrücklich darüber informiert, dass er die Kosten nicht übernimmt. Sonst gilt: nur keine falsche Scheu und nach der Kostenerstattung fragen! Wenn sich eine Übernachtung nicht vermeiden lässt, muss übrigens auch diese vom Arbeitgeber übernommen werden. Taxifahrten müssen allerdings nur bezahlt werden, wenn das Gebäude nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Bewerbungskosten werden vom Arbeitsamt übernommen

Werden Bewerbungskosten, wie die Kosten für die Anfahrt nicht vom Arbeitgeber erstattet, kann man sich an die Arbeitsagentur wenden. Voraussetzung für die Erstattung ist aber, dass man arbeitslos oder arbeitssuchend gemeldet ist, und vorher einen Antrag auf Kostenerstattung einreicht. Belege und Quittungen unbedingt aufbewahren – so bekommt man bis zu 22 Cent pro gefahrenen Meter und fünf Euro pauschal für die Bewerbungsunterlagen (Mappe, Foto, Porto, Kopien). Maximal erstattet die Arbeitsagentur übrigens bis zu 260 Euro jährlich. Diese Art der Erstattung ist allerdings eine Kann-Leistung. Das bedeutet: Ist gerade nichts in den Kassen, gibt es auch Bewerbungskosten-Erstattung.

Bewerbungskosten vom Finanzamt zurückverlangen

Wer bereits im Job ist oder war, kann die so genannten Werbungskosten von der Steuer absetzen. Dazu zählt nicht die Bewerbung an sich, aber alle weiteren Kosten wie Foto, Porto oder Beglaubigungen können bei den Einkünften nichtselbstständiger Arbeit abgesetzt werden. Wichtig bei der Rückerstattung der Bewerbungskosten ist, dass die Rechnungen aufbewahrt werden. Wenn die Nachweise vorliegen, beteiligt sich dann auch das Finanzamt an den Bewerbungskosten.

Viele wissen nicht um die Rückerstattung der Bewerbungskosten. Beim Bewerben für den Traumjob ist es nicht immer nötig ein Vermögen für Bewerbungen auszugeben. In den meisten Fällen werden diese nämlich übernommen.

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