Auf zum Traumjob

Bewerbungsanschreiben: So gelingt das perfekte Bewerbungsanschreiben

Frau am Rechner

Das perfekte Bewerbungsanschreiben schreibt sich
nicht durch Copy and Paste

Das Anschreiben einer Bewerbung ist nicht nur dazu da, um zu vermitteln, dass man an der betreffenden Stelle interessiert ist, sondern auch, um einen möglichst guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Im Bewerbungsanschreiben willst Du das Interesse an Deiner Person wecken und Dich von den anderen Bewerbern abheben. Schließlich musst Du beweisen, dass gerade Du die Richtige für die Stelle bist!

Zunächst solltest Du im Bewerbungsanschreiben, nachdem Du Anschrift und Absender platziert hast, einen Betreff aufführen. Dieser lautet schlichtweg z. B. „Bewerbung um eine Stelle als Assistenz der Geschäftsführung“. Danach beginnst Du mit der Einleitung. Achte darauf, dass Du den richtigen Ansprechpartner benennen kannst. „Sehr geehrte Damen und Herren“ wirkt ziellos und so, als hättest Du Dich vorher nicht informiert. Sollte nirgendwo ein Ansprechpartner genannt sein, solltest Du daher beim Unternehmen anrufen und nachfragen. Auch die richtige Firmenanschrift und die korrekte Firmierung sind im Bewerbungsanschreiben von größter Wichtigkeit.

Gestalte ein individuelles Bewerbungsanschreiben

Im weiteren Verlauf schreibst Du kurz, dass Du Dich um o.g. Stelle bewirbst und wie Du auf den Job aufmerksam geworden bist. Dabei solltest Du Dein Bewerbungsanschreiben unbedingt individuell gestalten. Standardisierte „Rundschreiben“ sind bei Bewerbungsanschreiben ein absolutes No-Go! Es muss aus Deinem Bewerbungsanschreiben außerdem klar werden, dass Du Dich mit dem Unternehmen befasst hast. Nur so kannst Du, kombiniert mit der Beschreibung Deiner Stärken und Leistungen, den Personalchef davon überzeugen, dass Du wie geschaffen für die Stelle bist. Sätze wie „Ihr Unternehmen reizt mich, weil es europaweit bekannt ist.“ sind in einer Bewerbung niemals zu verwenden. Das ist erstens viel zu oberflächlich und wirkt zudem so, als wäre das das Einzige, was Dich interessiert.

Wichtig im Bewerbungsanschreiben: Wesentliche Tatsachen

Beziehe Dich im Bewerbungsanschreiben präzise auf den Bereich, für den Du Dich bewirbst, und nenne lediglich wichtige Fakten, die zeigen, dass Du auch qualifiziert für den Job bist, um den Du Dich bewirbst. Du musst im Bewerbungsanschreiben immer mit den aktuellsten Tatsachen und wichtigsten persönlichen Merkmalen beginnen, die Dir den Job verschaffen sollen. Viele Personaler überfliegen das Bewerbungsanschreiben lediglich und orientieren sich direkt am Lebenslauf. Sorg dafür, dass ihnen beim groben Lesen genau das Argument auffällt, womit Du Dich am besten für die Stelle qualifizierst.

Kernkompetenzen im Bewerbungsanschreiben nennen

Beim Nennen Deiner Stärken solltest Du nicht bloß die allgemeinen Softskills wie Belastbarkeit und Teamfähigkeit aufzählen. Diese wird wahrscheinlich jeder zweite Kandidat ebenfalls in seinem Bewerbungsanschreiben nennen. Belege solche Eigenschaften stattdessen mit Deinen derzeitigen Kompetenzen und Aufgaben. „Durch meinen Einsatz in der Position als Leiter eines Marketingteams habe ich den Kundenstamm innerhalb eines Jahres um X Prozent erweitert.“ Damit beweist Du Deine Führungskraft und Kompetenz. Mache Erfolg immer quantifizierbar („innerhalb eines Jahres um X Prozent“). So kann sich der Personaler eine genaue Vorstellung von Deiner Leistung machen. Stelle Dein Können in einer Bewerbung nicht unter den Scheffel. Falsche Bescheidenheit im Bewerbungsanschreiben macht Dich weniger interessant, als Du eigentlich bist. Gib Deine Handlungen immer in der Aktivform an. „Ich habe mir angeeignet“, nicht „mir wurde beigebracht“. So zeigst Du Eigeninitiative.

Wichtige Eckdaten im Bewerbungsanschreiben

Zuletzt ist noch wichtig, dass in einem Bewerbungsanschreiben auch Deine Gehaltsvorstellung und die genauen Arbeitsziele angegeben werden sollten. Auch der frühstmögliche Einstiegstermin ist in einem Bewerbungsanschreiben für einen Personaler interessant. Achtung: Informiere Dich vorher gut! Ein zu niedriger Gehaltswunsch ist genau so schlecht wie ein überzogener. Wenn Du zu wenig verlangst, vermittelt das schnell den Eindruck, als wären Deine Leistungen nicht so viel wert.

Kein Konjunktiv im Bewerbungsanschreiben

Letzter Tipp: Verwende im gesamten Anschreiben keine Konjunktive! „Ich könnte mir vorstellen, dass ich diese Position gut besetzen würde“ zeugt von Unsicherheit und die ist in einem Bewerbungsanschreiben fehl am Platz. Schließlich bist Du überzeugt davon, dass Du den Job perfekt meistern wirst.

Do im Bewerbungsanschreiben: Stelle prägnant und überzeugend das Wesentliche Deines Könnens und Deiner Persönlichkeit vor. Informiere Dich unbedingt über das Unternehmen!

Don’t im Bewerbungsanschreiben: Bau in das Bewerbungsanschreiben nicht die Fakten aus dem Lebenslauf ein. Du darfst nicht ein und dasselbe Anschreiben für unterschiedliche Unternehmen verwenden. Keine Konjunktive, keine Passivformen! Rechtschreibfehler sind unverzeihbar. Bitte keine Hervorhebungen durch Fettschrift oder Unterstreichen.

Checkliste für das perfekte Bewerbungsanschreiben:

1. Habe ich den richtigen Ansprechpartner in meinem Bewerbungsanschreiben?
2. Habe ich Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf gegenlesen lassen und von Fehlern befreit?
3. Habe ich meine wesentlichen Stärken ins Bewerbungsanschreiben eingebaut?
4. Fallen die wichtigen Stärken und Fähigkeiten in meinem Bewerbungsanschreiben sofort auf?
5. Habe ich mich in meinem Bewerbungsanschreiben genügend auf die Stellenausschreibung bezogen?
6. Konnte ich meine Softskills im Bewerbungsanschreiben mit Tatsachen belegen?
7. Habe ich im Bewerbungsanschreiben den Bezug zum Unternehmen hergestellt?
8. Habe ich den Vorteil meiner Mitarbeit für das Unternehmen im Bewerbungsanschreiben deutlich gemacht?
9. Habe ich Wiederholungen in Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf vermieden?
10. Habe ich mich über übliche Gehälter informiert und meine Vorstellungen im Bewerbungsanschreiben mitgeteilt?
11. Habe ich mich auf Konkretes im Bewerbungsanschreiben beschränkt?
12. Habe ich am Ende des Bewerbungsanschreibens um ein persönliches Gespräch gebeten?

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Kommentar (1)

  • Ich habe Bewerbungsanschreiben immer gehasst. Bisher fiel mir da nie das Richtige ein...


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