Eine gute Vita

Lebenslauf: Mit einem perfekten Lebenslauf zum Traumjob

Für viele Personalchefs ist der Lebenslauf das Wichtigste der ganzen Bewerbung. Oft wird er direkt zur Hand genommen, ohne dass das Bewerbungsanschreiben vorher überhaupt zu Ende gelesen wurde. Erst wenn die Fakten im Lebenslauf überzeugen und alles lückenlos durch Zeugnisse belegt werden kann, kommt es für den Personaler in Frage, sich näher mit dem Bewerber zu befassen.

Der Lebenslauf öffnet die Tür zu einem Vorstellungsgespräch, daher sollte in den Lebenslauf sehr viel Mühe und Sorgfalt gesteckt werden. Der Lebenslauf muss, genau wie das Bewerbungsanschreiben und das Deckblatt der Bewerbung immer genau auf das Unternehmen und die Stelle zugeschnitten sein. Fakten, die uninteressant für die Stelle sind oder keine besonderen Fähigkeiten beweisen, nehmen nur unnötig Platz weg und machen den Lebenslauf unübersichtlich für den Leser. Richte die optische Gestaltung des Lebenslaufs strukturiert und übersichtlich in tabellarischer Form aus. Lebensläufe werden kaum noch in zusammenhängender Textform geschrieben. Bitte tu das also nicht. Einen ausformulierten Lebenslauf wird sich höchstwahrscheinlich kein Personalchef durchlesen und Du verspielst eventuell trotz toller Zeugnisse die Chance auf den Job. Erwähne auf jeden Fall immer zuerst die Stelle, um die Du Dich bewribst.

Wichtige Punkte im Lebenslauf

Die folgenden Punkte solltest Du der Reihe nach in Deinem Lebenslauf unterbringen.

Punkt 1 im Lebenslauf: Persönliche Daten

Zuerst kommen die persönlichen Daten. Der Vollständigkeit halber kannst Du neben Deinem Namen auch noch die Adresse und weitere Kontaktdaten angeben – auch, wenn Du dies auf dem Deckblatt schon getan hast. Geburtsdatum und -ort zählten bisweilen immer zu den festen Bestandteilen eines Lebenslaufs, sind heute aber nicht mehr erforderlich. Auch auf die Nennung von Name und Beruf der Eltern kann im Lebenslauf inzwischen verzichtet werden, besonders, wenn Du bereits länger im Berufsleben stehst. Religionszugehörigkeit und Nationalität musst Du im Lebenslauf nur angeben, wenn es wichtig für die Stelle ist. (Im katholischen Kindergarten wird auch eine katholische Erzieherin erwartet.)

Punkt 2 im Lebenslauf: Berufliche Erfahrungen

Der nächste Punkt im Lebenslauf ist die berufliche Praxis. Hast Du schon einige Erfahrungen vorzuweisen, zählst Du die bisherigen Tätigkeiten einschließlich einer kurzen Positionsbeschreibung (stichwortartige Beschreibung der wichtigsten Aufgaben), Verantwortungsbereiche (Budgetverantwortung, Prokura, etc.) und aktuellster beruflicher Erfolge und Projekte auf. Nenne auch immer die Firma, bei der Du gearbeitet hast. Berufseinsteiger wählen hier stattdessen Praktika, Nebenjobs und sonstige relevante Praxistätigkeiten. Solltest Du noch gar keine praktischen Erfahrungen haben, suche Dir Ausbildungs- oder Studienprojekte mit Praxisbezug aus, die interessant für die Stelle sind. Bei allem ist wie in der gesamten Bewerbung das Wichtigste: Halte Dich so kurz wie möglich und erwähne im Lebenslauf wirklich nur das, was Dich am ehesten qualifiziert. Für Ausschweifungen ist im Vorstellungsgespräch Zeit, nicht im Lebenslauf.

Punkt 3 im Lebenslauf: Ausbildung oder Studium

In der Rubrik Ausbildung nennen Berufseinsteiger Ihre Stationen mit Jahresangaben ab der Grundschule. Je aktueller die Aufzählung wird, desto präziser sollen die Zeitangaben werden. Vorsicht: Baue keine Stationen in Deinen Lebenslauf ein, die Du nicht belegen kannst, nur um damit Lücken zu überbrücken. Das fällt auf! Bei denjenigen unter Euch, die schon längere Zeit berufstätig sind, ist die frühe Schullaufbahn nicht mehr interessant. Ihr beginnt im Lebenslauf mit dem höchsten Schulabschluss. (Schule, nicht Uni!)
Im Allgemeinen gilt: Wichtige Fakten wie Abschlussbezeichnung und Note fügst Du erst ab dem höchsten Bildungsabschluss hinzu. Bei betrieblich Ausbildungen nennst Du Ausbildungsberuf und Firma, sowie Abschlussnote.

In der Sparte Weiterbildung im Lebenslauf nennst Du nur aktuelle und für die Stelle relevante Weiterbildungsmaßnahmen. Wie schon erwähnt: Ein Kurs von vor 10 Jahren ist längst veraltet und interessiert niemanden mehr. Außerdem wird eine Weiterbildungsmaßnahme im Computerprogrammieren den Frisörmeister nicht überzeugen, Dich einzustellen. In dieser Rubrik gilt: Das prägnanteste und wichtigste Seminar steht oben im Lebenslauf, dann folgen die weiterhin erwähnenswerten Dinge. Notiert hinter den Maßnahmen außerdem, wann Ihr sie gemacht habt.

Punkt 4 im Lebenslauf: Fähigkeiten

Deine Fähigkeiten und Kenntnisse können natürlich auch dazu beitragen, dass Du in den Augen des Personalers qualifiziert für den Job bist. Vielleicht sind sie in manchen Fällen sogar das I-Tüpfelchen, das Dir in knappen Fällen eine Nasenlänge Vorsprung vor Gleichqualifizierten gibt. Zähle in dieser Rubrik bitte nur belegbare Fakten auf. Computerkenntnisse, Fremdsprachen und Kenntnisse im Umgang mit Werkstoffen sind einige Beispiele. Hier solltest Du aber zu der jeweiligen Qualifikation auch ihren Grad benennen. Betitele jede Einzelne von „Basiswissen“ bis „Perfekte Beherrschung“.

Punkt 5 im Lebenslauf: Interessen

Zuletzt informierst Du den Leser Deines Lebenslaufs noch über Mitgliedschaften und Hobbys. Aber Vorsicht: Auch hier wieder nur die nennen, die auch wirklich interessant für die gewünschte Stelle sind. Nicht jede Freizeitbeschäftigung, wie Gartenarbeit, ist es wert, im Lebenslauf genannt zu werden. Es sei denn, sie untermauert Deiner Meinung nach bestimmte Fähigkeiten, die im Job notwendig sind. So drückt zum Beispiel die Mitgliedschaft im Volleyballverein Teamfähigkeit aus. Sei aber achtsam mit Adrenalin-Sportarten wie Bungee-Jumping. So etwas klingt spannend, kann beim Personalchef aber schnell den Eindruck von Leichtsinnigkeit erwecken. Auch solltest Du nicht zu viele Hobbys aufzählen. Wenn Du anscheinend Deine ganze Freizeit mit Euren Hobbys verplanst, sieht es so aus, als könnte eventuell auch Deine Arbeit darunter leiden.

Die Form des Lebenslaufs

Die Form des Lebenslaufs sollte folgendermaßen aussehen: Dein Lebenslauf darf nicht unnötig lang sein. Halte ihn, wie gesagt, immer schön übersichtlich und strukturiert.

Es gibt zwei verschiedene Varianten, nach denen Du Deinen Lebenslauf „sortieren“ kannst: Die Chronologische und die Amerikanische. Bei der chronologischen Struktur fängst Du mit dem frühesten Zeitpunkt an und gehst dann wie in einer Zeitleiste weiter bis zum Aktuellsten. Mit der Zeit hat sich jedoch immer mehr die amerikanische Variante durchgesetzt. Hier beginnst Du mit dem aktuellen Zeitpunkt und fährst in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge fort, bis Du beim frühesten nennenswerten Geschehen angelangt bist. Diese Methode hat den Vorteil, dass das Augenmerk sofort auf der aktuellen Position und Deinem derzeitigen Qualifikationsstand liegt. Du solltest aber nur so verfahren, wenn Du schon einige Berufserfahrungen vorweisen kannst, die sofort auffallen sollen. Für Einsteiger und Arbeitslose empfiehlt sich eher die chronologische Reihenfolge, damit genau umgedreht die Arbeitslosigkeit nicht das Erste ist, was der Personaler von dem Lebenslauf zu sehen bekommt.

Do beim Lebenslauf: Dein Lebenslauf muss optisch und inhaltlich strukturiert und übersichtlich sein. Halte ihn immer hoch aktuell und stimme ihn individuell auf die betreffende Stelle ab. Besonders wichtige Wörter (keine ganzen Sätze) kannst Du mit Fettschrift hervorheben. Alle Stationen müssen belegbar sein. Benenne jede Nennung konkret mit einer Zeit (mindestens Monat und Jahr). Lebenslauf und Anschreiben sollen sich ergänzen.

Don’t beim Lebenslauf: Keine zusammenhängenden Sätze, sondern eine tabellarische Form. Wähle nur wichtige Fakten, die auch für die Stelle interessant sind. Keine „Copy & Paste Lebensläufe“! Keine zeitlichen Lücken lassen. Der Lebenslauf darf keinerlei Fragen aufwerfen – Nimm Dir viel Zeit, um ihn gewissenhaft und vollständig auszuarbeiten. Lebenslauf und Anschreiben dürfen nicht dieselben Inhalte haben. Entweder – Oder!

 

Kommentare (2)

  • Ein perfekter Lebenslauf bleibt bei mir ein Wunschtraum. Aber mit den Tipps kann ich bestimmt das Beste draus machen...

  • Vielen Dank für die hilfreichen Tipps. Als weitere Informationsquelle können Sie gerne meinen Blog nutzen. In regelmäßigen Abständen gebe ich sofort anwendbare Tipps für eine perfekte Bewerbung. Grüße Raphael Knoche http://www.deine-perfekte-bewerbung.de/blog