Gehalt

Das sind die bestbezahlten Berufe

Katharina Lübkeam 15.08.2016 um 17:12 Uhr

Wir Frauen verdienen im Schnitt 79 Prozent von dem, was die Männer mit nach Hause nehmen. Wenn das schon so ist, wollen wir wenigstens 79 Prozent von einem möglichst hohen Gehalt haben. Das Portal Gehalt.de hat rund 203.900 aktuelle Lohnangaben von Fachkräften ohne Leitungsverantwortung ausgewertet. 

Ganz oben auf der Liste der bestbezahlten Berufe stehen die Oberärzte mit einem Bruttojahresgehalt von rund 110.000 Euro. Gefolgt wird der erste Platz vom Account Manager für Investitionsgüter mit einem Jahreseinkommen von 78.700 Euro. Auf Platz drei liegt wieder medizinisches Personal: der Facharzt mit rund 75.700 Euro.

bestbezahlten Berufen

Zu den bestbezahlten Berufen gehört die Oberärztin.

Platz vier bis sechs belegen der Fondsmanager mit einem Bruttoeinkommen von 71.300 Euro im Jahr, die Angestellten für technische Forschung und Entwicklung mit einem Jahresgehalt von rund 70.800 Euro und der Tax Manager, also Steuerreferent, mit einem Jahreseinkommen von 69.500 Euro.

Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure

bestbezahlten Berufe

Auch Wirtschaftswissenschaftler gehören zu den bestbezahlten Berufen.

Auch andere wirtschaftswissenschaftliche Disziplinen rangieren weit oben im Ranking: Der Vertriebsingenieur liegt mit 67.600 Euro auf dem siebten Rang, der Business Development Manager mit 66.600 Euro auf dem achten und der Corporate Finance Manager mit 65.600 Euro auf dem zehnten Platz. Der SAP-Berater mit 64.400 Euro und der Anlagenberater mit 62.400 Euro haben es immerhin noch in die Top-20 geschafft. Rang neun belegt mit knapp 66.000 der Juristenberuf des Justiziars den neunten Platz.

So sind akademische Abschlüsse in den Fachrichtungen der Medizin, der Wirtschaft und der Ingenieurswissenschaft die beste Grundlage, um später ordentlich abzusahnen. Eine Ausnahme bildet laut Gehalt.de offenbar die IT-Wirtschaft, denn hier herrscht massiver Fachkräftemangel. So haben insbesondere dank der sich rapide entwickelnden Digitalisierung auch entsprechende Fachkräfte mit einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung hohe Einkommenschancen. So verdient ein IT-Sicherheitsmanager zum Beispiel rund 62.100 Euro im Jahr, natürlich immer regional unterschiedlich.

Die schlechtbezahlten Berufe

Dagegen sind Geisteswissenschaftler deutlich schlechter dran. Das mittlere Einkommen bei Jobeinstieg liegt bei mageren 22.500 Euro, auch weil zahlreiche Absolventen keinen studienrelevanten Job finden und stattdessen Stellen annehme, die nicht ihrer akademischen Qualifikation entsprechen.

Hüten sollte man sich zudem vor den schlechtbezahltesten Branchen: Dazu gehört die Küchenhilfe mit 19.600 Euro jährlich. Nur wenig besser werden Friseure und Kosmetiker entlohnt, nämlich mit im Schnitt rund 20.900 Euro. 22.586 Euro brutto jährlich erhalten Kellner und rund 23.600 Euro Zimmermädchen in Hotels. Auf Platz fünf und sechs der mies entlohnten Berufe stehen das Kassen- mit 23.800 Euro im Jahr und das Pflegepersonal mit 24.200 Euro. Darauf folgen Rezeptionisten mit 24.300 Euro, Call Center Agenten mit 24.300 Euro, Industrie Servicepersonal mit 24.500 Euro und Köche mit 25.300 Euro.

Ebenfalls im unteren Bereich der Gehaltstabelle pendeln sich Tourismus mit eigenem Servicepersonal (26.000 Euro) und Reisefachangestellten (27.800 Euro) sowie zahlreiche Jobs aus dem Sozial- und Gesundheitswesen ein. Darunter befinden sich etwa Arzthelfer (28.100 Euro), Altenpfleger (28.100 Euro), Physiotherapeuten (27.400 Euro), zahnmedizinische Fachangestellte (25.900 Euro) und Pflegepersonal (24.200 Euro).

Die Gehaltsanalyse

Generell gilt: je größer die Firma, desto besser die Bezahlung. Auch die Region spielt eine Rolle. Die höchsten Einstiegsgehälter werden in Baden-Württemberg und Bayern gezahlt, die niedrigsten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – allerdings sind hier die Lebenshaltungskosten auch niedriger. Wie Du am besten in die Gehaltsverhandlungen gehst, erklären wir Dir hier.

Bildquelle: iStock/gpointstudio, iStock/shironosov

Kommentare