Auf zu neuen Ufern

Jobwechsel: So klappt es mit dem Jobwechsel

 

Jobwechsel leicht gemacht

Sie will den Job wechseln

Den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung verspüren viele Menschen in Deutschland. Etwa 30 Prozent der deutschen Arbeitnehmer überlegen, den Job zu wechseln. Bei ca. 35 Millionen arbeitenden Deutschen ist das eine ganze Menge. Doch woran kann das liegen? Warum wollen so viele von uns einen Jobwechsel machen? Was können wir tun, wenn wir uns endgültig entschieden haben, nicht mehr in unserer alten Stelle tätig zu bleiben? Wie mach man das Beste aus meiner Kündigung? Hier erfahrt Ihr alles, was sich um den Jobwechsel rankt, was Ihr beim Jobwechsel beachtet solltet und wir Ihr zufrieden in Euren neuen Job einsteigen könnt.

Muss es ein Jobwechsel sein?

Am Anfang ist noch alles eitel Sonnenschein. Die Arbeit macht uns Spaß, auch wenn wir den ganzen Tag im Büro sitzen, anstatt mit unseren Freundinnen im Straßencafé zu relaxen. Doch was kann passieren, dass wir uns weniger wohl fühlen und dass jeder morgendliche Weg zur Arbeit zu einer Qual wird? Es gibt zahlreiche Gründe für das wachsende Bedürfnis nach einem Jobwechsel. Natürlich kann Auswandern oder ein Umzug des Lebenspartners ein Grund sein, doch meistens liegt der Wechsel in unserer Karriere oder in den Umständen in der Firma begründet. Abgesehen von mangelndem Interesse könnt Ihr erstmal versuchen, die anderen Dinge innerhalb der Firma zu regeln, bevor Ihr an einen Jobwechsel denkt. Manchmal lassen Chefs mit sich reden, was Veränderungen angeht. Natürlich muss dann auch eine Annäherung Eurerseits geschehen. Auch Weiterbildungen außerhalb der Arbeit können Fenster und Türen öffnen und Euch zu einem Karrieresprung verhelfen, der vielleicht auch etwas am Gehalt ändert.

Ist die Entscheidung zum Jobwechsel gut überlegt?

Oft ist aber der Grund für Eure Entscheidung für einen Jobwechsel nicht zu ändern. Wenn zum Beispiel das Betriebsklima in der Firma nicht stimmt, wird das meist auch so bleiben. So können kleine Zickereien und Antipathien ausarten und die Stimmung so beeinflussen, dass nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch die Arbeitsqualität darunter leidet. Wenn man andauernd Streit mit dem Chef hat, der eher in die unprofessionelle Richtung abrutscht, ist auch das ein Grund, sich für einen Jobwechsel zu entscheiden.

Doch Vorsicht! Nicht allzu voreilig entscheiden und niemals aus einer Laune oder einem Ärgernis heraus den Job wechseln. Das wird meistens bereut. Überlegt Euch gut, ob Ihr die Kraft für einen Jobwechsel habt. Klar, das Arbeitsklima und die Karrierechancen werden nach einem Jobwechsel eventuell besser, aber macht Euch bewusst, dass Ihr Euch nach einem Jobwechsel auch neu orientieren und einarbeiten müsst, was eine ganze Menge Arbeit bedeutet. Letztlich solltet Ihr abwägen, was sich für Euch mehr lohnt.

Vorbeireitungen für einen Jobwechsel

Ihr habt Euch entschieden, Euren alten Job aufzugeben und durch einen Jobwechsel woanders neu anzufangen. Tja, jetzt fängt das große Suchen an. Irgendwie ist es ein bisschen wieder so wie nach dem Abschluss, als man auch noch nicht genau wusste wohin. Doch jetzt habt Ihr bei der Jobsuche einen entscheidenden Vorteil: Ihr habt bereits Erfahrung und wisst, was Ihr wollt. Deshalb sollte man sich nun gut vorbereiten. Macht Euch klar, wer Ihr seid, was Ihr bereits geschafft habt, was Eure Stärken und Schwächen sind und vor allem auch, wohin Ihr genau wollt. Eine gute Selbsteinschätzung beeindruckt jeden neuen Chef. Dann seid Ihr beim Bewerbungsgespräch auf die meisten Fragen sicher gut vorbereitet.

Wenn Ihr Eure Kompetenzen und Interessen kennt, ist es dann auch viel einfacher, den Jobwechsel durchzuziehen und die richtige Stelle zu finden. Es werden mittlerweile kostenlose Tests angeboten, die auswerten können, was zu Euch passt. Zumindest können solche Tests Euch eine bestimmte Richtung anzeigen. Auch die Bundesagentur für Arbeit kann Euch da gut weiterhelfen. Ebenso bei der Jobsuche.

Jobwechsel: Job gefunden und dann?

Die Traumstelle ist gefunden. Am liebsten würdet Ihr direkt alle Eure Sachen packen und in die neue weite Berufswelt losziehen. Doch hier ist ein kluges Vorgehen von großer Wichtigkeit. Bevor Ihr keinen neuen Job in der Tasche habt, solltet Ihr Euren „alten“ weiterhin ertragen, auch wenn es Euch vielleicht schwer fallen mag. Nach Lücken im Lebenslauf wird nämlich immer gefragt. Also lieber erstmal alles in Ruhe regeln und einen Arbeitsvertrag abschließen. Von Versprechungen kann man sich hinterher leider nicht viel kaufen.

Nur wenn Ihr im neuen Job sicher anfangen könnt, ist es an der Zeit beim alten Arbeitgeber zu kündigen. Dabei jedoch auf Kündigungsfristen achten! Auf jeden Fall solltet Ihr versuchen, den alten Arbeitsplatz im besten Einvernehmen mit den Vorgesetzten und den Kollegen zu verlassen. Wenn möglich, räumt eventuelle Streitigkeiten aus dem Weg und wünscht alles Gute für die Zukunft. Man trifft Menschen immer zweimal im Leben und möglicherweise sind sie dann Kunden, Lieferanten, Kollegen oder vielleicht sogar Vorgesetzte. Aber auch hinsichtlich dieses „Networking“-Gedankens lohnt es sich oft, auch nach einem Jobwechsel in Kontakt zu bleiben. Vielleicht ist Euer ehemaliger Kollege der, der Euch in der Zukunft einer Firma weiterempfiehlt!

Jobwechsel: Nicht vergessen!

Wohl am wichtigsten für die Zukunft sind Eure Referenzen. Deshalb auf keinen Fall vergessen, sich ein aussagefähiges Arbeitszeugnis ausstellen zu lassen. Auch das ist ein Grund dafür, die Streitigkeiten mit den Kollegen oder vor allem dem Chef klein zu halten oder noch besser: aus der Welt zu schaffen. So haltet Ihr dann einen positiven Abschluss in den Händen, mit dem Ihr bei weiteren Arbeitgebern Eindruck schinden könnt. Nicht nur für Euren Alltag ist ein Jobwechsel eine große Veränderung. Es kann auch sein, dass ein er Auswirkungen auf die Betriebsrente hat. Dazu auf jeden Fall rechtzeitig informieren!

Jobwechsel – Jetzt geht’s los!

Den neuen Traumjob gefunden, Arbeitszeugnis in der Tasche und die letzten Arbeitstage im alten Job liegen hinter Euch? Ihr habt es geschafft, Ihr habt den Job gewechselt! Bevor der erste Arbeitstag losgeht, ist es jedoch wichtig, dass ihr Euch so gut wie möglich auf Eure neue Stelle vorbereitet. Das bedeutet, dass man schon vor dem Jobwechsel auf jeden Fall gut über die Firma und seinen Job Bescheid wissen sollte. Doch nicht nur ein paar Zahlen und geschichtliche Daten sind wichtig. Erkundigt Euch auch über ungeschriebene Verhaltensregeln und macht Euch mit der Unternehmenskultur vertraut. So werden Fettnäpfchen in der ersten Zeit vermieden und Ihr habt einen prima Start in ein neues Arbeitsleben.

Und zum Schluss haben wir eine kompakte Checkliste mit allen wichtig Schriiten für Euch, die Ihr beim Jobwechsel beachten solltet:

Jobwechsel Check 1. Geht sicher, dass die vorhandenen Probleme am Arbeitsplatz nur durch einen Jobwechsel zu lösen sind und es keine andere Möglichkeit für Euch gibt.

Jobwechsel Check 2. Kümmert Euch durch Bewerbung frühzeitig um eine neue Stelle und informiert Euch so gut es geht darüber.

Jobwechsel Check 3. Bleibt bei Eurem alten Job, solange Ihr keinen neuen Vertrag definitiv unterschrieben habt.

Jobwechsel Check 4. Kündigt rechtzeitig bei Eurem alten Arbeitgeber und beachtet genau Eure Kündigungsfrist.
Legt den Startzeitpunkt des neuen Vertrags also vorher so, dass er direkt nach der Kündigungsfrist beim alten Job beginnt.

Jobwechsel Check 5. Geht, wenn möglich, im Guten aus der alten Firma. Versucht, bestehende Probleme Eurerseits so gut es geht beizulegen.

Jobwechsel Check 6. Kümmert Euch rechtzeitig um ein angemessenes Arbeitszeugnis.

Jobwechsel Check 7. Im neuen Job angekommen, solltet Ihr Euch angemessen über Verhaltensregeln und Unternehmenskultur informieren.

Kommentar (1)

  • ballonfrau am 03.08.2012 um 11:37 Uhr

    einen Jobwechsel muss man sich heutzutage echt gut überlegen!