Ernährungsberaterin

Frage: Hallo Steffi, ich interessiere mich für den Bereich Gesundheit und Ernährung. Ist ein Studium in der Richtung schwer? welche Möglichkeiten gibt es überhaupt und wie sind die Berufsaussichten?

Antwort: Hallo,

obwohl das Nahrungsmittelangebot immer reichhaltiger wird, essen viele Menschen immer ungesünder. Deshalb hat die Ernährungs- und Gesundheitsbranche in letzter Zeit einen regelrechten Aufschwung erfahren – theoretisch ist das gut für Diätassistenten und Ernährungsberater. Praktisch ist es aber doch nicht so einfach, einen guten Job zu bekommen. Wie in vielen anderen Bereichen stehen deshalb Praktika und andere Qualifikationen auf der Tagesordnung. Auch Weiterbildungen und Spezialisierungen sowie eine hohe Flexibilität können bei der Jobsuche helfen. Aktuell kann man die Berufsaussichten für Ernährungswissenschaftler wohl als mittelmäßig bezeichnen.

Allerdings haben in den letzten Jahren immer mehr Universitäten Studiengänge zum Thema Ernährung eingerichtet haben. Sei es Ernährungswissenschaft, Haushaltswissenschaft oder Ökotrophologie (eine Kombination aus beidem), das Angebot in diesem Bereich ist groß. Viele Akademien locken außerdem mit Lehrgängen, die Dir innerhalb weniger Tage das nötige Wissen vermitteln sollen. Da wäre ich allerdings grundsätzlich skeptisch. Ernährungswissenschaft ist ein umfangreiches Feld und erfordert deshalb auch eine fundierte Ausbildung.

Fangen wir mit der klassischen Ausbildung zum Diätassistenten an. Die kannst Du an Berufsfachschulen innerhalb von drei Jahren absolvieren und Dich anschließend mit Weiterbildungen zusätzlich qualifizieren. Vor allem im Bereich „Bio“ sind aktuell Fachkräfte in der Lebensmittelindustrie gefragt.

Eine Übersicht der Studiengänge in Deutschland, die sich mit Ernährung und Gesundheit befassen, bietet die Ernährungs-Umschau. Ausgewählt wird meist über die Abinote – aber auch Auswahlverfahren stehen an der Tagesordnung. Obwohl man das vielleicht gar nicht denkt, ist das Studium übrigens sehr vielfältig. Biochemie, Anatomie und Lebensmitteltechnologie stehen ebenso auf dem Plan wie Statistik oder VWL. Entgegen aller Vorurteile bist Du später keine „studierte Hausfrau“, sondern hast ein anspruchsvolles Studium hinter Dir. Interesse an Naturwissenschaft solltest Du also auf jeden Fall mitbringen.

Die Jobmöglichkeiten nach einem Studium sind ziemlich vielfältig. Im Prinzip läuft es wie in den meisten Studiengängen – Du spezialisierst Dich über Kurswahl und Praktika. Ökotrophologen findet man in der Lebensmittelindustrie ebenso, wie in den Medien, der PR, Beratungsstellen, Verbraucherzentralen oder in Großküchen. Ganz sicher ist es ein Job mit Zukunft, der eine Menge Abwechslung bietet.


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