Fotografin

Fotografin

am 02.02.2009 um 11:10 Uhr

Frage: Hallo Steffi! Ich wollte fragen, wie die Chancen stehen, nächstes Jahr als Fotografin zu arbeiten. Ich würde meine Fähigkeiten und Interessen in Sachen Fotografie gerne in den Beruf investieren! Muss man auch eine Ausbildung als Fotolaborantin absolvieren und wie sind die Aufstiegschancen? Kate

Antwort: Hallo Kate,

zunächst einmal wäre es wichtig zu wissen, was genau Deine Ziele sind. Möchtest Du eine Ausbildung zur Fotografin machen? Oder möchtest Du freiberuflich arbeiten? Falls Du noch keine Ausbildung gemacht hast, würde ich Dir raten, das auf jeden Fall zu tun oder ein entsprechendes Studium zu absolvieren. Leider sind die Berufsaussichten für Fotografen derzeit nicht besonders rosig. „Ungelernte“ Fotografen, die ihre Arbeit zu Dumpingpreisen anbieten, überschwemmen den Markt. In der Werbebranche und für große Aufträge sind aber nach wie vor gelernte Fotografen gefragt – allerdings kämpfen auch hier viele gute Fotografen um begrenzte Aufträge. Durch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung und -produktion werden die Berufsaussichten zusätzlich erschwert. Der Trend geht zum Fotodesginer statt zum klassischen Fotografen, vielleicht ist das ja eine Option für Dich.

Solltest Du Dich trotzdem für eine Ausbildung zum Fotografen entscheiden, solltest Du wissen, dass diese relativ schlecht bezahlt ist (zwischen 120 und 290 Euro, je nach Betrieb und Lehrjahr), da heißt es also Zähne zusammenbeißen und das Geld zusammen halten. Eine Alternative zur klassischen Fotografie-Ausbildung ist zum Beispiel die Ausbildung an der KISD Köln. Sie enthält Elemente eines Designstudiums und ermöglicht Dir daher auch die Arbeit im digitalen Arbeitsbereich. Allerdings kommen hier auf ein bis zwei freie Plätze bis zu 250 Bewerber.

Um auf Deine zweite Frage zu kommen: als Fotografin brauchst Du keine Ausbildung zur Fotolaborantin – das sind zwei getrennte und ganz unterschiedliche Berufe. Während die Fotografie unter die Handwerksordnung fällt (HwO), ist Fotolaborant eher ein technisch orientierter Ausbildungsberuf und fällt unter das Berufsbildungsgesetz(BBiG).

Denk doch mal darüber nach, ein Studium in Richtung Fotodesgin aufzunehmen – bei diesem Studium ist auch das technologische Grundwissen enthalten. Fotografen, die auch diese Komponenten beherrschen und beispielsweise Animationen anbieten können, erhöhen deutlich ihre Chancen, erfolgreich in diesem Beruf zu arbeiten. Natürlich sind die Schwerpunkte Technik oder Kreativität je nach Uni unterschiedlich gesetzt. Du solltest Dir also im Vorfeld überlegen, in welche Richtung Du gehen möchtest und die Hochschule entsprechend aussuchen. Außerdem ist es ratsam, ein Auslandssemester zu machen, um Deine Flexibilität zu beweisen.

Fotodesgin kannst Du an vielen FHs und Designakademien studieren – meistens muss man zur Bewerbung eine Mappe mit den eigenen künstlerischen Arbeiten einreichen. Schau doch zum Beispiel mal beim hochschulkompass, um eine Uni in Deiner Wunschstadt zu finden.


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