Staatlcihe Förderung

BAföG für jeden?

Hast Du einen Anspruch auf BAföG?

Sparschwein mit Geldschein im Schlitz.

Geld ist wichtig fürs Studium.

Den Kühlschrank plündern, dreimal täglich duschen, Papas XXL-Flatrate nutzen und Mamas Edel-Champagner für den nächsten Mädels Abend stibitzen – kein Problem, solange man zu Hause wohnt.
 Was es aber wirklich bedeutet, sich sein eigenes Brot zu verdienen und nebenbei noch sein Studium zu schmeißen, merkt man oft erst, wenn man Hotel „Mama & Papa“ verlässt und versucht, auf eigenen Füßen zu stehen.
 Gut, dass es finanzielle Unterstützung in Form von BAföG gibt!

Miete, Nahrungsmittel, Strom, Wasser, Telefon- und Internet-Kosten, Fahrticket, saftige Studiengebühren, Semesterbeitrag und Uni-Unterlagen sind bloß die Basics – schließlich will man ja leben! Da kommen noch das ein oder andere Paar Schuhe, Geburtstagsgeschenke, durchzechte Partynächte oder ein kleiner Urlaub dazu.
 Da stellt sich bald die Frage: Wie um alles in der Welt soll ich das bezahlen?

BAföG – der Retter in der Not

Von BAföG hat wohl jeder schon einmal gehört, aber viele wissen gar nicht, ob sie überhaupt Anspruch auf den nützlichen Zuschuss haben. Wir bringen Licht ins Dunkel und klären ein für alle Mal die Fragen nach dem Was, dem Wie und natürlich dem Wie viel.

Das Wichtigste zuerst – mit wie viel Geld kann ich bei BAföG etwa rechnen?

BAföG unterstützt Euch im Kampf gegen die finanziellen Belastungen während des Studiums – und zwar mit bis zu 585 Euro im Monat (seit dem Wintersemester 08/09 sogar bis zu 643 Euro). Jeder Student hat die Chance, BAföG zu beantragen – allerdings kommt nicht jeder in den Genuss, mit dem monatlichen BAföG-Höchstbetrag unterstützt zu werden. Verschiedene Kriterien entscheiden, mit welchem monatlichen BAföG-Satz Ihr und Euer Studium gefördert werden. Wenn Ihr es ganz genau wissen wollt, könnt Ihr Euren Anspruch auch online bei so genannten „BAföG-Rechnern“ ausrechnen lassen.

Habe ich überhaupt Anspruch auf BAföG?

Auf jeden Fall müsst Ihr folgende Grundvoraussetzungen fürs BAföG erfüllen:
 Ihr solltet deutsche Staatsbürgerin sein oder aber eine Aufenthaltsgenehmigung mit Perspektive auf Integration in die deutsche Gesellschaft vorweisen können. Des Weiteren könnt Ihr BAföG nur beantragen, wenn Ihr unter 30 Jahre jung seid. Ihr müsst nachweisen, dass Ihr den Studiengang, für den ihr die finanzielle Förderung durch BAföG beantragt, auch absolviert – teilweise mit Leistungsnachweisen.

Welche Kriterien entscheiden über meinen BAföG-Anspruch?

Wenn Ihr diese Auflagen erfüllt, könnt Ihr Euch auf die umfangreichen BAföG-Formulare stürzen. Unter anderem sind das Gehalt und Vermögen Eurer Eltern, Eure Wohnsituation, die Anzahl Eurer Geschwister und gegebenenfalls Euer eigenes Einkommen entscheidend für den BAföG-Betrag, mit dem Ihr später gefördert werdet. Solltet Ihr schon ein Kind haben, herrschen noch einmal Sonderkonditionen. 
Übrigens könnt Ihr bei besonderen Umständen auch BAföG während des Schulbesuchs oder während Auslandspraktika beantragen. Antragsformulare für solch ein Schüler- oder Auslands-BAföG findet Ihr in den Studentenwerken der jeweiligen Hochschule und bei den zuständigen Ämtern für Ausbildungsförderung.

Wie läuft die BAföG-Rückzahlung ab?

Sobald Ihr Euer Studium mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen habt, müsst Ihr Euch vom geliebten und vertrauten BAföG auch schon wieder verabschieden: Die BAföG-Rückzahlung steht an – schließlich ist BAföG trotz aller Vorzüge ein Darlehen. Allerdings wäre euer Studienfinanzierer nicht so beliebt, wenn er nicht auch hier durch einige Vorzüge glänzen würde:

 Das BAföG-Darlehen ist zinslos und hebt sich somit von allen klassischen Bankkrediten deutlich ab.

Wie viel BAföG muss ich zurückzahlen?

Insgesamt müsst Ihr maximal 10.000 Euro BAföG abbezahlen, auch wenn Ihr während Eures Studiums einen höheren BAföG-Betrag in Anspruch genommen habt.
 Erst spätestens fünf Jahre nach Studienabschluss müsst Ihr mit der BAföG-Rückzahlung beginnen – es bleibt Euch also genügend Zeit, einen festen Arbeitsplatz mit gutem Einkommen zu suchen.

Wie lange habe ich für die BAföG-Rückzahlung Zeit?

Bis zu 20 Jahre könnt Ihr Euch mit der Abzahlung des BAföGs Zeit lassen – bei einer monatlichen Mindestrate von 105 Euro. Falls also alles schief gehen sollte, bleibt genug Zeit, sich einen echten Millionär zuzulegen – bei dem müsst Ihr auch garantiert nichts zurückzahlen.

BAföG: Fleiß wird belohnt…

Die ein oder andere Party, der ein oder andere Nebenjob, der ein oder andere Auslandsaufenthalt – alles Dinge, die Ihr euch während Eures Studiums auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Trotzdem dürft Ihr Euer Ziel nicht aus den Augen verlieren: Euren Studienabschluss! Denn wer sich ab und zu auf den Hintern setzt und das Vorlesungsskript auch tatsächlich einmal anschaut, anstatt Papierblumen daraus zu basteln, erntet besondere Anerkennung vom BAföG-Amt – und besondere Vorzüge:

 15 bis 25 Prozent des Darlehens werden Euch erlassen, wenn Ihr es unter die dreißig besten Prüfungsabsolventen schafft.

…und Schnelligkeit auch!

Auch besonders schnelle Studentinnen werden vom BAfög-Amt belohnt: Zwischen 1.000 Euro und 2.500 Euro werden Euch erlassen, wenn Ihr ab und an mal Vollgas gebt und vor der BAföG-Förderungshöchstdauer fertig werdet. Solltet Ihr zu unerwartetem Reichtum kommen, könnt Ihr diesen wie folgt nutzen: Zwischen 8 und 50 Prozent BAföG werden Euch erlassen, wenn Ihr das BAföG-Darlehen schon vor dem Fälligkeitsdatum zurückzahlt.
 Ihr seht also: Bafög ist ein echter Gentleman und ein edler Verfechter Eurer Bildungsrechte – und Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen, dass nach dem Studium ein riesiger Schuldenberg wegen BAföG auf Euch wartet. Sicherlich gibt es noch andere Geldquellen, wie Studienfonds, Bankkredite, Nebenjobs oder Stipendien – keine dieser Finanzierungsmöglichkeiten bieten aber die gleichen, unkomplizierten Konditionen wie BAföG.

BAföG im Klartext

1. BAföG Anspruchberechtigt ist grundsätzlich jede deutsche Staatsbürgerin unter dreißig Jahren. Auch ausländische Staatsbürger mit Aufenthaltgenehmigung beziehungsweise Perspektive auf Integration in die deutsche Gesellschaft können einen Antrag auf BAföG stellen.
2. Der Förderungshöchstbetrag bei BAföG liegt derzeit bei 643 Euro.
3. Ihr müsst nachweisen können, dass ihr Euer Studium auch tatsächlich absolviert.
4. Über die Höhe des BAföG Zuschusses entscheiden Gehalt und Vermögen Eurer Eltern, Eure Wohnsituation, die Anzahl Eurer Geschwister und gegebenenfalls Euer eigenes Einkommen.
5. Das BAföG-Darlehen ist zinslos und die Rückzahlung beginnt spätestens fünf Jahre nach Abschluss des Studiums. Danach könnt Ihr Euch mit monatlichen Mindestraten von 105 Euro bis zu zwanzig Jahre Zeit lassen.
6. Der maximale BAföG-Rückzahlungsbetrag liegt bei 10.000 Euro.
7. Wer besonders erfolgreich und schnell studiert, hat gute Chancen auf einen BAföG-Teilerlass.
8. Und hier geht es zum BAföG-Antragsformular!

 

Kommentare (2)

  • gentle am 27.01.2010 um 20:06 Uhr

    finde ich toll wie das erklärt wird...als erste infoquelle super!

  • PinkGlam am 29.06.2009 um 14:57 Uhr

    oh wusst ich gar nicht so genau