Germanistik studieren

Frage: Hallo Steffi, ein Germanistikstudium interessiert mich sehr. Allerdings möchte ich auf keinen Fall Lehrerin werden. Nun habe ich schon ziemlich häufig gehört, dass die Chancen auf einen anderen guten Beruf (mit einigermaßen guter Bezahlung) nach diesem Studium eher schlecht stehen. Das verunsichert mich, vor allem, weil ich mir zur Zeit kein anderes Studium vorstellen kann. Vielleicht weißt Du genaueres zu diesem Thema. Danke!

Antwort: Hallo,

natürlich ist es klug, sich schon vor Studienantritt über die Berufsaussichten zu informieren. Allerdings werden zurzeit, natürlich auch wegen der schlechten Wirtschaftslage, sehr vielen Absolventen miserable Berufschancen vorausgesagt. Das gilt für Geisteswissenschaftler genauso wie für Biologen, Architekten und viele andere Berufsgruppen. Über individuellen Erfolg sagen solche Trends aber meistens wenig aus und natürlich können sich die Berufschancen in den Jahren Deines Studiums stark verändern.

Um den passenden Studiengang auszuwählen, würde ich deshalb nach persönlichen Interessen und Talenten entscheiden. Was nützt Dir ein guter Verdienst, wenn Du in Deinem Job nicht glücklich wirst? Bei der Germanistik ist es wie mit vielen Geisteswissenschaft – Absolventen dieser Bereiche müssen sich selbst aktiv dafür einsetzen, das eigene Qualifikationsprofil zu verbessern. Das bedeutet, dass Dich heutzutage praktische Erfahrungen und gute Beziehung weiter bringen. Oft ist es auch hilfreich, Dich während des Studiums auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren und ein regelrechter Experte auf diesem Gebiet zu werden.

Wo Du letztendlich arbeitest, hängt eigentlich ganz von Dir selbst auf – die Germanistik ist nämlich sehr breit gefächert. Von historischer Forschung über die Medienbranche bis hin zur Unternehmenskommunikation: Im Studium werden nur die Grundlagen vermittelt, Deinen beruflichen Weg musst Du selbst finden.

Um möglichst viel aus Deinem Studium herauszuholen, möchte ich Dir allerdings zwei Dinge empfehlen. Erstens solltest Du Dich genau über Studieninhalte informieren. Viele Studienanfänger wissen zum Beispiel nicht, dass Germanistik auch Mediävistik und germanistische Linguistik beinhaltet. Wenn Dich diese Bereiche nicht interessieren, wäre zum Beispiel ein Studium der Kultur- und Literaturwissenschaft sinnvoller. Weißt Du umgekehrt jetzt schon, dass Du später einmal in der freien Wirtschaft und nicht in der Forschung arbeiten möchtest, kannst Du Dir eine Studienkombination aussuchen, die auch Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre vermittelt. Solche kombinierten Studiengänge gibt es jede Menge, Du müsstest Dir allerdings einmal die Mühe machen, genau danach zu suchen.

Zweitens kann ich nur noch einmal betonen, wie wichtig praktische Erfahrungen sind. Das poliert nicht nur Deinen Lebenslauf auf, auch für Dich selbst ist es unheimlich hilfreich, Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche zu bekommen. Wenn Du nicht weißt, welche Praktika in Frage kommen, statte doch einmal der nächstgelegen Uni einen Besuch ab. Oft kann Dir die Studienberatung hilfreiche Tipps geben, aber besser wäre es wahrscheinlich sogar, mal einen Germanistik-Dozenten zu kontaktieren und Dich von solch einem Experten beraten zu lassen.

Mehr Infos zum Studium bietet Dir auch Studilux.


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