Studie DGB
Jessica Tomalaam 23.11.2017

Schnell noch eine E-Mail beantworten, obwohl es schon weit nach Feierabend ist. Den Laptop mit nach Hause nehmen, weil der Tag einfach wieder nicht gereicht hat, um die Aufgaben zu erledigen. Überstunden machen, weil kurzfristige Projekte zum Abschluss gebracht werden müssen. Situationen, die anscheinend viele Deutsche, nur zu gut kennen, sagt zumindest eine neue DGB-Studie.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie „Gute Arbeit“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sind ziemlich erschreckend. Rund 5.000 Beschäftigte aus verschiedenen Altersgruppen und Branchen wurden für den Report befragt. Das Ergebnis: Fast jeder zweite Deutsche ist nach der Arbeit wohl „sehr häufig“ oder „oft“ zu kaputt, um noch viel Energie in sein Privatleben zu stecken. Woran liegt das?

Privates kommt zu kurz

41 Prozent der Beschäftigten gaben an, dass sie eine arbeitsbedingte Erschöpfung daran hindert, dass sie sich um private oder familiäre Angelegenheiten kümmern können. Für rund 27 Prozent entstehen Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Privatleben eher dadurch, dass sie zu wenig Zeit haben. Da scheinen auch flexiblere Arbeitszeitmodelle, die in der Vergangenheit von vielen Unternehmen eingeführt wurden, nicht wirklich eine Lösung zu sein. Natürlich gibt es noch ganz andere Möglichkeiten, seine Work-Life-Balance* zu verbessern. Denn Freizeit ist möglicherweise nicht der einzige Aspekt, der Menschen in der Arbeitswelt glücklich macht. Schließlich lernt manch einer auch seinen Partner im Beruf kennen. Im Video siehst du, welche Werte Beschäftigte sonst noch im Job schätzen:

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Ständige Erreichbarkeit als Stressfaktor

Ein großes Problem scheint auch das Gefühl zu sein, dass die Mitarbeiter ständig für ihren Arbeitgeber erreichbar sein müssen. 56 Prozent gaben an, deshalb Vereinbarungsschwierigkeiten mit ihrem Privatleben zu haben. Ein großes Thema sind Arbeitszeiten von 45 und mehr Stunden. Für 52 Prozent ergeben sich daraus Schwierigkeiten bei der Gestaltung ihrer Freizeit. Bei Frauen liegt dieser Anteil sogar bei 47 Prozent. Besonders für Frauen, die Vollzeit arbeiten, wird es übrigens schwieriger, Beruf und Privatleben zu vereinen. Zum Beispiel weil sie auch noch die Hausarbeit übernehmen müssen, die wohl immer noch ziemlich ungleich verteilt ist. Kein Wunder, denn wie unsere Autorin nach dem Einzug ihres Freundes festgestellt hat, haben Männer und Frauen ganz unterschiedliche Auffassungen von Sauberkeit und Ordnung.

Welche Erfahrungen hast du im Job gemacht? Kannst du die Ergebnisse der Studie in einigen Punkten nachvollziehen oder siehst du einfach zu, dass du dir genügend Zeit für dein Privatleben nimmst? Wir freuen uns auf deine Meinung in den Kommentaren.

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Bildquelle:

iStock/cyano66


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