Hochzeitsplaner

Traumjob?

Hochzeitsplaner

am 15.05.2014 um 17:30 Uhr

Nicht erst seit den diversen TV-Sendungen von Wedding Planer Frank Mathée ist der Berufswunsch Hochzeitsplaner in Deutschland en vogue. Gerade Frauen sehen in diesem Berufsbild all ihre Träume vereint und würden lieber heute als morgen die Trauungen anderer Menschen organisieren. Doch ist das wirklich so einfach? Wie wird man eigentlich Hochzeitsplaner? Und was kann man in diesem Job verdienen? Wir haben die wichtigsten Infos für Dich zusammengefasst.

Die eigene Hochzeit zu organisieren, ist für viele Frauen eine der spannendsten Phasen des Lebens. Doch leider ist der schönste Tag des Lebens viel zu schnell vorbei. Wieso sollte man seine Erfahrungen also nicht nutzen und als Hochzeitsplaner andere Paare durch ihr Fest begleiten? Diese Frage stellen sich viele Frauen – und auch einige Männer – nach oder sogar noch vor ihrem eigenen großen Tag. Schließlich hat es in den letzten Jahren wohl kaum ein Job so schnell in die Riege der Traumberufe geschafft wie der Hochzeitsplaner. Insbesondere in den USA hat der Beruf des Wedding Planers eine große Tradition, die auch immer mehr nach Deutschland hinüberschwappt. Immerhin ist eine Hochzeit für viele Paare nicht nur eine große finanzielle Investition, sondern auch mit sehr viel Stress und Zeitaufwand verbunden – immer häufiger möchten daher auch hierzulande Brautpaare diese Last in erfahrene Hände geben und dadurch sicherstellen, dass ihr Fest auch wirklich zum schönsten Moment ihres Lebens wird. In diesen Fällen hilft der Hochzeitsplaner!

Ein Hochzeitsplaner muss viele Qualitäten mitbringen

Auch wenn ein Hochzeitsplaner häufig mit Romantik in Berührung kommt und sich an Wochenenden auf vielen Festen herumtummeln darf: In der Praxis ist dieser Job harte Arbeit. Doch was gehört eigentlich zu diesem Beruf dazu?

Hochzeitsplaner bei der Arbeit

Hochzeitsplaner: Ist der Job wirklich ein Traumberuf?

Dies ist nicht in einem Satz zu beantworten. Zum einen bieten viele Wedding Planer ihren Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket an. Das bedeutet, dass sich der Hochzeitsplaner in Absprache mit dem Paar um sämtliche Fragen der Hochzeitsorganisation kümmert. Gerade das macht den Beruf so abwechslungsreich. Schließlich muss sich der Organisator nicht nur um eine wunderschöne Location kümmern, sondern auch bei der Suche nach dem perfekten Hochzeitskleid helfen, den Blumenschmuck aussuchen oder eine stimmungsvolle Band für den Abend finden. Das klingt nach einem spannenden Job, oder? Das ist er auch, allerdings ist dies nur eine Seite der Medaille. Nicht umsonst lastet auf einem Hochzeitsplaner auch ein großer Druck. Immerhin knüpfen die meisten Paare an ihren Hochzeitstag extrem hohe Erwartungen, die der Organisator der Feier als Profi auch zu erfüllen hat. Kleine Fehler, die in anderen Jobs vielleicht nicht ins Gewicht fallen, können sich in diesen emotionalen Momenten in den Augen des Brautpaars daher schnell zu größeren Katastrophen entwickeln. Ein dickes Fell ist aus diesem Grund eine der wichtigsten Fähigkeiten, die ein Hochzeitsplaner mitbringen muss. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, ist auch ein gutes Einfühlungsvermögen besonders wichtig. Schließlich solltest Du als Wedding Planer versuchen, die Vorstellungen Deiner Kunden zu erraten und zu erfüllen – und nicht Deine eigenen. Darüber hinaus benötigt ein Hochzeitsplaner natürlich ein herausragendes Organisationsgeschick sowie das Talent, sich ein großes Netzwerk aufzubauen und dieses zu nutzen. Gerade in Notfallsituationen kann es entscheidend sein, einen guten Draht zum örtlichen Friseur oder dem besten Floristen der Stadt zu haben, um auch unvorhergesehene Probleme schnell lösen zu können. Darüber hinaus besteht der Beruf des Hochzeitsplaners nicht nur aus kreativen Ideen und dem berühmten Händchen fürs Organisieren, sondern auch aus trockenen Fakten und genauer Planung. Daher solltest Du Dich nicht von heute auf morgen ins knallharte Hochzeitsplanungsgeschäft wagen, sondern Dich gründlich vorbereiten.

Wie wird man Hochzeitsplaner?

Genau an diese Vorbereitung zu kommen, ist für viele Berufseinsteiger allerdings das Hauptproblem. Der Begriff „Hochzeitsplaner“ ist in Deutschland bislang nämlich nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich theoretisch jeder so nennen und ein Geschäft aufziehen kann. Zwar erleichtert diese Regelung die Gründung Deiner eigenen Agentur, allerdings hat dies auch zur Folge, dass der Job Hochzeitsplaner kein klassischer Ausbildungsberuf ist. Daher tummeln sich sehr viele Quereinsteiger im Markt, die auf unterschiedlichsten Wegen zu ihrem Traumjob gelangt sind. Wenn Du gerade frisch von der Schule kommst und mit dem Gedanken spielst, als Wedding Planer zu arbeiten, bietet sich daher beispielsweise eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau an. Schließlich ist eine Hochzeit ein Event wie jedes andere auch, sodass es nicht schadet, das Handwerkszeug einer guten Veranstaltungsorganisation genau zu kennen. Auch Erfahrungen in der Gastronomie und dem Hotelmanagement sind von Vorteil. Ein noch stärkerer theoretischer Unterbau kann auch mit einem BWL-Studium gebildet werden. Innerhalb dieses Studiums kannst Du Dich später auf den Bereich Eventmanagement spezialisieren und damit gute Voraussetzungen für Deinen Berufseinstieg als Hochzeitsplaner schaffen. Zu guter Letzt haben auch die Industrie- und Handelskammern auf den Trendberuf reagiert, sodass Interessierten nun mehrwöchige Schulungen angeboten werden, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden können. Dabei erhältst Du einen Crashkurs in äußerst wichtigen Themen wie Marketing, Kundenakquise oder Existenzgründung, die Dir Deinen Berufsalltag als Hochzeitsplaner mit Sicherheit erleichtern werden.

Wie viel Geld kann man als Hochzeitsplaner verdienen?

Die gute Nachricht zuerst: Nach oben sind Deinem Verdienst eigentlich keine Grenzen gesetzt. Da die meisten Hochzeitsplaner als Selbstständige ihren Lebensunterhalt verdienen, gilt das Motto: Du selbst bist Deines Glückes Schmied! Wenn Du also viele Kunden für Dich gewinnst, deren Wünsche erfüllst, bevor sie überhaupt entstehen, Dir einen Namen machst und große Hochzeiten organisieren darfst, kann der Job äußerst lukrativ sein. Dein Gehalt kannst Du mit Deinen Kunden schließlich frei aushandeln. Als Faustregel gilt hierbei: Ein Hochzeitsplaner erhält für seine Dienstleistungen etwa 10 Prozent der Gesamtkosten der Hochzeit. Je aufwändiger die Feier und je schwieriger die Organisation also ist, desto höher entwickelt sich im Normalfall auch der Lohn. Da durchschnittliche Hochzeiten sich meist in einem Kostensegment von 10.000 bis 15.000 Euro bewegen, ist aber längst nicht jede Feier so ertragreich. Darüber hinaus ist der Markt der Hochzeitsplaner hart umkämpft und die Sicherheit, wirklich zu jedem Zeitpunkt des Jahres ausgelastet zu sein und damit gutes Geld zu verdienen, hat man in diesem selbstständigen Berufsbild nie. Dennoch ist der Job des Wedding Planers definitiv ein Beruf mit Zukunft. Schließlich nimmt die Zahl der Paare, die einen Hochzeitsplaner in Anspruch nehmen wollen, Jahr für Jahr zu. Dies liegt zum einen daran, dass die Brautpaare heutzutage immer älter werden und sich – als Berufstätige – diese Dienste leisten können, und zum anderen daran, dass viele Paare beruflich und familiär immer stärker eingebunden sind und ihnen einfach die Zeit fehlt, ihre Hochzeit selbst vorzubereiten. Das heißt: Mit einer guten Vorbereitung, reichlich Durchhaltevermögen, Verlässlichkeit und dem Schuss Kreativität kannst Du Dir Deinen Berufswunsch definitiv erfüllen.

Der Traumjob des Wedding Planers gehört wohl zu den abwechslungsreichsten Berufsbildern überhaupt. Schließlich kommt man als Hochzeitsplaner mit den unterschiedlichsten Menschen und Wünschen in Kontakt. Dennoch sollte man sich nicht vollkommen unvorbereitet und voller romantischer Träume auf den Markt wagen. Eine gute Planung Deines Berufseinstiegs, eine sprudelnde Kreativität und viel Fleiß sind die Grundvoraussetzungen, um als Hochzeitsplaner erfolgreich zu sein.

Bildquelle: © omgimages / iStock / Thinkstock


Kommentar (1)

  • Kiky27 am 13.06.2014 um 14:07 Uhr

    Hochzeitsplaner ist bestimmt ein spannender Beruf. Schließlich hat man viel mit Menschen zu tun und muss sich täglich auf neue Situationen einstellen. Allerdings würde mich das berufliche Risiko immer ein wenig davon abschrecken, Hochzeitsplaner zu werden.