Medizinstudium ohne NC

Frage: Ich besuche die 12. Klasse eines Gymnasiums. Mein Traum ist es, Medizin zu studieren, aber es sieht nicht so aus, als ob ich den dafür erforderlichen Abi-Durchschnitt erreichen werde. Nun habe ich gehört, dass in manchen Ländern kein NC erforderlich ist. Ist da zufällig auch ein deutschsprachiges Ausland dabei wie Österreich oder die Schweiz?

Antwort: Hallo,

es stimmt dass der Numerus Clausus für ein Medizinstudium in den letzten Jahren immer weiter nach oben geklettert ist. Mittlerweile braucht man in Deutschland einen Abiturschnitt von 1,3 und besser, um direkt an einer Uni angenommen zu werden. Das ist übrigens kein willkürlich festgesetzter Wert, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, das jährlich erneut von der ZVS ermittelt wird. Auch Wartesemester werden bei der Vergabe berücksichtigt. Außerdem führen immer mehr Universitäten individuelle Auswahlgespräche durch, in denen Du überzeugen kannst. Ab 2011 soll das Auswahlverfahren übrigens deutlich verbessert werden – mehr dazu erfährst du unter medi-learn.de.

Wer nicht so lang warten möchte, hat natürlich auch die Möglichkeit, im Ausland zu studieren. Länder wie Holland, Österreich oder die Schweiz arbeiten zwar generell weniger mit dem NC, trotzdem besteht für Medizin fast überall eine „Zugangsbeschränkung“. Ganz so einfach ist es also leider nicht, ein Studium im Ausland zu beginnen. In Österreich wird beispielsweise durch einen Eignungstest festgestellt, ob Du gut genug für das Studium bist. Mehr Infos zu diesem Test und dem Medizinstudium in Innsbruck und Wien findest Du auf der Seite der Uni Wien. Außerdem führte Österreich bereits 2006 eine sogenannte Schutzquote ein, die 75 Prozent der Studienplätze für österreichische Studenten reserviert.

In der Schweiz ist es noch etwas schwieriger. Auch hier ist das Bestehen eines Eignungstests Voraussetzung, allerdings ist es in der Schweiz fast unmöglich, als EU-Ausländer einen zulassungsbeschränkten Studienplatz zu ergattern. Leider ist es ausgerechnet der Studiengang Medizin, der wegen der hohen Nachfrage mit einem NC versehen wurde. Mehr Informationen zu Aufenthaltsgenehmigung und Bedingungen findest Du hier.

Als Alternative verschlägt es viele Bewerber nach Osteuropa. Rumänien und Ungarn erfreuen sich dank fehlendem NC großer Beliebtheit. Deutschsprachige Studiengänge bietet beispielsweise die Semmelweis Universität in Budapest.

Soll es doch lieber Deutschland sein, wäre für Dich auch ein Medizinstudium bei der Bundeswehr möglich, das Du im Rahmen einen Offiziers-Ausbildung absolvieren kannst. Gute Noten sind zwar auch hier von Vorteil, allerdings ist der NC längst nicht so hoch wie beim normalen Medizinstudium. Infos zu Vergütung, Verpflichtung und Bewerbung findest Du auf der Seite der Bundeswehr.


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