Moderatorin: Wie werde ich das?

Frage: Ich würde unheimlich gerne Moderatorin im Fernsehen werden, aber weiß nicht wie ich das anstellen soll. Wie bewerbe ich mich am besten und welche Qualifikationen muss ich mitbringen? Ich wäre für eine Antwort wirklich sehr dankbar.

Antwort: Hallo,

Moderatorin ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Das bedeutet, dass die Wege dorthin ganz unterschiedlich sein können. Allerdings haben die meisten Moderatoren einen journalistischen Hintergrund. Reine Sprecher, die ihren Beitrag nicht auch selbst schreiben können, gibt es in Deutschland nahezu nicht mehr.

Deshalb solltest Du versuchen, zunächst eine Position als Redakteurin zu bekommen. Es gibt zwar auch Quereinsteiger, aber der klassische Weg dahin führt über ein Studium. Das kannst Du an einer normalen Universität, aber auch an Journalistenschulen absolvieren. Da hier oftmals auch Leute aus der Praxis unterrichten, kannst Du so bereits hilfreiche Kontakte in die Branche knüpfen. Um Moderator zu werden, braucht es neben dem Talent nämlich auch Beziehungen und ein bisschen Glück.

Da Moderation aber nicht unbedingt Teil der journalistischen Ausbildung ist, solltest Du zusätzlich spezielle Workshops und Seminare besuchen, in denen Du den Einsatz Deiner Stimme, Dein Auftreten und sogar die Spontaneität vor der Kamera erlernen und trainieren kannst. Fast jeder arbeitende Moderator in Deutschland hat solche Trainings besucht und bildet sich regelmäßig weiter. Und: sammle möglichst früh praktische Erfahrungen. Das können Praktika bei Radio und Fernsehen sein, aber auch Animateur-Jobs oder das Mitwirken im Theater helfen Dir als Moderations-Training.

Den Einstieg in die Medienlandschaft schaffst Du dann über ein Volontariat, das ist sozusagen die Ausbildung für alle, die einmal in den Medien arbeiten möchten. Viele erfolgreiche TV-Moderatoren haben übrigens beim Radio angefangen. Diese Möglichkeit solltest Du also auch in Betracht ziehen.

Natürlich kannst Du Dich auch direkt auf eine Moderationsstelle bewerben, statt den Umweg über die Redaktion zu machen. Das ist aber in jedem Fall schwieriger, denn dann hast Du noch keine Erfahrungen im Medienbereich gesammelt. Da viele offene Stellen gar nicht erst ausgeschrieben werden, musst Du Dich außerdem oft initiativ bewerben.

Neben den klassischen Elementen wie Lebenslauf und Anschreiben, solltest Du Deiner Bewerbung ein schönes Foto und eine Aufnahme Deiner Arbeitsproben beilegen. Schließlich kommt es im Job ja vor allem darauf an, wie Du Dich vor einer Kamera präsentierst. Am besten ist es natürlich, wenn Deine Arbeitsproben aus tatsächlich ausgestrahltem Material bestehen. Wenn nicht, ist das aber auch nicht schlimm. Denk Dir einfach selbst etwas aus und sei dabei kreativ. Wichtig für einen Moderator ist vor allem, dass er ein Typ ist. Er braucht Bildschirmpräsenz und muss die Zuschauer mitreißen können. Alles andere kannst Du in der journalistischen Ausbildung lernen. Gefällt dem Sender Dein Material, nehmen sie Dich in ihre Datenbank auf und laden Dich zum nächsten Casting ein. Wenn die Grundlage stimmt, investieren die Sender nämlich auch in die Ausbildung Ihrer Moderatoren.

Generell solltest Du davon ausgehen, dass kein Moderator dort angefangen hat, wo er jetzt ist. Auch ein Günther Jauch hat einmal klein angefangen. Deshalb sei nicht frustriert, wenn es nicht gleich mit einem großen Moderationsjob klappt, sondern arbeite Dich einfach mit Einsatz und Spaß an Deinem Job nach oben.


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