Probezeit

Frage: Hallo Steffi, ich fange demnächst bei meiner ersten Arbeitsstelle an, aber ich habe Angst, in der Probezeit zu versagen. Worauf sollte man am Anfang besonders achten und was sollte ich vermeiden, damit ich die Probezeit überstehe?

Antwort: Hallo,

die Probezeit ist dazu da, dass sich Arbeitnehmer und -geber kennen lernen können und herausfinden, ob sie zueinander passen. Du musst also herausfinden, ob Du auf Dauer bei Deiner neuen Arbeitsstelle glücklich wirst. Umgekehrt wird man Dir natürlich auch auf den Zahn fühlen und Deine Leistungen besonders beobachten.

Der Erfolg der Probezeit beginnt oftmals schon mit dem Bewerbungsgespräch. Als Bewerber solltest Du darauf achten, Dich realistisch zu verkaufen und keine Versprechungen zu machen, die Du im Joballtag nicht halten kannst. Andererseits solltest Du Dich auch ganz genau über Deine zukünftige Tätigkeit erkundigen und nötigenfalls kritisch hinterfragen. So mancher Neuling hat schon eine böse Überraschung überlebt, weil er gar nicht wusste, wie sein Arbeitsalltag eigentlich aussehen würde.

In Deiner ersten Zeit im neuen Büro sind eine ausgewogene Balance von Interesse und Zurückhaltung wichtig. Sei freundlich und interessiert gegenüber Chef und Kollegen und vermeide auf jeden Fall Tratsch oder Lästereien.

Natürlich sind Dir am Anfang erst mal Regeln und Arbeitsabläufe fremd. Gerate also nicht in Panik, wenn Du nicht gleich alles weißt und kannst. Frag nach, wenn Du etwas nicht verstehst, aber achte darauf, dass Du damit Deine Kollegen nicht störst. Erst selbst nachdenken, dann gezielt fragen. Im Zweifelsfall sammle Deine Fragen im Laufe eines Tages und bitte um ein Gespräch. In manchen Unternehmen ist es üblich, dass Dir ein Pate zugeteilt wird, an den Du Deine Fragen richten kannst.

Auch Beurteilungsgespräche mit dem Chef sind wichtig, damit Du weißt, wo Du stehst und was Du verbessern kannst. Pflege am besten von Beginn an Dein Verhältnis zum Chef. Er hat Dich schließlich eingestellt und soll seine Entscheidung nicht bereuen.

Wenn Du Dich langsam eingearbeitet hast, fallen Dir vielleicht Dinge auf, die in Deiner Abteilung nicht optimal laufen. Aber Vorsicht: allzu viel Kritik wird in der ersten Zeit nicht gern gesehen. Auch wenn Du gerne alles umkrempeln würdest, lassen sich erfahren Kollegen von Neulingen nicht gern sagen, wie sie zu arbeiten haben. Hier ist erst einmal Zurückhaltung angesagt. Selbst wenn sich in der Firma alles mit Du ansprechen, solltest Du das übrigens nicht ungefragt übernehmen. Warte darauf, dass Dir das Du angeboten wird.

Das A und O in der Probezeit: beobachten. Wie sehen die Arbeitsabläufe aus? Gibt es bestimmte Verhaltensregeln, was Pausen und Unterbrechungen angeht? Wie sieht das soziale Geflecht aus? Wenn Du aufmerksam und interessiert durch die Probezeit gehst und Deine Qualitäten als Teamplayer hervorhebst, gibt es auch keinen Grund für eine Kündigung.


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