Schulische Ausbildung

Frage: Ich habe ein Frage zum Thema Ausbildung. Ist ein „normale“ Ausbildung besser als eine schulische Ausbildung? Oder ist beides gleichwertig? Welche Unterschiede, Vor- und Nachteile gibt es?

Antwort: Hallo,

es gibt verschiedene Arten der Ausbildung: die duale Ausbildung, die betriebliche Ausbildung und die schulische Berufsausbildung. Was davon das Richtige für Dich ist, hängt vor allem davon ab, welchen Beruf Du später ergreifen möchtest. Aber erst einmal allgemein zu den Vor- und Nachteilen.

Für die betriebliche Ausbildung brauchst Du mindestens einen Hauptschulabschluss. Es gilt jedoch: je besser und je höher der Anschluss, desto größer sind Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Ein eindeutiger Vorteil ist, dass Du schon während der Lehre bezahlt wirst – auch wenn die Höhe der Ausbildungsvergütung von Branche und Betrieb abhängig ist. Außerdem bekommst Du während solch einer Ausbildung schon jede Menge Praxiserfahrung, schließlich arbeitest Du mehrere Tage in der Woche direkt im Betrieb. Da Du während der Ausbildung gezielt in einen Betrieb eingearbeitet wirst, sind Deine Chancen recht gut, von diesem Betrieb übernommen zu werden. Andererseits kann diese Spezialisierung hinderlich sein, falls Du Dich nach Deiner Ausbildung in einem anderen Betrieb bewerben musst oder möchtest.

Bei der schulischen Ausbildung brauchst Du mindestens einen Realschulabschluss. Diese Form der Ausbildung dauert je nach Kolleg beziehungsweise Berufsfachschule zwischen ein und zwei Jahren (Grundausbildung) oder zwei und drei Jahren (Berufsausbildung). Außerdem besteht die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben, an einigen Schulen sogar die Hochschulreife. Die schulische Ausbildung hat den Vorteil, dass Du eine sehr breite Basis an Wissen und Kompetenzen erwirbst und deshalb für viele Unternehmen interessant bist. Auch wenn Praktika und praktische Übungen mit in den Schulalltag eingebunden werden, fehlt Dir allerdings die Menge an Berufserfahrung, die eine betriebliche Ausbildung mit sich bringt. Außerdem bekommst Du keine Ausbildungsvergütung, bist jedoch unter Umständen Bafög berechtigt. Bei der Wahl der Schule solltest Du darauf achten, dass der Abschluss staatlich anerkannt ist. Bei privaten Schulen musst Du außerdem mit einem Schulgeld rechnen. Wenn Du Dich dazu entscheidest, die Fachhochschulreife oder Hochschulreife zu erwerben, kannst Du anschließend sogar studieren.

Für eine duale Ausbildung beziehungsweise für ein duales Studium brauchst Du mindestens das Abitur. Um Dich an einer Uni oder FH für ein duales Studium bewerben zu können, musst Du außerdem bereits einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen können. Diese Art der Ausbildung ist mit ihren Uni- und Praxisphasen oft recht anstrengend und anspruchsvoll, dafür jedoch hast Du am Ende einen Hochschulabschluss und viele praktische Erfahrungen – eine sehr attraktive Mischung für den Arbeitsmarkt.

Jetzt geht es also darum, was für Dich die ideale Art der Ausbildung ist. Bei manchen Berufen, zum Beispiel im Sozial- und Gesundheitswesen sowie bei klassischen „Assistenz-Berufen“ (Gestaltungstechnische Assistentin, Chemisch-technische Assistentin etc.) ist sowieso nur eine schulische Ausbildung möglich. Solltest Du Dir noch nicht sicher sein, ob Du nicht später doch noch studieren möchtest, solltest Du ebenfalls die schulische Ausbildung wählen. Hast Du allerdings die Aussicht auf Deine Traumausbildung und möchtest nicht studieren, solltest Du die betriebliche Ausbildung auf alle Fälle in Angriff nehmen, denn die praktische Erfahrung, die Du hier sammelst sind nachher auf dem Markt viel Wert.


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