Spanisches Abitur, Studium in Deutschland?

Frage: Hallo Steffi, ich wohne seit 12 Jahren in Spanien. Zurzeit bin ich in der zwölften Klasse und beende dieses Schuljahr mein Abitur in Spanien. Seit einem Monat bin ich mit meinem Freund zusammen – er ist Deutscher und lebt natürlich auch in Deutschland. Ich überlege allerdings schon länger, in Deutschland zu studieren. Kannst du mir sagen, ob das mit einem spanischen Abitur geht? Ich habe vor, Biotechnologie oder ähnliches zu studieren. Kannst du mir ein paar gute Unis in Hessen nennen? Vielen Dank! Jasmin

Antwort: Hallo Jasmin,

An deutschen Unis kannst Du mit ausländischem Abitur in der Regel dann studieren, wenn das Abi als gleichwertig mit der deutschen Hochschulzugangsberechtigung anerkannt wird. Um das zu prüfen, stellt man in der Regel bei der jeweiligen Uni einen (kostenpflichtigen) Antrag – hier beispielsweise bei der Uni Mainz.

Generell gehört Spanien als EU-Land zu den Ländern, bei denen das Abitur als gleichwertig angesehen wird – Du solltest also eigentlich keine Probleme bekommen, wenn Du an einer deutschen Uni studieren möchtest. Da manche Regelungen allerdings Ländersache sind oder sich sogar von Uni zu Uni unterscheiden, ist es meist am sinnvollsten, sich direkt an die Hochschule zu wenden. Weitere Ansprechpartner sind außerdem das Kultusministerium und Hochschulstart (ehemals ZVS).

Wird Dein Abi nicht anerkannt, musst Du Dich auf Eignungsfeststellungsprüfungen oder Vorbereitungskurse einstellen. Da ich davon ausgehe, dass Du neben der spanischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft hast, bleiben Dir aber zumindest Sprachkurse und Tests erspart.

Zum Studium: unter Biotechnologie.de findest Du umfangreiche Infos zu Studiengang, Studienorten und Zulassungsvoraussetzungen. Die Karte zeigt Dir auf einen Blick, an welchen Hochschulen in Hessen Du Deinen Traumstudiengang in Angriff nehmen kannst. Einen guten Ruf haben in diesem Bereich vor allem die Unis in Heidelberg, Bonn, München und Freiburg – eine hessische Uni ist also leider nicht vertreten. Allerdings sollte man den Ruf solcher „Eliteschmieden“ eh nicht immer für bare Münze nehmen, denn oftmals kommt es auch darauf an, welche Schwerpunkte Dir liegen (eher medizinisch oder eher molekular) oder auf welchen Bereich, zum Beispiel Forschung oder Betreuung, Du besonders Wert legst.

Im Zweifelsfall schaue Dir einfach mal die Studiengangsbeschreibungen der einzelnen Unis an und bewerbe Dich auch über die Landesgrenzen hinaus. Was Deine Zukunft angeht, solltest Du keine Abstriche machen – auch wenn das bedeutet, dass der Weg zu Deinem Freund ein, zwei Stunden länger ist.


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