Chef Psychopath

Horrorboss

Studie: Darum sind Chefs häufig Psychopathen

Susanne Falleram 01.03.2017 um 16:23 Uhr

Ist Dein Boss einer der Sorte anstrengend, cholerisch, einfach nur mega ätzend? Dann könnte es sehr gut sein, dass in ihm ein kleiner (oder großer) Psychopath steckt. Eine neue Studie hat nämlich herausgefunden, dass Psychopathen nicht selten Chefposten innehaben. Doch warum ist das so?

Wissenschaftler der Universität Bonn fanden in einer Studie, die im Fachjournal „Personality and Individual Differences“ erscheint, heraus, dass es Psychopathen zum Teil einfach haben, die Karriereleiter hochzuklettern.

Das liegt nicht zuletzt an ihrem rücksichtslosen, antisozialen Verhalten. Freundlichkeit, Teamwork und Zusammenhalt haben bei ihnen keinen hohen Stellenwert. Stattdessen sind Psychopathen manipulativ, skrupellos und räumen Konkurrenten, ohne mit der Wimper zu zucken aus dem Weg. Zudem beweisen sie jedoch auch Risikobereitschaft, Selbstsicherheit und sind wahre Arbeitstiere. Das macht sie für Personaler attraktiv, denn genau so müssen Führungspersonen schließlich auftreten. Psychopathen legen oft berufliche Spitzenleistungen hin, glaubt man zumindest den Forschern aus Bonn.

Boss psychopathisch

Psychopathische Chefs: Beruflich Spitze, menschlich eine Katastrophe.

Angeblich sollen Psychopathen aber nicht durch die Bank weg fiese Typen sein: Haben sie eine hohe Bildung, spricht man eher von einer furchtlosen Dominanz, die sie an den Tag legen. Gegenüber Kollegen können sie sich trotzdem sozial verhalten. In Krisensituationen schaffen sie es am ehesten, einen kühlen Kopf zu bewahren. Chefs mit niedrigem Bildungsstand neigen dagegen eher dazu, zum klassisch bösartigen Psychopathen zu mutieren und können damit der Firma nachhaltig schaden.

Und, was meinst Du, zu welcher Art von Psychopath gehört Dein Chef? Oder hast Du einen richtig lieben Boss?

Bildquelle: iStock/imtmphoto


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