Ricos Kolumne
Rico Hetzscholdam 27.09.2017

Dating-Experte Rico Hetzschold versorgt dich in seiner Kolumne mit tollen Dating-Tipps und seinen Ansichten aus der Männerwelt. Als Gründer der Offline Barrunde „Face-to-Face-Dating“ verfügt er über Kenntnisse in den Bereichen Partnersuche, Partnerwahl und Partnerschaft.

Du hast eine Dreiecks- oder Dreierbeziehung noch nicht ausprobiert? Oder warst du einfach wenig erfolgreich dabei? Eigentlich kann man doch mehr als eine Person lieben, oder? Klar, zumindest wenn man Polyamorie als neues Beziehungsmodell in Erwägung zieht. Denn diese Beziehungsform ist mehr als nur ein einfacher, interessanter Trend für mehr Liebe und Sex.

Polyamorie ist im Trend und hat durchaus Vorteile: Sex mit mehreren Partnern verspricht Abenteuer, sexuelle Freiheit und dass du dich im Bett ausleben kannst. Von der einen Person gibt es das, was du von der anderen vielleicht nicht bekommst, dafür hat sie vielleicht andere Vorzüge. Liebe zu dritt birgt aber auch ihre Risiken. Wer mehr Nähe sucht und braucht, hat oft das Nachsehen.

Und für Fortgeschrittene gilt: man sollte jedem und allen gerecht werden. Und die, mit denen man das so macht, können das auch genauso halten. Deshalb sollten auch alle Beteiligten wissen, um was es genau geht. Ich rate deshalb dazu, sich erstmal selbst klar zu werden, was man will, bevor man eine polyamoröse Beziehung eingeht. Ihr solltet dabei locker bleiben, aber immer ehrlich nicht nur gegenüber den Partnern sein, sondern vor allem auch euch selbst.

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Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Schließlich hat der eine vielleicht etwas, was der andere nicht hat. Eine Dreierbeziehung kann die Lösung sein.

Sich über Erwartungen und Wünsche klar werden

Wer weiß, was er will, kommt auch leichter und mit den entsprechend passenden Partnern zu seinem Ziel. Auch das ist eine Frage der Definition: Polyamorie ist kein Seitensprung und keine offene Beziehung. Nein, Polyamorie bezieht sich auf Beziehungen, in denen mehr als zwei Personen miteinander zusammen sind. Alle Partner wissen darüber Bescheid und willigen in diese Beziehungsform ein. Und hier kommt schon die erste Hürde bei der Partnersuche und beim Daten: Du musst für dich klären, was du eigentlich willst. Ein Date? Den Traumpartner finden? Schnellen oder besseren Sex? Egal – Hauptsache etwas anderes? Mache ich das nur, weil es andere auch machen? Wenn du das für dich geklärt hast, dann wird es einfacher, eine passende Dreierbeziehung zu finden.

Neugierig geworden? In unserer Bildergalerie erzählen sechs Frauen, welche Erfahrungen sie beim Dreier gemacht haben:

6 Dreier-Erfahrungen von Frauen

Ehrlich sein und Grenzen definieren

Aufrichtigkeit erhöht die Trefferqualität ungemein. Oder aber man hat sich zusätzlich verliebt – dann ist das halt passiert. Nicht nur sich selbst gegenüber sollte man ehrlich sein, sondern auch den aktuellen Partner(n) sollte man reinen Wein einschenken. Alle müssen mitmachen. Wenn beide einverstanden sind, dann steht der Liebe zu dritt nichts mehr im Wege. Wichtig ist, dass du Grenzen für dich und die anderen definierst, damit es nicht zu chaotisch wird. Am Besten, ihr setzt euch in der Anfangszeit mal zusammen und schaut, wie eure Beziehung bisher funktioniert, um dann ein paar Regeln festzulegen.

Lasst es locker angehen

In der Liebe sollte man aber immer ehrlich und verbindlich sein, egal mit wie vielen Partnern. Dadurch können sich auch die Zahl der Wünsche, Probleme und Grenzen erhöhen – aber egal wie viele davon auftreten – ihr solltet diese auf keinen Fall zu locker sehen oder ignorieren. Generell gilt: Männer brauchen ganz konkrete Ansagen. Legt feste Tage für eure Dates fest. Wunschtermine der anderen sollten ebenso mit einbezogen werden. An Feiertagen oder im Urlaub solltet ihr die Zeit gerecht aufteilen. Am Besten plant ihr eure Zeit gemeinsam. Wie wäre es vielleicht mit einem Wochenende zu dritt?

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Wenn ihr drei euch richtig gut versteht, könnt ihr vielleicht sogar einen gemeinsamen Urlaub planen oder überlegen, ob ihr zusammenziehen wollt.

Diskret bleiben und Misserfolge akzeptieren

Wichtig ist es, auch an sein Umfeld zu denken, an Freunde, Bekannte oder Nachbarn: Wer da in einer konservativen Umgebung lebt, sollte die Treffen woanders organisieren. Am Besten man übernimmt selbst die Organisation. Und ihr solltet euch auch ein Limit setzen: Wenn die Daterei nichts bringt, ist es vielleicht an der Zeit Strategie oder Beuteschema zu wechseln. Am Besten wäre es, wenn sich die beiden auch mal kennenlernen. Ideal ist es natürlich, wenn sich alle drei verstehen – da geht dann auch mehr (vielleicht ein Dreier? Ob deine Beziehung dafür bereit ist, kannst du bei uns testen) oder eine feste polyamoröse Beziehung – zusammenziehen in eine Dreier-WG nicht ausgeschlossen.

Jeder liebt halt anders!

Ich denke, zu akzeptieren, dass Liebe eine Definitionssache ist, ist der Schlüssel dazu, die Idee von Polyamorie positiv zu leben. Eifersucht, Leid und Streit werden in solchen Dreierkonstellationen sicher nicht ausbleiben. Denn je mehr Menschen es gibt, mit denen man sich das eigene Leben teilt, umso weniger wird es dir selbst gehören. Von daher sollte man selbst wohl wenig Freiraum brauchen und viel Bedarf nach Beziehung haben, um so etwas auszuprobieren.

Polyamorie klingt vielversprechend und könnte ein bleibender Trend werden. Schließlich ist Carsharing allseits beliebt – wieso nicht auch Partnersharing. Vielleicht sollten wir deshalb auch zeitgemäß und tolerant damit umgehen, aber auch auf alles gefasst sein und ehrlich bleiben, damit man bei polyamorösen Verhältnissen auch das bekommt und gibt, was man wirklich will: sein Glück und das Glück der anderen. Und wenn man scheitert, geht man eben zurück auf Anfang: der Liebe zu zweit ...

Viel Erfolg und polyamoröse Grüße, euer Rico

Bildquelle:

iStock/vitapix, iStock/Sjale, iStock/jacoblund


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