Geständnis

„Ich habe meine Frau irgendwie betrogen“

Christina Cascinoam 16.08.2016 um 11:53 Uhr

„Ich habe meine Frau irgendwie betrogen“: Bei diesen Worten bleibt wohl jedem kurz der Atem stocken. Doch was sich hier zunächst als Geständnis eines Seitensprungs anhört entpuppt sich als romantisches Liebesgeständnis. Wir verraten Dir, was es mit dem romantischen Facebook-Post auf sich hat, der gerade das ganze Netz begeistert.

Eine Liebeserklärung der etwas anderen Art geht derzeit um die Welt und begeistert Tausende von Menschen im Internet. „Es ist mir peinlich, das zuzugeben, aber ich glaube, ich habe heute irgendwie meine Frau betrogen“: Mit diesen Worten beginnt der romantische Facebook-Post des amerikanischen Entertainers Jason Hewlett, der erzählt wie er sich im Supermarkt in eine andere Frau verliebt hat und damit mittlerweile über 300.000 Likes gesammelt hat.

Jason Hewlett begeistert mit eine ungewöhnlichen Liebeserklärung an seine Frau

Doch was hat es damit auf sich? Was sich zunächst als erschütterndes Geständnis eines Fremdgehers anhört, entpuppt sich zu einer wirklich rührenden Nachricht. „Die Sache war so: Ich war bei Target, um ein paar (…) Dinge einzukaufen. Als ich zur Kasse ging, sah ich in der Schlange vor mir diese Frau, die mich einfach umhaute. Ich dachte, ‘Wow, irgendein Glückspilz ist mit der zusammen’, und im Bruchteil einer Sekunde wurde mir klar, dass das meine Frau war! Wisst ihr, das war einfach in einem unerwarteten Kontext, meine Frau in demselben Geschäft zu sehen, in derselben Schlange. Wie sie ihr Leben lebte und keine Ahnung hatte, dass sie am selben Ort, zur selben Zeit, mit einem anderen Auto war.“

Jason besinnt sich seiner Gefühle

„Zwischen uns war eine Person in der Schlange, also sah ich einfach meinem süßen kleinen Schatz beim Einkaufen zu und schickte ihr Textnachrichten wie ‚Hey Hottie‘ und ‚Was kaufst du jetzt, mein Babelicious?‘. Aber nichts davon konnte ihre Aufmerksamkeit erregen. Sie suchte nach einem Coupon, den sie extra für diesen Einkauf zur Seite gelegt hatte. Also ließ ich es gut sein. Ich hätte sie natürlich auch ganz einfach blamieren können und aus der Reihe springen (…) aber stattdessen blieb ich einfach schweigend in der Schlange stehen und dachte still über meine Gefühle für diese Frau nach. Zu allererst war ich überwältigt davon, wie schön sie noch immer ist. Ich glaube, ich sehe das oft, aber heute, ohne zu wissen, dass sie in dem Geschäft war, habe ich sie mit ganz anderen Augen gesehen und konnte einfach nicht glauben, dass ich ihr Mann bin. Ich wurde rot – aber niemand konnte das sehen, dank meines monströsen Movember-Barts. Als Zweites überraschte es mich, dass sie mich überhaupt gar nicht bemerkte. Das ist sowohl eine gute als auch eine schlechte Sache. Gut, weil sie sich nicht nach anderen Männern umsieht. Gut, dass sie nicht den unheimlichen Typen mit dem Rauschebart bemerkt, der ihr über die Schulter schaut. Aber vielleicht ist das auch schlecht. Ich meine, was, wenn das nicht ich gewesen wäre? Ich muss ihr unbedingt noch ein zweites Pfefferspray besorgen.“

„Es ist gut, wenn wir unsere Liebsten mit anderen Augen sehen”

„Aber es war auch schlecht, weil mir klar wurde, das ich damals kurz davor war, aufzugeben. Ich hätte nie ihre Liebe für mich entfacht. All die Bemühungen, die ich damals auf mich nehmen musste, um überhaupt ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, damit sie mit mir ausging! Für einen Moment verspürte ich diese bereits bekannte Trauer vor dem Untergang, wie damals, als ich sie zum ersten Mal sah und sofort wusste, dass das unmöglich war. Aber irgendwie habe ich sie trotz meiner Unsicherheiten, Unfähigkeiten und Makel erobert. Als Drittes war ich schließlich so glücklich, sie in ihrer ganzen Selbstsicherheit zu sehen. Als die unabhängige, fähige, bescheidene, witzige, süße, liebe und großartige Person, die sie eben ist. Und dann nahm sie ihre Sachen und ging zur Tür hinaus. Ich sagte kein Wort, ich winkte ihr nicht.“

„Ich sah ihr einfach zu, wie sie wegging. In dem Wissen, dass sie meine Frau ist und ich alles an dieser Frau liebe. Sie schaut so gut wie nie auf Facebook, also wird sie diesen Beitrag wohl nicht lesen. Sie wird nicht merken, dass sie heute irgendwie betrogen wurde. Aber ich dachte mir, ich sollte die Geschichte mit euch allen teilen. Schließlich bin ich nur ein normaler Typ, der durchs Leben geht. Außerdem bin ich bestimmt nicht der Einzige, der schon mal ein solches oder ähnliches Erlebnis mit seinem Partner hatte. Und diese Momente sind perfekt. Lektion des Tages: Es ist gut, wenn wir unsere Liebsten mit anderen Augen sehen, wann immer es möglich ist, um uns daran zu erinnern, wie viel Glück wir haben, dass sie in unserem Leben sind.”

Bildquelle: iStock/Martinan

Kommentare (2)

  • Muss man das wirklich mit der Öffentlichkeit teilen? Ja, es ist furchtbar süß. Aber das eigentlich auch etwas, das nur die beiden angeht. Dass er sich entscheidet, diese Situation nicht mit seiner Frau zu teilen ist eine Sache, aber sein "Stalkererlebnis" so öffentlich auf Facebook auszubreiten ohne dass sie etwas davon weiß... Naja, ist Geschmackssache.

    • *aber das IST eigentlich auch etwas... Das Fenster ist zu klein, um den Text vor Absenden noch einmal durchzulesen.


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