Gleich und gleich...

Warum wir Menschen mögen, die uns ähnlich sind

Gleich und gleich gesellt sich gern – oder sind es etwa doch die Gegensätze, die sich anziehen? Faustregeln für eine glückliche Beziehung gibt es zwar nicht, aber immerhin eine Tendenz. Und die besagt, dass wir vor allem Menschen lieben, die uns ähnlich sind. Aber warum ist das so?

Freunschaft ist uns Frauen besonders wichtig.

Gleich und gleich gesellt sich gern: Freundinnen

Über Freundschaften

Mit der besten Freundin kann man stundenlang quatschen. Mit ihr kann man alle Geheimnisse teilen, bis spät in die Nacht feiern gehen oder einen unvergesslichen Urlaub verbringen. Selbst wenn es mal zu kleinen Streitereien kommt, hat man sich schnell wieder vertragen – der besten Freundin verzeiht man fast alles. Aber was macht sie eigentlich dazu? Gerade weil man so viel Zeit miteinander verbringt und über alles spricht, sind Ähnlichkeiten für eine Freundschaft unheimlich wichtig. Wenn man ständig unterschiedliche Ansichten hat, nicht die gleichen Läden mag und die eine Sportskanone, die andere Couch-Potatoe ist, gibt es eben nicht viel, das eine Basis für gemeinsame Unternehmungen schafft. Aber es gibt auch noch einen anderen Grund, warum wir Menschen mögen, die uns ähnlich sind: ein Mensch mit ähnlichen Einstellungen bestätigt uns, dass wir mit unseren Ansichten richtig liegen. Wer uns Recht gibt, ist uns also auch sympathisch. Außerdem haben wir gerne Freunde im gleichen Alter, mit gleicher Intelligenz und gleichem sozialen Hintergrund. So können wir Erfahrung am besten austauschen und fühlen uns dem anderen weder über- noch unterlegen.

Ähnlichkeiten in der Beziehung – die Mischung macht`s

Gerade am Anfang einer Beziehung sind Gegensätze erst einmal aufregend. Auf Dauer bewährt sich aber eher, wenn Partner neben der Liebe auch die Interessen teilen. Anfangs mag seine Verschwiegenheit ja noch geheimnisvoll wirken – später ist er dann nur noch der konfliktscheue Langweiler. Umgekehrt kann er anfangs von ihrem Temperament und ihrer Spontaneität beeindruckt sein, irgendwann ist sie aber nur noch die aufgeregte Nervensäge. Wenn man dagegen die gleichen Hobbys teilt, verbringt man viel öfter entspannte und glückliche Momente miteinander – und gemeinsame Erlebnisse schweißen nun mal zusammen. Kleine persönliche Unterschiede sind wichtig, und sie sind es auch, die einen Menschen ausmachen. Aber welche Zukunft hat ein Paar, wenn der eine sich eine große Familie wünscht, der andere aber keine Kinder haben will? Vor allem in grundsätzlichen Lebensfragen sollten Pärchen deshalb ähnliche Ansichten haben.

Wir finden uns schön – körperliche Ähnlichkeit

Fast alle Pärchen sind ähnlich attraktiv, manche sehen sich sogar so ähnlich, dass man sie für Geschwister halten könnte. Wie kommt das? Eine genaue Erklärung haben die Wissenschaftler zwar nicht, eine Studie brachte aber erstaunliche Ergebnisse. Dort mussten Probanden Gesichter nach ihrer Attraktivität bewerten – darunter auch ein Gesicht des anderen Geschlechts, dass aus dem eigenen Foto erstellt wurde. Die meisten Probanden fanden dieses Gesicht, also sich selbst, am attraktivsten. Fakt ist, dass sich niemand „unter Wert“ verkaufen möchte“, sondern einen attraktiven Partner vorzieht. Deshalb finden sich am Ende oft Paare, die sich körperlich ähnlich sehen oder sich zumindest auf gleichem Attraktivitätslevel befinden.

Bloß kein gleiches Immunsystem

Irgendwann ist es aber zu viel des Guten. So kamen Wissenschaftler jetzt zu der Erkenntnis, dass Frauen ihren Lebensgefährten eher betrügen, wenn sich die Immunsysteme der beiden Partner zu sehr gleichen. Bei Männern hingegen hat das Immunsystem keine Auswirkung auf ihr Seitensprung-Verhalten. Außerdem begünstigen unterschiedliche Immunsysteme gesunde Nachkommen.

Harmonie Ja, Gleichheit Nein

Wenn man eine Suppe kocht, nimmt man keine Zutaten, die nicht miteinander harmonieren. Für den letzten Pfiff braucht es dann aber doch das „Salz in der Suppe“ – und so ist es auch mit menschlichen Beziehungen. Wir mögen Menschen, die so sind wie wir. Das gibt uns schließlich das Gefühl, dass wir gut so sind, wie wir sind. Trotzdem sind kleine Unterschiede wichtig – sie bereichern zwischenmenschliche Beziehungen. Denn manchmal sind es vielleicht gerade die kleinen Macken und die verrückten Einfälle der Menschen in unserem Leben, die uns die aufregendsten Erlebnisse bescheren.

Kommentare (5)

  • hm da stimmt schon einiges ^^ man braucht gemeinsamkeiten aber auch unterschiede =) bei meinem freund und mir ist das so ... rein vom charakter, den hobbys und dem musikgeschmack sind wir uns eig schon ziemlich ähnlich aber beim aussehen .. nee xD ich seh meistens eher brav aus, er is punk ^^ ansonsten gibts auch schon unterschiede die aber positiv sind ^^ es ergänzt sich halt alles =)

  • Ich bin in jemanden verliebt, der mir ziemlich ähnlich ist, aber am ähnlichsten ist er mir leider in puncto Schüchternheit... das ist verdammt blöde.

  • also wir shen uns überhaupt nihct ähnlich doch ticken schon ziemlich gelich

  • Ich stimme auch zu...auch dem Fakt das äußere Ähnlichkeit eine Rolle spielt. Ist zwar nicht immer so, aber wenn man mal die Pärchen in der Stadt beobachtet ist es schon meistens so...der Attraktivitätgrad der beiden stimmt meistens überein.Ist ja auch blöd, wenn der eine sich neben seinem Partner wie ein Mauerblümchen fühlen muss:)

  • den artikel find ich wirklich gut :-) hab mal in ner liebesbibel ein zitat dazu gelesen, weiß leider nicht mehr den geauen wortlaut oder von wem es war aber es ging in etwa so: gemeinsamkeiten bilden die basis der liebe und an den gegensätzen wächst sie. find ich recht passend :-)


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