Das neue Jahr

Louisa hat keine Kraft, sich auf ihre Zukunft zu konzentrieren.

Louisa will nicht an die Zukunft denken.

Die Feiertage sind vorbei, aber Louisa weiß noch immer nicht, wie es zwischen ihr und Frederick weiter gehen soll. Doch Louisa möchte nicht mehr trauern. Sie weiß, sie muss beginnen, von Frederick und ihrem Leben in New York Abschied zu nehmen.

Das Jahr hat nicht so begonnen, wie ich es mir gewünscht hatte. Es heißt doch, so wie man das alte Jahr verlässt, so beginnt das neue. Doch wie hat mein Jahr geendet, gut oder schlecht? Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung. In meiner Erinnerung scheint alles sehr verschwommen. Das mag auch daran liegen, dass ich bereits mein viertes Glas süßen Weißwein gelehrt habe und gefühlte drei Tage vor dem Fernseher sitze, aber vielleicht auch einfach daran, dass der Abend verschwommen war: Nichtssagend, ohne Lösung, ohne mir eine Richtung anzugeben. Und ich will eine Richtung, ich will wissen, wie es weitergehen soll. Ein neues Jahr ohne Frederick oder mit Frederick, ein gutes neues Jahr oder ein schlechtes neues Jahr. Darüber konnte mir leider auch der Silvester-Abend keinen Aufschluss geben. Frederick war irgendwann gegangen, nachdem ich auf der Couch eingeschlafen war. Als Mareen mich nachts weckte, war es bereits vier Uhr und ich am Boden zerstört. Auch wenn ich mit Frederick ins neue Jahr gegangen war, es war ein stiller Übergang. Er hatte kein Wort verloren. Er saß einfach nur da und ich wagte nicht, mich auch nur zu bewegen. Und jetzt sitze ich hier und trinke zu viel Wein und gucke zu viel Fernsehen und warte darauf, dass Frederick sich meldet.

Erinnern tut weh

Noch immer wohne ich bei Mareen. Weihnachten ist vorbei, Silvester auch und das neue Jahr deprimiert mich jetzt schon. Ich überlege, ob vielleicht ein weiteres Glas Wein etwas daran ändern würde, und da es nicht schaden kann, schenke ich mir nochmal ein. Mareen kommt ins Zimmer und sieht mich mitleidig an. „Hast du Hunger?“ „Nein, danke.“ Mareen schüttelt verzweifelt den Kopf: „Du musst etwas essen, Louisa und mal wieder die Wohnung verlassen. Was hältst du davon, wenn wir im Café Honig noch einen Kaffee trinken gehen?“ „Das ist lieb, aber ich habe keine Lust auszugehen und ich habe auch keinen Hunger.“ Ich rolle mich auf meinem Bett zusammen, sodass Mareen sich neben mich setzen kann. „Was machen wir denn nur mit dir? Louisa, du musst dir wirklich langsam überlegen, wie es weitergehen soll. Natürlich kannst du gerne bei mir bleiben, aber du hast einen Job, in New York, erinnerst du dich?“ Ich will mich nicht erinnern und ich will auch nicht darüber nachdenken, dass ich meinen Job kündigen, mir eine Wohnung suchen und mich wieder an der Uni anmelden müsste. Wenn ich dies tue, dann ist es endgültig, dann gibt es kein Zurück mehr, dann gehen Frederick und ich ab sofort getrennte Wege. Das hieße, unsere gemeinsame Zeit wäre vorbei. New York wäre vorbei, Frederick wäre vorbei. Mit diesem Gedanken will ich mich einfach nicht befassen. Mareen sieht mich fragend an. „Natürlich erinnere ich mich, aber nicht jetzt, nicht heute und nicht morgen und auch nicht diese Woche.“ Mareen gibt resigniert auf, nimmt mein Glas, das noch zur Hälfte gefüllt ist und trinkt es aus. „In Ordnung, du musst wissen, was du tust. Aber ich muss jetzt etwas essen.“


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Was denkst du?

  • PinkGlam am 11.02.2010 um 19:08 Uhr

    und ich dachte das hin und her ist aus?! xD

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  • laury25 am 12.01.2010 um 18:20 Uhr

    also die beiden machen sich es echt schwerer als es ist.

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  • KleinesKaeguru am 11.01.2010 um 17:03 Uhr

    die lousia scheint mir eiine ziemliche herausforderung zu sein 😀

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  • liiiiliiii am 11.01.2010 um 12:13 Uhr

    die beiden erinnern mich stark an meinen freund und mich...

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  • GruenerApfel am 10.01.2010 um 21:24 Uhr

    outsch, reden sollten sie wirklich mal. 😉

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  • pesca am 09.01.2010 um 15:55 Uhr

    @ cherry554 welche fehlgeburt und die steine die in ihrem weg lagen waren jawohl äußerst sorgsam zusammengereimte imaginäre kieselsteinchen die sie sich, wie von jeremio schon gesagt selbst in den weg geschleppt haben... es wird echt schlecht

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  • Melli_Hasi am 09.01.2010 um 12:57 Uhr

    wirklich... die beiden reden total oft aneinander vorbei ^^

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  • mupfin am 08.01.2010 um 23:22 Uhr

    das mit den steinen stimmt @jeremiro 😀

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  • cherry554 am 08.01.2010 um 19:01 Uhr

    ich hoffe sie kriegen es wieder hin. sie haben zwar probleme mit der kommunikation aber sie haben auch das mit der fehlgeburt zusammen durchgestanden. ich würde mich freuen und bin gespannt. also schreib so schnell wie möglich weiter! 🙂

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  • paillon am 08.01.2010 um 16:50 Uhr

    oh man....keine beziehung der welt überlebt so viele probleme...

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