Cheerleader-Effekt
Anna Groß am 01.06.2017

Was ist eigentlich der Cheerleader-Effekt? Was sich hinter diesem Phänomen verbirgt und mit welchen Tipps du von seiner Wirkung profitieren kannst, verraten wir dir hier.

Auf Erfolgskurs per Cheerleader-Effekt

Wenn du dir unter dem Cheerleader-Effekt absolut nichts vorstellen kannst, hast du wahrscheinlich noch nicht eine einzige Folge der US-Sitcom „How I Met Your Mother“ gesehen. Andernfalls hättest du damit wohl oder übel nicht aufhören können, wärst früher oder später in den „Netflix and Chill“-Modus verfallen und könntest diesen Artikel getrost überspringen.

Wir lassen dich jedoch nicht weiter im Dunkeln tappen, geschweige denn dem Cheerleader-Effekt beim Flirten zum Opfer fallen. Dieser verfolgt die Theorie, dass ein Individuum in einer Gruppe attraktiver wirkt als in seiner Einzelheit betrachtet. So sollen zum Beispiel Frauen in einer Gruppe von Cheerleadern deutlich anziehender auf Männer wirken, als wenn diese ihnen einzeln begegnen würden – ein Phänomen, von dem auch die Bezeichnung des Effekts abzuleiten ist.

Damit du weißt, wovon die Rede ist, folgt im Video die Szene aus „HIMYM“ 😉

Video: Der Cheerleader-Effekt erklärt von Barney Stinson

Der Cheerleader-Effekt gilt für Frauen und Männer

Auch wenn sich der Cheerleader-Effekt rein namentlich nur auf das weibliche Geschlecht zu beziehen scheint, trifft das Phänomen genauso auf die Herren der Schöpfung zu: In einer Gruppe haben Männer eine erheblich anziehendere Ausstrahlung gegenüber Frauen. Zu diesem Schluss kommen auch zwei amerikanische Psychologen, die sich des Cheerleader-Effekts in einer Studie angenommen haben.

Drew Walker und Edward Vul von der University of California in San Diego überprüften den Effekt mit mehr als 130 Versuchspersonen in fünf verschiedenen Experimenten. So mussten die Probanden etwa Fotos von 100 verschiedenen Frauen und Männern nach ihrer Attraktivität bewerten. Das Ergebnis: Wurde ein und dieselbe Person in einer Gruppe abgebildet, stieg deren Attraktivität im Auge des Betrachters – egal um welches Geschlecht es sich handelte. Doch woran liegt das?

Cheerleader-Effekt bei Männern

Der Cheeleader-Effekt ist genauso gut auf Männer in einer Gruppe übertragbar.

Wie funktioniert der Cheerleader-Effekt?

Laut Walker und Vul soll die Größe einer Gruppe keinen konkreten Einfluss auf den Cheerleader-Effekt haben, Hauptsache es handele sich um eine – bekanntlich beginnen Gruppen ab drei Personen, zwei sind immer noch ein Paar (jetzt bitte nicht nach einem Trio oder Quartett schreien, auch diese gelten als Gruppe). Vielmehr vermuten die Psychologen, dass diese Wahrnehmungsverzerrung das Ergebnis folgenden Prozesses ist:

  1. Das Gehirn sucht sich die typischsten Züge in den Gesichtern der Gruppe heraus und berechnet eine Art „Gruppengesicht“, wenn es auf eine Menschenansammlung trifft.
  2. Das Gesicht des Einzelnen wird dadurch im Auge des Betrachters zwar durchschnittlicher, optische Makel wie etwa eine Hakennase oder ein Doppelkinn jedoch ausgeglichen und nahezu ausgeblendet.
  3. Die Folge: In der Gruppe steigt die Attraktivität des Durchschnittsgesichts.

Was genau ist nun aber zu tun, wenn man vom Cheerleader-Effekt profitieren möchte?

Phänomen Cheerleader-Effekt

Der Cheerleader-Effekt ist nichts anderes als eine Wahrnehmungsverzerrung.

So kannst du vom Cheerleader-Effekt profitieren

„Durchschnittliche Gesichter wirken attraktiver, weil unattraktive Eigenarten weniger auffallen“, so Walker. „Alle schönen Menschen sind einander ähnlich, jeder hässliche aber ist hässlich auf seine Weise.“ Wenn du also vom Cheerleader-Effekt profitieren möchtest, solltest du dich daher mit Menschen umgeben, die deine eigenen – mehr oder weniger stark ausgeprägten – Unzulänglichkeiten am besten kompensieren. „Jemand mit eng stehenden Augen würde zusammen mit jemandem mit weit auseinander stehenden Augen etwa mehr profitieren als eine Gruppe, deren Mitglieder sich optisch ähnlicher sind.“ Allerdings, so Vul, halte sich die Wirkung des Cheerleader-Effekts in Grenzen und mache nur einen geringen Unterschied aus. Doch so uncharmant es auch klingen mag, resümiert der Psychologe: „Aber einige von uns brauchen alle Hilfe, die sie bekommen können.“

Könnte eine Theorie wie die des Cheerleader-Effekts auch von dir kommen? Dann dürftest du in diesem Test wohl das Ergebnis bekommen, dass du ein Barney Stinson bist. Stimmt’s?

Wenn du selbst dem Cheerleader-Effekt nicht auf den Leim gehen möchtest, solltest du deinen Auserwählten also lieber noch einmal unter vier Augen unter die Lupe nehmen, bevor ihr euch nach einem Party-Abend in geballter Menge in den Laken wälzt und du womöglich am anderen Morgen zweimal hinschauen musst, wer da eigentlich neben dir liegt – Spaß beiseite, alles halb so wild. Denn Schönheit kommt ja bekanntlich von Innen! Allerdings kann es nicht schaden, wenn du weißt, was Männer an Frauen attraktiv finden.

Bildquellen: pixabay.com/skeeze, pexels.com/Unsplash

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