Vertrauensprobleme
Anna Groß am 07.06.2017

Vertrauensprobleme kommen nicht von ungefähr! Welche vier Gesten die Vertrauenswürdigkeit deines Gegenübers senken und als Egoisten entlarven, erfährst du hier.

Vertrauensprobleme

Woher kommen Vertrauensprobleme?

Ob in Freundschaft, Flirt oder Liebe: Vertrauen ist der entscheidende Faktor, wenn zwei Menschen sich näher kommen. Aber was, wenn du deinem Date zum ersten Mal gegenüber sitzt und dich schon jetzt irgendwie mulmig fühlst? Auch wenn dein Kopf ihm eine Chance geben will, rät dein Bauch zur Vorsicht. Warum strahlen manche Menschen auf Anhieb Vertrauenswürdigkeit aus und andere bescheren uns auch nach mehreren Begegnungen noch massive Vertrauensprobleme?

Vertrauensprobleme & ihre Ursachen

Forscher der US-amerikanischen Northwestern University sehen Egoismus als einen Auslöser dafür, dass wir unser Gegenüber als weniger vertrauensvoll empfinden. Sie sind sich einig, dass uns eine Kombination aus vier Gesten vor Egoisten in der Partnerschaft, aber auch in freundschaftlichen Beziehungen warnen kann – wie ihre Studie belegen soll.

Studie zum Zusammenhang von Vertrauen & Egoismus

Für die Studie der Universität mussten 86 Studenten ein Szenario durchspielen, indem die Vertrauenswürdigkeit auf die Probe gestellt wurde: Zunächst lernte sich die Hälfte der Probanden in einem kurzen persönlichen Gespräch, die andere Hälfte in einem Chat kennen. Anschließend erhielt jeder Teilnehmer in getrennten Räumen vier Spielchips im Wert von jeweils einem Dollar. Gab man seine Chips jedoch dem anderen Spieler, verdoppelte sich der Wert. Tauschten die Spieler also ihre Chips, hatten sie jeder acht Dollar. Den meisten Gewinn, nämlich zwölf Dollar, gewann der Egoist – nämlich derjenige, der alle Chips vom Mitspieler bekam und die eigenen ebenfalls behielt.

In beiden Gruppen, der Gesprächs- und der Chatgruppe, verhielten sich die Spieler gleich kooperativ oder egoistisch, doch: Wenn sie zuvor persönlich miteinander sprachen, hatten die Spieler die Möglichkeit, Körpersprache zu deuten und die Absichten ihres Gegenübers besser einzuschätzen. Die Studienteilnehmer aus der Gesprächsgruppe sagten um 30 Prozent besser voraus, ob ihre Mitspieler sie um die Spielchips betrügen würden oder nicht. Aber welche Gesten haben es ihnen verraten?

Egoisten erkennen

Manche Gesten verraten den Egoisten und raten uns zur Vorsicht.

4 Gesten der Egoisten, die Misstrauen wecken

Die Gestik eines Menschen spricht Bände, ohne dass dazu tatsächlich Worte nötig sind. Die Forscher, welche die Gespräche gefilmt hatten, machten diese vier verräterischen Gesten aus, die Vertrauensprobleme aufkommen lassen können: Die Egoisten hatten die eigenen Hände sowie ihr Gesicht berührt, die Arme gekreuzt und sich zurückgelehnt.

# Berühren der eigenen Hände

Das Berühren der eigenen Hände kann hier als innere Ruhe gedeutet werden, die der Egoist ausstrahlen möchte, um möglichst vertrauenswürdig zu wirken. Auf den zweiten Blick lässt sich hinter dieser Geste aber wohl eher Selbstsicherheit oder gar ein gewisses Überlegenheitsgefühl entdecken.

# Berühren des eigenen Gesichts

Oft ist von Unsicherheit die Rede, wenn sich jemand im Gesicht berührt. Der Egoist nutzt diese Geste mutmaßlich als Täuschungsmanöver, um an sein Ziel zu gelangen. Die Berührung erfolgt dabei keinesfalls immer bewusst.

# Gekreuzte Arme

Verschränkte Arme müssen nicht immer eine negative Einstellung bedeuten. In diesem Fall bilden sie jedoch eines der vier Merkmale, die dich einen Egoisten erkennen lassen. Macht, Entschlossenheit und Überzeugung kommt deren Bedeutung hier am nächsten.

# Zurückgelehnte Körperhaltung

Eine zurückgelehnte Körperhaltung kann viele Ursachen haben. Eines ist sicher: Die passive Haltung scheint nicht besonders vertrauenserweckend zu wirken.

Tauchten diese Gesten einzeln auf, sagten sie nichts über das Verhalten aus. In Kombination miteinander aber legten sie die fehlende Vertrauenswürdigkeit der Person offen, ihr Gegenüber hatte Vertrauensprobleme. Je häufiger jemand diese Gesten kombinierte, desto öfter behielt er während der Studie die Spielchips für sich.

In einem weiteren Experiment ließen die Forscher das Szenario von 64 Studenten wiederholen, allerdings war das Gegenüber ein humanoider Roboter. Dieser unterhielt sich sehr nett über zehn Minuten mit den Teilnehmern, stellte Fragen nach Reisen und persönlichen Vorlieben und gab auch Eigenes von sich preis. Begleitend machte er entweder Unterhaltungsgesten oder imitierte die vier Gesten, welche die Vertrauensprobleme verursachten und zur Vorsicht rieten. Und tatsächlich: Hatte der Roboter letztere angewendet, vertrauten ihm die Teilnehmer weniger und nahmen an, er würde sie betrügen. Entsprechend behielten sie im Spiel die Chips für sich.

Vertrauensprobleme durch Mimik

Vertrauensprobleme durch Mimik

Vertrauensprobleme können auch durch die entsprechende Mimik verursacht werden.

Laut einer Studie von Forschern des University College London lassen wir uns bei der Vertrauensfrage auch von der Mimik beeinflussen und schenken manchen Menschen aufgrund ihrer Gesichtszüge eher Vertrauen als anderen. Demnach verlassen wir uns bei der Beurteilung eines Menschen eher auf sein Äußeres und lassen Informationen über sein Verhalten außer Acht. Wir suchen ganz automatisch nach Absichten und Gefühlen unseres Gegenübers, um herauszufinden, ob wir ihm vertrauen können. So ist unser Gehirn in Millisekunden in der Lage, ein komplexes Signal wie Vertrauenswürdigkeit von Gesichtszügen zu verarbeiten, ohne dass das Gesicht überhaupt bewusst wahrgenommen wird.

Die Londoner Forscher hatten mithilfe eines Computerprogrammes 20 Gesichterpaare kreiert und diese mit verschiedenen Merkmalen ausgestattet – allerdings nur mit solchen, welche nicht veränderbar sind, also etwa der Gesichtsform. Anschließend sollten Probanden den 40 Gesichtern einen beliebigen Betrag einer Geldsumme anvertrauen, damit der Geldnehmer diese nun verdreifachen könnte, wenn er wollte: Der Geldnehmer sollte also entscheiden, wie viel Geld er dem Geber zurückerstatte – eine Frage des Vertrauens. In den anatomisch gesehen vertrauenswürdigen Gesichtern investierten die Probanden mehr. Zwar sank bei zusätzlich gegebenen Informationen über die Person hinter dem Bild die Investition erheblich, dennoch profitierten die vertrauensvoll wirkenden Gesichter auch mit schlechter Vorgeschichte gleichermaßen von ihren Vertrauen erweckenden Gesichtszügen.

Video: Was es bedeutet, Vertrauensprobleme zu haben…

Tipp: Wir wissen auch, welche Körpersprache des Mannes dich Lügen erkennen lässt!

Lass also lieber Vorsicht walten, wenn dir an deinem Gegenüber die vier Gesten des Misstrauens auffallen. Dein schlechtes Bauchgefühl ist vermutlich berechtigt. Hast du aber auch Vertrauensprobleme ohne, dass dein Date verräterisch herumgestikuliert, kann das vielleicht an dessen Gesichtsform liegen. Dafür kann dein Flirt dann natürlich nichts. Es kann aber nicht schaden, nach einem weiteren Date auf deine Intuition zu vertrauen!

Bildquellen: iStock/m-imagephotography, iStock/nicoletaionescu, iStock/STUDIO GRAND OUEST, iStock/SIphotography, iStock/Giulio Fornasar

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