Frau traurig verlassen
Susanne Falleram 23.10.2017

Stashing, Benching, Ghosting: Scheinbar jede Art von miesem Dating-Verhalten bekommt heutzutage einen eigenen Begriff. Das mag zwar irgendwie nervig sein, jedoch ist es auch wichtig, uns allen mal ins Gedächtnis zu rufen, wie übel einem vermeintlich liebe Männer (und Frauen) mit der Zeit mitspielen können. Nicht anders ist es beim sogenannten „Pigging“.

Wir beschreiben dir das Ganze am besten Mal an einer Beispiel-Situation: Stell dir vor, du lernst einen richtig süßen Typen kennen, ihr schreibt eine ganze Weile miteinander und dann steht euer erstes Date bevor. Du bist schon ganz erwartungsvoll und freust dich, ihn endlich persönlich kennenzulernen. Doch dann kommt alles ganz anders: Entweder taucht er erst gar nicht zum Treffen auf oder er kommt vorbei, nur um sich über dich lustig zu machen und am Ende zu gestehen, dass er das alles gar nicht ernst gemeint hat.

Frau traurig

Pigging ist kein kleiner, witziger Scherz, sondern kann ernsthaften Schaden anrichten.

Pigging: Wenn alles nur gelogen war, aus einem richtig miesen Grund…

Kurz gesagt könnte man als Pigging ein Verhalten bezeichnen, bei dem sich ein Mann angeblich erst brennend für eine Frau interessiert, nur um sie dann wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen. Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs: Das Pigging hat sich als eine Art Wettbewerb unter einigen Männern etabliert, die mit ihren Kumpels darum wetten, dass sie die ihrer Meinung nach (!) hässlichste Frau für sich gewinnen können. Wer es schafft und sie dann auch noch auf richtige miese Art und Weise wieder abserviert, der hat „gewonnen“. Das Ganze ist im Englischen als bösartiges Spiel unter dem Begriff „Pulling a pig“ bekannt.

Erst vor Kurzem wurde ein solcher Fall bekannt, bei dem die Engländerin Sophie Stephenson von einer holländischen Bekanntschaft angeblich via SMS abserviert wurde, nachdem sie sich mit ihm in Barcelona treffen wollte und dort bereits am Flughafen auf ihn wartete. Auch wenn sich ihre Bekanntschaft gegen die Vorwürfe wehrt, zeigt das Ganze durchaus ein Verhalten auf, was sicher einige Frauen bereits erlebt haben.

Zurück bleiben auf Seite des Täters vielleicht Lachen und Gleichgültigkeit, auf der Seite des Opfers aber Häme, Trauer und Selbstzweifel. Dass Pigging nicht nur an Mobbing grenzt, sondern genau das ist, muss jedem klar sein, der den Gedanken auch nur im Ansatz witzig findet, eine andere Person so zu veräppeln. Welchen seelischen Schaden man damit anrichtet, sollte einem eigentlich bewusst sein – und dass es ein Armutszeugnis für einen selbst ist, auch.

Wurdest du schon mal Opfer von Pigging? Teile uns gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren mit. Du bist damit ganz sicher nicht allein! Und wenn man eines machen kann, um gegen solche Menschen vorzugehen, dann ist es das öffentliche Ansprechen und Sammeln ihrer Taten.

Bildquelle:

iStock/twinsterphoto, iStock/oneinchpunch


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