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Smell Dating: Du entscheidest nach Geruch

Katharina Lübkeam 16.08.2016 um 16:52 Uhr

Tinder, Once, Datepack – Online-Partnerbörsen und Dating Apps gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Ist man auf der Suche, muss man dem Profilbild und den Angaben vertrauen, die einem präsentiert werden. Da sich jeder möglichst im besten (Scheinwerfer-)Licht präsentiert, wird man offline nicht selten enttäuscht, da man rasch feststellt, dass man sich so gar nicht riechen kann. Denn es funkt nur, wenn es gut riecht. Für die neue App „Smell Dating“ ist der Geruch der Schlüsselfaktor für eine glückliche Beziehung. Dementsprechend macht sie ihn auch zum Schlüsselfaktor bei der Partnersuche. Denn der Geruch ist untrüglich. „Vertraue Dir selbst, Deine Nase kennt Dich“, so die Macher.

Laut Forschung entscheiden wir uns manchmal ganz schnell und unbewusst, ob wir jemanden riechen können oder nicht und ob wir seinen Körpergeruch attraktiv finden. Manche Körpergerüche passen einfach nicht zusammen. Nur mit dem richtigen Duft funkt es zwischen zwei Menschen. Diese Erkenntnis will „Smell-Dating“ jetzt für die digitale Partnersuche nutzen.

Smell Dating

Bei Smell Dating riechen die Teilnehmer an drei Tage lang getragenen T-Shirts der potenziellen Date-Partner.

Teilnehmer riechen an drei Tage getragenen T-Shirts

Singles, die teilnehmen, erhalten ein T-Shirt per Post. Das sollen sie drei Tage und Nächte lang tragen, Deo ist in dieser Zeit tabu, weil das den körpereigenen Geruch verfälscht. Rauchen dagegen ist erlaubt, sofern es zu den eigenen Angewohnheiten zählt. Denn immerhin ist dies dann ein wesentlicher Teil der Person.

Nach den drei Tagen schicken die „Smell-Dater“ das Shirt zurück und bekommen im Gegenzug zehn getragene Shirts von anderen Teilnehmern. Jetzt schnüffeln sie drauf los und wählen die Proben aus, die für sie individuell dufttechnisch am bestechendsten waren – diese werden in die „Smell-Dating“-Datenbank eingegeben. Bei „Geruchskompatibilität“ tauscht „Smell Dating“ für den Kontaktaustausch die jeweiligen Telefonnummern aus. Alles Weitere bleibt den beiden Kompatiblen überlassen.

Keine Fotos, keine Informationen nötig

Smell Dating

„Vertraue Dir selbst, Deine Nase kennt Dich“, so die Macher von Smell Dating.

Fotos oder weitere Informationen über die Träger der Shirts werden nicht gegeben, nicht einmal über das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung. Das Einzige, das von den Kandidaten verlangt wird, ist eine Zustelladresse und eine Telefonnummer. „Smell Dating“ soll von den „nachteiligen kulturellen Bildern“ befreien, die die uralten ausgeprägten Signale der Anziehung stören, begründet „Smell Dating“ seine auf reine Intuition statt Analyse setzende Vorgehensweise.

Gleichzeitig weisen immer mehr Studien darauf hin, dass sich die genetische Kompatibilität, Geschlecht, Alter und sogar Veranlagung zu Krankheiten einer Person ohnehin in deren „Geruchs-Signatur“ zeigten. Sogar in Blind-Studien hätten die Geruchs-Präferenzen der Probanden zu ihren sexuellen Wünschen gepasst. Auch die soziale Schichtung könne im Körpergeruch lesbar sein.

Uralte molekulare Intuition

„Die Metrik der Kompatibilität ist chemisch“, so „Smell Dating“. „Verbindung ist eine Frage des persönlichen Austauschs, nicht des optischen Austauschs. Das Internet hat ‘fleischliche’ Erfahrungen ersetzt mit reinen Geistererscheinungen, Avataren und sorgfältig kuratierten Profilbildern.“ Smell Dating schließe den digitalen Abstand, indem es Deine molekulare Intuition wieder ins Spiel bringe. Die Teilnehmer machten Gebrauch von einem uralten menschlichen Urinstinkt, so „Smell Dating“.

Wenn es um langfristige romantische Partnerschaft geht, kann es laut den Gründern der App riskanter sein, das starke Signal von Duft zu ignorieren, als sich darauf zu verlassen. Geruchsforscher spekulieren laut „Smell Dating“ sogar, dass die derzeit hohen Scheidungsraten mit dem übermäßigen Gebrauch von Deodorants und dem Vernachlässigen unserer natürlichen Geruchs-Intelligenz zusammenhängen könnten.

Pheromon-Party

Etwas gewöhnungsbedürftig klingt das ja schon, manchem mag es auch etwas eklig anmuten. Wahrhaftiger jedenfalls geht es nirgends sonst im Online-Dating zu: Immerhin lässt sich der eigene Geruch nicht manipulieren. Wie auch? Wir wüssten ja gar nicht erst, was ein „guter“ und was ein „schlechter“ Geruch wäre, in welche Richtung wir also „aufhübschen“ müssten. Die Dating-App gibt es bislang nur in New York und kostet umgerechnet 23 Euro. Bis sie in Deutschland erhältlich ist, wird etwas Zeit vergehen.

Bildquelle: iStock/shironosov, iStock/ferlistockphoto

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