Ein alter Bekannter

Ein alter Bekannter

am 13.05.2009 um 14:00 Uhr

Patientin bekommt Spritze von Ärztin

Der Tag im Krankenhaus zieht sich!

Diese Hitze! Sofort weg mit der dicken Daunendecke. Genervt strample ich die Bettdecke ans Ende meines Bettes und wische mir mit der Hand den Schweiß von der Stirn. Sehr erotisch, denke ich mir und bin froh, dass Frederick mich in diesem Moment nicht sehen kann. Seit einigen Tagen ist die Klimaanlage des Krankenhauses kaputt und statt der eisigen Kälte, die sonst in meinem Zimmer herrscht, scheint die Hitze nun jeden Millimeter des Raumes eingenommen zu haben. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es fast Mittag ist. Essenszeit. Auf meinen Schlafrhythmus ist Verlass.

Jeden Morgen das gleiche Ritual

Täglich wache ich pünktlich zum Mittagessen auf. Nur mit den Frühstückszeiten habe ich noch so meine Probleme. Für Rosemarie ist es ein permanenter Kampf, mich jeden Morgen um kurz vor sieben aus dem Land der Träume zu reißen. Das ist nicht so einfach, denn wenn ich schlafe, dann wie ein Murmeltier. Kein lärmender Baustellenkrach vor meinem Fenster und auch kein „Bettdecke wegziehen“ von Rosemarie können mich aufwecken. Erst ihre durchdringende Stimme, direkt neben meinem Ohr und die zärtlich gemeinten Kniffe in meine Wange bringen Leben in meinen müden Körper. Und was für ein Leben. Von null auf hundert. Täglich sitze ich morgens senkrecht in meinem Bett, meckere und fluche wie ein Bauarbeiter und versuche Rosemarie mit Dingen von meinem Nachttisch zu beschmeißen. Zum Glück liegen dort nur leichte Gegenstände wie Bonbonpapier oder Taschentücher. Alles andere stellt Rosemarie vor der Weckaktion außer Reichweite aufs Fensterbrett. Nur einmal vergaß sie eine Apfelkitsche neben meinem Bett, die daraufhin auch prompt in ihrer blonden Lockenpracht hing. Der darauf folgende Anpfiff und die Tatsache, dass ich an diesem Morgen kein Frühstück bekam, waren allerdings so prägend, dass ich meinen Wutausbruch, bei knurrendem Magen, bitter bereute und mir vornahm, nur noch mit Gegenständen um mich zu schmeißen mit denen man eh nicht zielen kann. Bonbonpapier eignet sich perfekt dafür. Man holt aus, steckt seine gesamte Kraft und Wut in den Wurf und kann dann beobachten, wie das Papier sanft durch die Luft schwebt, einige gut gelaunte Schlenker macht nur um kurze Zeit später wenige Zentimeter von einem entfernt langsam auf den Fußboden zu gleiten.


Kommentare (9)

  • SweetAudrey am 08.07.2009 um 11:08 Uhr

    echt spannend

  • silbertau am 03.07.2009 um 11:09 Uhr

    na super 😀

  • elistanie91 am 19.05.2009 um 20:14 Uhr

    langweilig:D

  • cherrymaucc am 19.05.2009 um 14:37 Uhr

    ojeee ^^

  • fruchtbluemchen am 16.05.2009 um 10:47 Uhr

    wahhhhh weiter weiter weiter erzählen!!!

  • loony5 am 14.05.2009 um 16:56 Uhr

    Uhhhh!

  • Melli_Hasi am 14.05.2009 um 10:45 Uhr

    und es bleibt spannend!!

  • MINISEXY am 14.05.2009 um 06:05 Uhr

    Oh OOOOOOOOh

  • strebskind am 13.05.2009 um 15:28 Uhr

    oohhh... das war sooo klar!!!!!!