Endlich wieder nach Hause!

Endlich wieder nach Hause!

am 27.05.2009 um 11:55 Uhr

Drei Freundinnen halten zusammen und schauen gemeinsam lustige Videos auf dem Laptop an

Freundinnen, auf die man sich immer verlassen kann.

Endlich ist er da: der Tag meiner Entlassung. Mit meinem mittlerweile recht groß gewordenen, gepackten Köfferchen sitze ich auf meinem Bett und warte darauf abgeholt zu werden. Da Frederick mich seit dem Ereignis im Eiscafé ignoriert und nicht müde wird, meine 57 Anrufe täglich wegzudrücken, habe ich die Entscheidung getroffen mich von Leah und Mareen abholen zu lassen.

Innerlich hoffe ich natürlich, dass mein Freund oder Ex-Freund oder „Wir befinden uns gerade in einer schwierigen Phase“-Freund plötzlich in der Tür steht, mir unter Tränen beichtet, wie sehr er mich vermisst und dass ich die wunderschönste Frau der Welt bin. Außerdem will er mir als Entschuldigung für sein dummes Verhalten, die Manolo Blahniks kaufen, die ich mir schon so lange wünsche und die es nur zweimal auf dieser Erde gibt. Doch so sehr ich auch hoffe, Frederick taucht nicht auf. Klar. Warum auch? Schließlich bin ich diejenige, die sich dumm verhalten hat. Ich bin diejenige, die vor seiner Tür stehen, ihm die Manolo Blahniks überreichen und ihn auf Knien um Verzeihung bitten sollte.

Endlich entlassen…

Durch einen lauten Knall werde ich jäh aus meinen Gedanken gerissen. Ich muss grinsen, denn das Geräusch kommt mir nur allzu bekannt vor. Ich drehe mich um und vor mir stehen Mareen und Leah mit einer Flasche Sekt in der Hand. Ich schmeiße meinen exorbitanten Koffer vom Bett, rücke ein Stück zur Seite und meine Freundinnen machen es sich neben mir gemütlich. Zu dritt liegen wir in diesem sterilen Zimmer, trinken Sekt und lachen über Leon, meine Dummheit und Leahs Dummheit, was uns wiederum zu Leon, der personifizierten Dummheit, bringt. Über meinen Sturz vom Balkon und die Frage, ob ich in meinen Beziehungsstatus bei StudiVz nun von „vergeben“ in „solo“ ändern sollte, reden wir noch nicht. Dafür ist es noch zu früh.

Irgendwann sind wir leicht angetrunken und Rosemarie gesellt sich noch eine Weile zu uns. Ich werde ein bisschen sentimental, woraufhin Rosemarie mich daran erinnert, dass es auch noch ein Leben außerhalb des Krankenhauses gibt auf das ich mich freuen kann. Ha, das hätte ich ja beinahe vergessen. Mit Krücken und nur noch einem Gips an meinem Bein stolpere ich aus dem Krankenhaus heraus, hinein in das erste Taxi. Mareen, Leah und mein Koffer, der von weitem wirklich wie eine dritte Person aussieht, folgen mir mit einigen Metern Abstand. Trotzdem höre ich sie stöhnen und fluchen.


Kommentare (7)

  • LaraCroft2 am 02.12.2010 um 10:54 Uhr

    Wie das wohl weitergeht

  • SweetAudrey am 08.07.2009 um 09:06 Uhr

    du meine Güte... hibbel

  • schranzbabe am 05.07.2009 um 16:05 Uhr

    ob das gut geht?! gehört viel mut dazu

  • silbertau am 03.07.2009 um 09:06 Uhr

    sehr mutig xD

  • lollipoppi am 30.05.2009 um 13:03 Uhr

    na da bin ich ja mal gespannt, was dir so passiert liebe Louisa 😉

  • panta am 29.05.2009 um 17:49 Uhr

    das kann ja was werden XD

  • Melli_Hasi am 27.05.2009 um 08:11 Uhr

    Ohje, hoffentlich macht Louisa nicht schon wieder irgendwas dummes >.<