Hochzeit einladen
Nina Rölleram 20.02.2017

Hochzeitsplanungen fordern nicht nur Deine Kreativität heraus, sondern Du musst Dir mit Deinem Partner auch darüber Gedanken machen, wen Du alles überhaupt bei der großen Feier dabei haben möchtest. Schon längst gilt die traditionelle Regelung, dass die Eltern des Paares jeweils ein Drittel der Gäste und das Paar selbst das restliche Drittel einladen kann, als überholt. Denn Familienverhältnisse sind heutzutage deutlich komplexer geworden und ebenso wissen wir vor lauter Online-Freundschaften schon gar nicht mehr, wer eigentlich unsere wirklichen Freunde sind und wen man nicht unbedingt einladen muss. Klingt ganz schön kompliziert! Wir geben Dir dabei ein wenig Hilfestellung und verraten Dir, wen Du zu Deiner Hochzeit einladen solltest und wen nicht.

Bevor Du die Einladungen verschickst, solltest Du Dir Deine Kapazitäten vor Augen führen.

Bevor Du die Einladungen verschickst, solltest Du Dir Deine Kapazitäten vor Augen führen.

Freunde, Bekannte, Freundesfreunde: Wer soll kommen und wer nicht?

Zuallererst ist es hilfreich, wenn Du zusammen mit Deinem Partner eine Liste aller potenziellen Hochzeitsgäste erstellst. Sammelt ruhig erst einmal wild drauf los, wer Euch alles einfällt. Dafür solltet Ihr Euch ruhig ein paar Tage Zeit lassen, denn schnell vergisst man dabei vielleicht Freunde, die man zwar selten sieht, aber einem doch sehr am Herzen liegen. Nach diesem Brainstorming kommt der zweite Teil: Wer soll denn nun wirklich eine Einladung bekommen? Markiert farblich, wer auf jeden Fall dabei sein muss und bei wem Ihr Euch nicht sicher seid. Wichtig ist, dass Ihr gemeinsam eine Entscheidung trifft, um an Eurem großen Tag Konflikte zu vermeiden.

Im Falle von Exfreunden solltet Ihr zum Beispiel beide ein Vetorecht haben und Rücksicht aufeinander nehmen. Viel schwieriger ist es aber oftmals überhaupt zu bestimmen, wen man tatsächlich zu seinen Freunden zählt. Einfach nur durch die Facebook-Freundesliste zu scrollen wird Dir dabei wohl kaum weiterhelfen. Bei Wackelkandidaten helfen Fragen wie:

  • Wer hat Euch bereits auf die eigene Hochzeit eingeladen?
  • Würdest Du Dich mit diesen Menschen auch ohne einen gemeinsamen Freund treffen?
  • Würdest Du diese Person auf jeden Fall kontaktieren, wenn Du ihre Stadt besuchst?
  • Bei Arbeitskollegen: Würdet Ihr in Kontakt bleiben, wenn die Firma morgen dichtmachen würde?
  • Würdest Du Dich bei dieser Person in einigen Jahren beim Blick auf Deine Hochzeitsfotos fragen, warum Du sie bloß eingeladen hast?

Darf’s ein wenig mehr sein?

Sollten all Deine Gäste eine Begleitung mitbringen dürfen?

Sollten all Deine Gäste eine Begleitung mitbringen dürfen?

Das Komplizierte an Einladungen ist, dass man seinen Gästen gegenüber fair bleiben muss. Wenn Du also Deine Lieblingstante einladen möchtest, wäre es unhöflich, nicht auch all Deinen anderen Onkel und Tanten eine Einladung zu schicken. Auch die Frage nach einer Begleitung wirft immer wieder Probleme auf: Dürfen nur verheiratete Paare ihren Partner mitbringen? Heutzutage gibt es viele unverheiratete Paare, die dennoch in einem eheähnlichen Verhältnis leben. Eine strikte Verheiratet-only-Regelung ist also nicht mehr zeitgemäß. Bei dieser Entscheidung solltest Du Dich auf Deine persönliche Einschätzung verlassen: Wenn Du die Partner Deiner Freunde kennst, sollten sie auf jeden Fall auf die Gästeliste. Solange es den Rahmen Eures Veranstaltungsortes nicht sprengt, ist es auch angemessen, wenn Du Deinen Single-Freunden eine Begleitung gestattest. Ist dies allerdings nicht möglich, sollten Deine Freunde auch Verständnis dafür haben, dass Du nun mal nicht unzählige fremde Menschen auf Deiner Hochzeit dabei haben möchtest.

Formuliere Deine Einladungen unmissverständlich

Einladungen sollten höflich, aber bestimmt sein.

Einladungen sollten höflich, aber bestimmt sein.

Besonders bei begrenzten Räumlichkeiten ist es wichtig, dass Du nicht zu viele Gäste einlädst. Bei missverständlichen Einladungen kann es aber schnell passieren, dass sich auch die Partner und Kinder all Deiner Freunde angesprochen fühlen. Um ein peinliches Ausladen im Nachhinein zu vermeiden, solltest Du in den Einladungen ganz klar formulieren, wer kommen darf. Dies mag zwar etwas unangenehm sein, ist aber für kleine Hochzeiten unbedingt notwendig! Wenn Du ein schlechtes Gewissen hast, nicht auch den Anhang Deiner Gäste eingeladen zu haben, kannst Du im persönlichen Gespräch immer noch erklären, warum dies Eure räumlichen und finanziellen Kapazitäten sprengen würde. Wirklich gute Freunde sollten dafür Verständnis haben. Sind sie jedoch so beleidigt, dass sie am liebsten gar nicht mehr kommen würden, sind sie womöglich auch nicht die richtigen Gäste für Deine Hochzeit.

Bevor Du also vorschnell eine Location für Deine Hochzeit buchst, solltest Du Dich entscheiden, ob Du lieber im engen Kreis feiern möchtest oder zur Konfliktvermeidung lieber einen möglichst großen Raum buchst. Was Du ansonsten noch für Deine Planung beachten musst, haben wir in unserer Hochzeits-Checkliste für Dich zusammengefasst.

Bildquelle: iStock/wernerimages, iStock/Olga_Kryvoshei, iStock/CapturedNuance

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