La dolce vita - Lezione uno

“Auf die Minute”: Louisa taucht sofort ins “Dolce Vita” auf Sardinien ein und freut sich auf ihr Date am ersten Abend…

Was soll ich sagen? Sardinien ist wirklich wunderschön! Türkisblaues Meer, kilometerlange Sandstrände, Sonne satt und Italiener so weit das Auge reicht. Ich bin endlich angekommen. Sobald ich die Schwelle zum Hotel „Dolce Vita“ übertreten habe, ist der klangvolle Name Programm. Mein ganzer Körper ist auf Entspannung eingestellt und die anstrengende Flugreise schon fast vergessen.

Nachdem Antonio und ich festgestellt hatten, dass wir beide im selben Ort wohnen, haben wir uns für heute Abend zum Essen verabredet. Fast mehr als auf meine charmante Begleitung, freue ich mich darauf, die landestypischen Köstlichkeiten auszuprobieren. Man hört ja nur Gutes von der „cucina italiana“ – und als gebürtiger Italiener wird er mit mir ja wohl nicht zum Chinamann gehen. Ich bin gespannt, was sich noch so ergibt.

Ich checke erstmal ein und krame meinen Bikini aus dem Koffer. „Ab ans Meer!“, schießt es mir durch Kopf. Ich bin zwar so kaputt wie ein Ticketschalter der Deutschen Bahn, aber ausruhen kann ich mich auch am Strand. Auf dem Weg dorthin fallen mir sofort all die gut gebräunten, attraktiven Menschen auf, die an der Promenade dieses besondere Flair von Sehen und Gesehenwerden erzeugen. Das ist es also, was die Italiener mit „bella figura“ meinen. Denn auch, wenn die im Schnitt wohl genauso wie alle anderen auch mit Winterspeck und Orangenhaut kämpfen, verstehen sie es, durch Haltung, Selbstbewusstsein und modisch guten Geschmack, dennoch eine gute Figur zu machen.

Zum Glück habe ich meine extradunkle Sonnenbrille mitgenommen. Hinter der kann man sich prima verstecken und unbeobachtet Leute gucken. Ich nehme mir vor, mir in den nächsten Tagen den einen oder anderen modischen Kniff der Südländerinnen abzuschauen. Eine Art modische Sozialstudie sozusagen. Dafür suche ich mir ein strategisch günstiges Fleckchen für mich und mein Handtuch. Nicht zu weit vorne am Meer, um auch alles im Blick zu haben. Jetzt erst merke ich, wie doll die Sonne vom Himmel brennt. Mist! Ich habe mich ja noch gar nicht eingecremt. Das hole ich natürlich sofort nach. Und siehe da – keine zwei Minuten später bietet ein hilfsbereiter Italiener auch schon seine geübten Hände zum Rückencremen an. Als alleinreisende Ausländerin braucht man sich hier jedenfalls keine Sorgen machen, dass man lange alleine bleibt. Als hätte ich ein Schild auf der Stirn, auf dem steht: „jung, ledig und für alles zu haben“ kann ich mich vor feurigen Blicken, cremenden Händen und Pfiffen kaum retten. Zumindest der erste Kontakt ist schnell hergestellt.


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Was denkst du?

  • silbertau am 03.07.2009 um 11:51 Uhr

    sardinien is toll ♥

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  • Miss_Raten am 01.07.2008 um 15:03 Uhr

    die italiener.. da kann ich ein lied von singen 🙂 azzuro - il pomeriggio è troppo azzurro e lungo per me

    Antworten