Hoden
Birte Imme am 21.11.2014

Eigentlich dreht sich bei Männern ja meistens alles um ihr bestes Stück, den Penis. Dabei gibt es noch viele andere äußerst erogene Zonen, dessen Berührung wahre Schauder bei ihnen auslösen. Eines dieser Körperteile, genauer gesagt zwei, die beim Liebesspiel leider viel zu oft außer Acht gelassen werden, sind die Hoden. Dabei haben diese sehr wichtige Aufgaben zu erfüllen. Welche das sind und viele weitere wissenswerte Fakten über die Hoden haben wir hier für Dich zusammengetragen.

Video: Diese erogenen Zonen des Mannes solltest du kennen

Du willst deinen Mann gerne mal an neuen, ungewohnten Stellen verwöhnen? Unser Video zeigt dir, welche Körperstellen du hier unbedingt ausprobieren solltest.

Der Penis des Mannes ist in aller Munde – die Hoden hingegen bleiben oft auf der Strecke. Dabei haben sie mit der Produktion von Testosteron und Sperma nicht nur eine äußerst wichtige Rolle, sondern wünschen sich hin und wieder auch ein wenig Zuwendung. Ob küssen, knabbern, saugen, lecken oder streicheln – die Hoden sind nicht sonderlich wählerisch, wenn es um ihre Liebkosung geht. Allerdings solltest Du vorher mit ihrem Besitzer absprechen, auf was er besonders abfährt und was ihm eher Schmerzen bereitet. Denn seine Kronjuwelen sind äußerst sensibel und damit auch ebenso schmerzempfindlich. Was es sonst noch Interessantes über Hoden zu erfahren gibt, kannst Du im Folgenden nachlesen.

Hoden: Medizinische Fakten

Die Hoden, in der Medizin auch Testikel genannt, befinden sich paarweise im Hodensack oder Skrotum. Sie sind etwa pflaumengroß und haben ein Volumen von 12 bis 30 ml pro Stück – durchschnittlich etwa 18 ml. Aufgrund ihrer Form werden die Hoden im Volksmund auch gerne als Eier bezeichnet. Ihre Länge, Breite und Form variiert von Mann zu Mann und in 85 Prozent aller Fälle hängt der linke Hoden tiefer, der rechte ist dafür etwa fünf Prozent schwerer. Zusammen mit den Nebenhoden, etwa fünf Zentimeter lange Gänge, die kappenartig direkt an den Hoden anliegen und über Samenleiter mit ihnen verbunden sind, bilden sie die männlichen Fortpflanzungsorgane. Nun zu ihren Aufgaben: Die Hoden sind für die Produktion des Spermas und der männlichen Sexualhormone, vor allem Testosteron, zuständig. Die Samenzellen entstehen in den Hodenkanälchen, reifen dann im „Kopf“ und „Körper“ der Nebenhoden heran und werden in deren sogenanntem „Schwanzende“ gespeichert. Nach der Reifung der Spermien werden sie in die Samenleiter abgegeben, wo sie dann bis zur nächsten Ejakulation verbleiben. Für die Bildung des Geschlechtshormons Testosteron sind hingegen die sogenannten Leydig-Zwischenzellen zuständig, die sich zwischen den Hodenkanälen befinden.

Hoden: Darum müssen sie baumeln

Bei Frauen sind die Geschlechtsorgane im Inneren des Körpers angelegt und somit gut geschützt vor äußeren Einflüssen. Darum stellt sich die Frage: Warum ist das bei den Männern anders? Wäre es nicht viel praktischer, wenn die Hoden sich ebenfalls im Körperinneren befänden? Fußballer würden sich mit Sicherheit freuen – einem Schuss oder Tritt „in die Eier“ würde dann statt einer verkrümmten Haltung und einem schmerzverzerrten Gesicht nur noch ein müdes Lächeln geschenkt werden. Der Grund für die „frei schwingende“ Position der Hoden ist ihre Vorliebe für ein kühles Klima. Spermien dürfen nicht zu warm gelagert werden, da sie sonst verderben. Die ideale Temperatur für ihre Produktion und Reifung liegt bei etwa 24-35 Grad Celsius, die Körpertemperatur des Menschen ist mit 37 Grad also zu hoch. Deswegen sollten Männer es auch vermeiden, ihre Beine übereinander zu schlagen oder sich zu lange auf einer Sitzheizung niederzulassen. Im umgekehrten Fall sind die Hoden zum Glück flexibel: Wird es ihnen auf ihrem Außenposten zu kalt, ziehen sie sich zum Körper hoch, um mehr Wärme abzubekommen. Bei einigen Säugetieren wie Elefanten, Seekühen und Ameisenbären hat nie ein sogenannter Hodenabstieg stattgefunden wie er bei Menschen bis zum Zeitpunkt der Geburt vollzogen wird, das heißt, die Hoden dieser Tiere befinden sich in der Bauchhöhle. Bei anderen Tieren wie den Maulwürfen oder einigen Nagetieren wandern die Hoden nur zur Paarungszeit nach „draußen“ – so wissen die Weibchen auch direkt, was Sache ist…

Die Hoden werden von den Frauen oft vernachlässigt

Die Hoden werden im Volksmund auch Eier genannt

Hoden: So liebkost Du sie am besten

Viele Frauen denken, beim Blowjob ginge es nur um die Stimulation des Penis – dabei hat der Mann noch andere erogene Zonen, die es zu entdecken gilt. Die Hoden zum Beispiel werden beim Liebesspiel leider viel zu oft außer Acht gelassen, weil es keine universell einsetzbare Methode gibt, wie sie zu behandeln sind. Während einigen Männern bereits ein leichtes Streicheln zu viel ist, weil sie an dieser intimen Stelle hochsensibel oder kitzelig sind, stehen andere sogar auf Schläge – Stichwort Genital Spanking. In der Regel kannst Du mit einem Mittelweg nichts falsch machen. Taste Dich langsam mit den Fingern heran – und wenn es ihm gefällt, darfst Du auch gerne Zunge und Lippen zur Hilfe nehmen, die sanft an seinen Hoden lecken, zupfen oder saugen. Manchmal reicht auch nur ein heißer Atemhauch, um Deinem Liebsten einen wohligen Schauer über den Rücken zu jagen. Anhand der Reaktion Deines Partners wirst Du schnell merken, was er mag – und was er strikt ablehnt. In der Regel haben die meisten Herren gegen eine gefühlvolle Liebkosung ihrer Kronjuwelen jedoch nichts einzuwenden. Probiere es einfach aus!

Das wusstest Du bestimmt noch nicht über Hoden

So sehen blaue Eier bei Menschen zum Glück nicht aus!

> Männer bekommen „blaue Eier“, wenn sie beim Sex nicht zum Absch(l)uss kommen. Wenn ein Mann über einen längeren Zeitpunkt erregt ist, aber den aufgestauten Druck nicht „ablassen“ kann, können sich seine Hoden bläulich verfärben. Dies ist auf das angestaute venöse Blut zurückzuführen und kann durch einen Samenerguss behoben werden. Im Volksmund wird dieses Phänomen auch Kavaliers- oder Bräutigamsschmerzen genannt, da sie daher rühren, dass der höfliche Mann seinen Orgasmus so lange herauszögern sollte, bis die Frau sexuell befriedigt ist. Sollte sich Dein Partner also mal darüber beklagen, dass seine Hoden förmlich platzen, darfst Du ihm ruhig Glauben schenken und ihm gegebenenfalls dabei behilflich sein, dieses „Problem“ zu beheben – andernfalls muss er eben selbst Hand anlegen.

> Hast Du schon einmal etwas von der Blut-Hoden-Schranke gehört? Diese molekulare Barriere in den Samenkanälen der Hoden ist sehr nützlich, denn sie sorgt dafür, dass keine Schadstoffe oder Antikörper in Kontakt mit den Spermien kommen. Das Erbgut ist somit sehr gut vor äußerlichen Einflüssen geschützt.

> Hoden können beim Sex ihr Aussehen und ihre Position verändern. Bei Erregung können die Hoden anschwellen und zwar bis auf die doppelte Größe! Grund dafür ist der durch die sexuelle Erregung ausgelöste erhöhte Blutfluss. Ebenso interessant wie lustig anzusehen ist die Tatsache, dass sich die Hoden kurz vor dem Orgasmus in Richtung Körper hochziehen, damit die Ejakulation funktionieren kann. Solltest Du seinen Höhepunkt einmal verzögern wollen, hilft es demnach, die Hoden kurz vorher sanft herunterzuziehen.

> Ohne Hoden würden Männer länger leben. Klingt krass, ist aber wissenschaftlich bestätigt. In einer 2012 veröffentlichten Studie fanden Forscher der Universität im südkoreanischen Incheon heraus, dass Eunuchen im Schnitt 14 Jahre länger leben als ihre Geschlechtsgenossen. Die Forscher hatten Familienchroniken von kastrierten Koreanern im Zeitraum von 600 Jahren ausgewertet und mit den Lebensdaten von Männern mit voll funktionsfähigen Hoden verglichen. Auch Versuche mit Ratten und Hunden bewiesen die Hypothese. Man vermutet, dass die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in den Hoden so viel Energie verbraucht, dass diese dem Mann an anderen Stellen im Körper fehlt, weswegen er schneller altert. Dies könnte auch eine Erklärung dafür sein, warum Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer.

Wie Du siehst, kann es äußerst interessant sein, sich mal ein bisschen näher mit dem männlichen Genitalbereich zu beschäftigen. Abgesehen von seinem „besten Stück“ verdienen es nämlich auch die Hoden, dass Frau ihnen mehr Aufmerksamkeit widmet. Dein Partner wird mit Sicherheit überrascht sein, wenn Du beim nächsten Liebesspiel einmal von der Routine abweichst und die Gegend abseits des Penis erkundest. Doch hast Du seine Hoden erst einmal nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, wird er sich bestimmt bei der nächsten Gelegenheit bei Dir revanchieren…

Bildquellen: Getty Images/iStock/franhermenegildo, iStock/imaginary_nl


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Was denkst du?

  • simsalaba am 25.11.2014 um 16:40 Uhr

    Das mit den blauen Eiern habe ich ja noch nie gehört! Wirklich sehr interessante Hoden-Facts!

    Antworten
  • lischen4543 am 21.11.2014 um 12:57 Uhr

    Ganz ehrlich? Ich habe mich noch nie sor ichtig mir den Hoden meines Freundes beschäftigt 😀 Aber sehr, sehr interessant!

    Antworten