Female hand pulling white sheets in ecstasy, orgasm.
Christina Cascino am 14.06.2016

Du hast noch nie etwas von der Skene-Drüse gehört? Dann aufgepasst. Denn diese Drüse, die oft auch als weibliche Prostata bezeichnet wird, verschafft Dir unvergessliche Erlebnisse. Wir verraten Dir, was es mit der Skene-Drüse auf sich hat und welche Rolle die weibliche Ejakulation dabei spielt.

Nicht nur Männer haben sie, sondern auch Frauen: Die weibliche Prostata, auch Skene-Drüse oder Paraurethraldrüse genannt, ist noch weitgehend unbekannt, spielt aber eine wesentliche Rolle beim Orgasmus und der weiblichen Ejakulation. Wir klären Dich über den Mythos der weiblichen Prostata auf.

Auch eine Frau besitzt eine Prostata

Was ist die Skene-Drüse?

Bei der weiblichen Prostata handelt es sich um eine Geschlechtsdrüse. Die Bezeichnung „Skene-Drüse“ leitet sich von Alexander Skene ab, der Ende des 19. Jahrhunderts dieses Drüsengewebe entdeckte, jedoch ohne die Parallelen zur männlichen Prostata zu kennen.

Der Unterschied zur männlichen Prostata liegt darin, dass einer Frau die notwendigen Androgene zur Bildung eines Drüsenkörpers fehlt und die weibliche Prostata deshalb nur ansatzweise vorhanden ist. Männer haben dagegen eine funktionsfähige Prostata, die beim Samenerguss ein Sekret abgibt, um die Überlebenschancen der Spermien in der Scheide zu erhöhen. Da Frauen eine solche Drüse nicht benötigen, verkümmert bei ihnen die Prostata. Das ursprüngliche Gewebe um den Harnleiter herum bleibt jedoch erhalten.

Wo liegt die Skene-Drüse?

Die Skene-Drüsen sind eingebettet in das dichte Venen-Geflecht um die Vagina, liegen hinter der Klitoris, außerhalb der Harnröhre und direkt in der Nähe des Scheideneingangs. Das Prostatagewebe verfügt über zahlreiche Drüsen und Gänge, die rund um die Harnröhre und neben der Harnröhrenöffnung in die Schleimhaut münden. Durch den vorderen Innenbereich der Vulva lässt sich das leicht geriffelte Gewebe in der Schleimhaut gut spüren, wenn man mit dem Finger Richtung Schambein drückt. Länge und Form der weiblichen Prostata können variieren, es existieren viele verschiedene Drüsen, in denen Ejakulat produziert wird, das durch die Harnröhre und die Harnröhrennebenkanäle austreten kann.

So stimulierst Du die Skene-Drüse

Stimuliert wird die Skene-Drüse bzw. die weibliche Prostata über den G-Punkt, der in der Vagina hinter dem Venusknochen, im Bereich der Vorderwand des Scheidenkanals liegt. Spüren kannst Du den G-Punkt durch das gerippte Gewebe an dieser Stelle. Eine Stimulation fühlt sich für viele Frauen so an, als müssten sie ihre Blase entleeren.

Weibliche Ejakulation

Dass Frauen dazu fähig sind, zu ejakulieren, ist schon länger bekannt : Schon in alten indischen Liebeslehren wurde die Ejakulation der Frau beschrieben, die damals mit hohem Lustempfinden in Verbindung gebracht wurde. Auch De Graaf und Gräfenberg untersuchten die weibliche Ejakulation in Zusammenhang mit ihren Forschungen zur weiblichen Prostata.

Fest steht, dass diese Flüssigkeit in der weiblichen Prostata gebildet und durch die Skene-Drüse abgesondert wird. Doch nicht jede Frau ist zur Ejakulation fähig, da die Skene-Drüsen von Frau zu Frau unterschiedlich ausgebildet sind. Es kann sogar sein, dass bei einige Frauen das Ejakulat zurück in die Blase gelangt und sie davon einfach gar nichts bemerkt. Zudem unterdrücken viele Frauen unbewusst ihre Ejakulation, teilweise aus Schamgefühl oder auch unterdrücktes Lustempfinden.

Forscher der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien kommen in einer aktuellen Studie zu dem Schluss, dass rund 50 Prozent der Frauen entsprechendes Prostatagewebe aufweisen. Während beim Mann die Funktion der Prostata weitgehend erforscht ist, bleibt die Funktion des Prostata ähnlichen Gewebes im weiblichen Körper dennoch bisher weiter ungeklärt.

Bildquelle: iStock/volkovslava


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