Eine App will Verabredungen zum Gruppensex erleichtern.
Jessica Tomalaam 12.01.2017

Habt Ihr schon mal daran gedacht, Eure Beziehung etwas aufzufrischen, seid einfach etwas neugierig oder sucht nach dem nächsten Kick für Eure offene Beziehung? Dann ist „Feeld“ vielleicht etwas für Euch. Über die App können Singles und Paare oder mehrere Paare zusammenfinden, um sich gemeinsam sexuell auszutoben. Von den Funktionen her ähnelt die App zwar „Tinder“, aber eigentlich steckt viel mehr dahinter.

Wie findet man eigentlich jemanden für einen Dreier, Vierer oder oder oder? Natürlich kann man entsprechende Partys besuchen oder bei seinem Datingprofil angeben, dass man genau danach sucht, aber im direkten Kontakt mit jemandem, muss man sich vielleicht schon überwinden, um zu fragen: „Willst Du einen Dreier?“ Ein Bulgare hat nach dem tränenreichen Geständnis seiner Freundin, dass sie sich zu einer Frau hingezogen fühlt, eine App entwickelt, mit der man gezielt nach potenziellen Partnern für Gruppensex suchen kann. Rund 1,6 Millionen Mal wurde die App schon heruntergeladen, die mit dem Slogan „Dating für sexuell experimentierfreudige, neugierige, aufgeschlossene Menschen!“ wirbt.

„Feeld“ funktioniert technisch ähnlich wie „Tinder“

Ähnlich wie bei „Tinder“ (die App hieß früher sogar „3nder“), werden Dir nach der Installation mögliche Sexpartner in Deiner Umgebung angezeigt, die Du dann munter wegwischen kannst, bist Du auf jemanden stößt, der Dein Interesse weckt und Ihr Euch matcht. Während ja auch bei „Tinder“ häufig nach sexuellen Partnern gesucht wird, gibt es aber einen heutzutage nicht unwichtigen Unterschied zwischen den beiden Apps, nämlich die Frage nach der sexuellen Orientierung. Während man bei „Tinder“ nur homo-, hetero oder bisexuell auswählen kann, gibt es bei „Feeld“ zahlreiche Möglichkeiten, wie pan-, poly-, objekt-, demi- oder skoliosexuell. Als Geschlecht kann man natürlich männlich und weiblich, aber auch transsexuell oder Transgender angeben.

Bett

Die richtige Person für den flotten Dreier zu finden, ist gar nicht so einfach. Eine App will Abhilfe schaffen.

Das mag zwar als kleine technische Möglichkeit erscheinen, aber in Zeiten, in denen zum Beispiel in New York ab diesem Jahr öffentliche Unisex-Toiletten entstehen müssen und sogar in öffentlichen Gebäuden im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg zusätzliche Unisex-Toiletten gebaut werden und zahlreiche intersexuelle Menschen für ein drittes Geschlecht kämpfen, ist das ein ganz klares Bekenntnis zu einer sehr offenen Gesellschaft.

Online potenzielle Partner für einen Dreier finden

Laut des Erfinders Dimo Trifonov gaben rund 74 Prozent der Nutzer an, dass sie heterosexuell sind, gefolgt von bisexuell und heteroflexibel. Als seine Freundin ihm von ihrer Zuneigung zu einer Frau erzählte, war er der Idee gegenüber offen, es mal mit einem Dreier zu versuchen. Denn schließlich sei nichts Falsches daran, sich zu einer Frau hingezogen zu fühlen. Auf den einschlägigen Datingseiten wurden die beiden aber nicht fündig, Bars und Clubs besuchte das in London lebende Paar nicht so gerne. Kurzerhand entwickelte Dimo die App und ist damit sehr erfolgreich, wie es scheint. „Feeld“ ist kostenlos, wer Zusatzfeatures haben möchte, muss zwölf bzw. 24 Dollar hinlegen. Um die App zu nutzen, muss man übrigens mindestens 17 Jahre alt sein. Wie geht es weiter, wenn die perfekte Person gefunden wurde? Das erfährst Du hier.

Eine coole Idee für Leute, die sich einfach mal etwas ausprobieren oder sich nicht in eine Schublade stecken lassen wollen. Inwiefern es dann wirklich zu einem Dreier kommt, weiß man natürlich nicht. Schließlich kommt es im Endeffekt trotzdem darauf an, ob einem das Gegenüber sympathisch ist oder man es sexuell attraktiv finden. Über das Smartphone kann man so etwas nicht herausfinden.

Bildquelle: iStock/.shock, iStock/diego_cervo


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