Fast immer

Lesben haben mehr Orgasmen

Katharina Lübkeam 27.07.2016 um 15:28 Uhr

Lesben haben mehr Orgasmen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kinsey-Instituts. Dieses hat untersucht, wie häufig die sexuellen Höhepunkte in Hinblick auf die sexuelle Orientierung auftreten. Demnach sind homosexuelle Frauen beim Liebesspiel häufiger von einem Orgasmus gesegnet als heterosexuelle Frauen. Jede vierte Lesbe, aber nur jede knapp siebte Hetero-Frau kommt beim Sex.

Der weibliche Orgasmus ist ein geheimnisvolles Phänomen, dass immer wieder Fokus der Wissenschaft wird: Schon frühere Studien haben gezeigt, dass es große Unterschiede zwischen den Orgasmuserfahrungen von Frauen, und zu einem geringeren Grad auch von Männern gibt.

Orgasmus Lesben

Mehr Orgasmen für Lesben: Homosexuelle Frauen kommen häufiger als heterosexuelle.

Die Kinsey-Wissenschaftler wollten dem auf den Grund gehen und befragten 6.151 Single-Männer und -Frauen für die Studie über das Internet. 2.850 ausgefüllte Fragebögen von Singles, die in den vergangenen zwölf Monaten sexuell aktiv waren, wurden schließlich in die Auswertung mit einbezogen. Demnach trete ein Orgasmus bei lesbischen Frauen häufiger auf, als bei Männer liebenden Frauen.

Knapp jede siebte Hetero-Frau kommt immer

Durchschnittlich berichteten nur 16,2 Prozent der heterosexuellen Frauen, bei jedem sexuellen Austausch einen Orgasmus gehabt zu haben. Die allermeisten befragten Frauen (411) bezifferten ihre „Orgasmusrate“ auf 75 bis 99 Prozent. In der Gruppe der 75 bis 99 Prozent waren die bisexuellen Frauen am konzentriertesten.

Lesben zeigten die höchste Frequenz der Orgasmen: Während von den heterosexuellen Frauen nur knapp jede siebte Frau immer kommt, berichtet von den homosexuellen Frauen jede Vierte (25 Prozent), sie würde bei jeder lesbischen sexuellen Verbindung zum Höhepunkt kommen, 46 Prozent immerhin in 75 bis 99 Prozent der Fälle.

Lesben haben eine 75-Prozentige Orgasmus-Chance

Lesben Orgasmus

Jede vierte Lesbe kommt immer zum sexuellen Höhepunkt

Durchschnittlich haben Lesben eine 74,7-prozentige Chance, beim Sex einen Höhepunkt zu erleben, heterosexuelle Frauen kommen auf eine Orgasmus-Rate von 61,6 Prozent. 7 Prozent der Frauen wiesen Anorgasmie auf, das heißt, sie haben nie einen Orgasmus. Unter den homosexuellen Frauen war diese Quote geringer.

Die Studienautoren erklären sich den Unterschied in der Orgasmus-Frequenz damit, dass Frauen den weiblichen Körper besser kennen und damit ihrer Partnerin leichter einen Orgasmus verschaffen könnten. Darüber hinaus hätten lesbische Paare im Schnitt längeren Sex, weil es ihnen wichtig sei, dass beide zum Höhepunkt kommen.

Homo- und Heteromänner kommen ähnlich oft

Die Orgasmus-Erfahrung von Männern hingegen unterscheide sich nur gering. Sowohl homosexuelle als auch heterosexuelle Männer kommen ähnlich häufig: Schwule Männer im Durchschnitt in 84,7 Prozent der Fälle und heterosexuelle Männer in 85,5 Prozent. Heterosexuelle Männer berichteten etwas häufiger von einer 100-Prozent-Rate als homosexuelle und bisexuelle.

Darüber hinaus fanden die Forscher heraus, dass Frauen im Bett offenbar variationsreicher agieren: Bei Männern sei der Sex einheitlicher und vorhersehbarer als bei den meisten Frauen. Frauen hätten dagegen unterschiedliche Orgasmus-Arten, die zudem überraschender kämen. Neben klitoral und vaginal gibt es etwa noch den Brust-Orgasmus, den U-, den A- und den H-Punkt sowie den Lippen- und Kopforgasmus, den Zervix-und den Anal-Orgasmus – ganz abgesehen vom Multiplen Orgasmus.

Ein paar Tipps, wie Du am besten zum Orgasmus kommst, findest Du hier.

Das Geheimnis des weiblichen Orgasmus

Bildquelle: iStock/Kladyk, iStock/sakkmesterke

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