Pervers?

Dogging: Sex im Freien (mit Zuschauern)

Susanne Falleram 27.09.2016 um 17:14 Uhr

Outdoor-Sex kann ziemlich heiß sein. Die ständige Gefahr, erwischt zu werden, löst bei vielen einen wahren Adrenalinrausch aus. Beim Dogging geht es ähnlich zu. Was es mit der Sex-Praktik auf sich hat, die übrigens nichts mit der Doggy-Stellung zu tun hat, das verraten wir Dir hier!

Sex in der Natur bietet sich an den unterschiedlichsten Orten an. Für die einen ist zum Beispiel Sex im Wasser eine große Verlockung, andere bevorzugen Sex im Auto. Was Pärchen, die diese öffentliche Art des Liebesspiels einmal ausprobieren aber in der Regel gemein haben, ist der Wunsch nach etwas Privatssphäre während des Schäferstündchens. So suchen sich die meisten einen abgelegenen See oder Wald, um ungehemmt Sex haben zu können. Nicht so jedoch beim Dogging: Sex ist hier keine intime Sache zwischen zwei Personen, sondern wird zum öffentlichen Schauspiel, bei dem Exhibitionismus und Voyeurismus groß geschrieben werden.

Dogging

Zuschauer beim Sex? Bei Dogging-Treffen sind sie erwünscht!

Was ist Dogging-Sex?

Dogging hat, wie bereits erwähnt, nichts mit dem altbekannten Doggy-Style, also dem Sex von hinten, zu tun. Genauso wenig geht es darum, dass man mit dem Hund eine Runde Gassi gehen will. Wenn also mal die Frage auftaucht, ob man nicht Lust auf Dogging im Park oder am See hat, dann sollte man die Ohren spitzen. Hier geht es nämlich darum, sich mit anderen Dogging-Fans zu öffentlichem Sex zu treffen. Von einem Treffen zweier Unbekannter bis hin zu groß angelegten Dogging-Events mit regelrechten Orgien in Parks, auf Parkplätzen oder an anderen öffentlichen Plätzen kann hier alles passieren.

Sexwillige, die das Dogging einmal ausprobieren wollen oder vielleicht schon Erfahrung mit der Sexpraktik haben, verabreden sich über einschlägige Internetforen, Webseiten oder in sozialen Netzwerken. Gemeinsam wird der Ort und die Uhrzeit bestimmt, zu der man sich zum Dogging-Sex trifft. Doch nicht nur aktive Teilnehmer werden involviert, auch passive Voyeure, im Volksmund auch einfach Spanner genannt, werden ausdrücklich eingeladen, dem Liebesspiel beizuwohnen, zuzusehen, es zu fotografieren oder gar Videos zu machen. Davon könnte sich auch der Name des öffentlichen Sextreffens ableiten, dessen Ursprung man nicht eindeutig kennt. „To dog someone“ heißt im Deutschen so viel wie „jemanden verfolgen“. Nichts anderes machen die Voyeure, wenn sie der Einladung der Dogging-Teilnehmer folgen.

Ist Dogging nicht strafbar?

Tatsächlich ist es so, dass öffentlicher Sex in Deutschland nicht grundsätzlich verboten ist. Erst dann, wenn sich eine nicht beteiligte Person darüber beschwert, gilt zum Beispiel Dogging-Sex als Ordnungswidrigkeit. Die Erregung öffentlichen Ärgernisses kann dann eine Anzeige und eine Strafe, vor allem in Form einer Geldbuße, nach sich ziehen. Dogging dümpelt also höchstens in einer rechtlichen Grauzone, ist aber grundlegend gestattet. Vorsicht muss man trotzdem walten lassen, und zwar zum Eigenschutz: Da man oft nicht weiß, mit wem man sich da eigentlich zum Liebesspiel verabredet hat, sollte man immer ein Handy dabei haben und sich sofort zurückziehen, wenn jemand zu aufdringlich wird. Zudem ist das Risiko erhöht, sich beim Sex mit einer oder gleich mehreren fremden Personen mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Deshalb sollte man sich nicht leichtsinnig ins Dogging-Abenteuer stürzen, sondern ganz genau abwägen, ob hinter dem vermeintlichen Spaß nicht doch zu viel Gefahr lauert.

Bildquelle: iStock/teksomolika

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