Genetisch?

Promiskuität

Sex mit häufig wechselnden Partnern wird nach wie vor von vielen verpönt, dabei liegt promiskuitives Verhalten in unserer Natur. Was genau ist Promiskuität eigentlich, ab wann gilt eine Person als promisk und woran erkennst Du selbst, ob Du promiskuitiv veranlagt bist?

Affen

Promiskuität – Alles eine Frage der Genetik?

Promiskuität – ein häufig gebrauchtes Wort, dessen genaue Definition aber sehr schwammig ist. Ist Inga promisk, weil sie ihren Freund Stefan mit dem sexy Tanzlehrer Pedro betrügt? Oder ist Frederik promisk, der mittlerweile drei kleine schwarze Bücher braucht, um all die Frauennamen unterzubringen, mit denen er schon eine sinnliche Nacht oder immerhin ein paar heiße Minuten verbracht hat? Erfahre, was wirklich hinter der Promiskuität steckt!

Promiskuität – Was ist das eigentlich?

Von Promiskuität oder promiskem Verhalten spricht man, wenn eine Person sexuellen Kontakt zu häufig wechselnden Partnern oder parallel mit mehreren Partnern hat. Gerade, wenn es sich bei den verschiedenen Bekanntschaften um ein rein sexuelles Interesse handelt und keine langen Beziehungen angestrebt werden, spricht man von Promiskuität. Es gibt keine Definition, ab welcher Anzahl von Partnern man von promiskuitivem Verhalten sprechen kann. Die Gesellschaft beziehungsweise die Kultur und natürlich auch die eigene Wahrnehmung bestimmen letztendlich, was als promiskuitives Verhalten gilt und was nicht. Oft ist es dabei leider so, dass Frauen, die sich sexuell mit mehreren Partnern vergnügen, eher als promisk gelten, während ein Mann, der sich genauso verhält, es eben „einfach drauf“ hat und Bewunderung für seine Verführungskünste erntet. Im Tierreich ist Promiskuität übrigens eher die Regel, als die Ausnahme: Wenn Tiere sich in einer Saison mit mehr als einem Partner paaren, spricht man ebenfalls von Promiskuität. Die monogamen Schwäne sind also die sexuellen Exoten des Tierreichs, während die promiske Blaumeise für unsere Begriffe wohl schon ein kleines Flittchen ist.

Woran erkennst Du, ob Du promiskuitiv bist?

Grundsätzlich ist promiskuitives Verhalten biologisch in jedem von uns verankert. Promiskuität erhöht die Wahrscheinlichkeit, Nachkommen zu zeugen, und trägt damit zu unserem natürlichen Überlebens- und Fortpflanzungstrieb bei. Dass die meisten Menschen aber trotzdem nicht promisk leben, liegt an gesellschaftlichen Normen, religiösen Vorstellungen und natürlich auch nicht zuletzt an der Angst vor Geschlechtskrankheiten. Es gibt aber auch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die promiskes Verhalten zumindest begünstigen: Extrovertiertheit zum Beispiel haben viele promiske Menschen gemeinsam. Das verwundert wohl kaum, schließlich hat man als offener und kontaktfreudiger Mensch auch bessere Chancen auf eine schnelle Nummer. Nur, weil Du extrovertiert bist, heißt das aber nicht im Umkehrschluss, dass Du automatisch auch promiskuitiv sein musst. Ein weiterer Wesenszug, der Promiskuität begünstigt, ist ein geringes Pflichtbewusstsein. Sollte es Dir schwer fallen, Dich zu organisieren, Dich an Absprachen zu halten oder Verantwortung zu übernehmen, bist Du zumindest statistisch anfälliger für Promiskuität. Da es keine klare Abgrenzung gibt, ab wann jemand als promisk gilt, ist es aber schwer, festzustellen, ob Du selbst promiskuitiv bist. Hast Du jede Woche mehrere verschiedene Sexualpartner, würden Dich die meisten Menschen wahrscheinlich als promiskuitiv bezeichnen. Das Wichtigste ist aber, dass Du mit Deiner Art der Lebensführung glücklich bist, mit Deinem Verhalten andere nicht mutwillig verletzt und jeden Tag aufs Neue guten Gewissens in den Spiegel schauen kannst. Alles andere ist reine Definitionssache.

Promiskuität – Wann wird es zuviel?

Die Frage ist eigentlich nicht, mit wie vielen verschiedenen Menschen Du schläfst, sondern warum Du das tust. Hast Du zurzeit einfach keine Lust auf eine feste Beziehung und möchtest Dich austoben und einfach Spaß haben, dann bitte, hau rein! Es spricht nichts dagegen sich umzusehen und sich vom vielseitigen Buffet die köstlichsten Häppchen rauszupicken. Spießer und Neider wird es immer geben und mit dem einen oder anderen dummen Spruch musst Du vielleicht rechnen. Falls es Dich stört, wenn getuschelt wird, brauchst Du Deine sexuellen Ausschweifungen ja nicht an die ganz große Glocke zu hängen. Stehst Du hingegen darauf zu schockieren, kannst Du natürlich auch beim nächsten Kaffeekränzchen Deiner Mutter die lieben Nachbarinnen auf den neusten Stand Deiner promisken Eskapaden bringen. Das wäre immerhin mal ein anderes Gesprächsthema als Rheumasalben und Apfelkuchenrezepte. Nun aber mal Spaß beiseite, wenn Du ganz ehrlich zu Dir selbst und mit Deiner Art der Lebensführung zufrieden bist, dann hat es niemanden zu interessieren, wen Du alles in Dein Bett lässt. Solltest Du aber merken, dass Du durch Dein promiskuitives Verhalten Selbstzweifel oder ein anderes Problem zu kompensieren versuchst, wird es Zeit, in sich zu gehen und das eigene Handeln zu hinterfragen. Aus psychiatrischer Sicht kann Promiskuität nämlich auch ein Hinweis auf eine psychische Erkrankung sein. Genauso können häufig wechselnde Sexualpartner darauf hindeuten, dass man nicht in der Lage ist, sich fest zu binden. Auch kann Promiskuität ein Ausdruck von Sexsucht sein.

Ist promiskes Verhalten gefährlich?

Grundsätzlich ist Promiskuität natürlich nicht gefährlich. Vorraussetzung ist aber, dass Du Dich ausreichend vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt und Dir im Vorfeld gut überlegst, ob Du der Person, die Du mit nach Hause nimmst, auch vertrauen kannst. Solltest Du also öfter mal Lust auf ein kleines Abenteuer haben, hab am besten vorsorglich ein Päckchen Kondome in der Handtasche und informiere sicherheitshalber immer eine Freundin darüber, wo und mit wem Du unterwegs bist. Natürlich ist das auch keine Garantie, nicht irgendwann mal an den Falschen zu geraten, aber die vollkommene Sicherheit gibt es im Leben eben nie. Höre einfach auf Dein Gefühl und verzichte lieber mal auf eine wilde Nacht, wenn Du merkst, dass Dein Urteilsvermögen, zum Beispiel durch Alkohol, beeinträchtigt ist. Der heiße Typ läuft Dir schließlich nicht davon, tauscht einfach Eure Nummern aus und verabredet Euch an einem anderen Tag zu einer sexy Kissenschlacht.

Wie bei so vielen Dingen im Leben ist es auch in Sachen Promiskuität nicht ganz einfach, klare Regeln festzulegen. Manch einer beurteilt eine bestimmte Lebensweise als promisk, während jemand anders die Dinge völlig unterschiedlich interpretiert. Solange Du glücklich mit Dir selbst bist, niemand anderen mutwillig verletzt und Dich ausreichend schützt, ist es Deine Sache, ob Du mit einem, zwei oder zwanzig Menschen schläfst. Denn verdammt noch mal: DAS ist sexuelle Selbstbestimmung!

Kommentare (2)

  • Ich finde Promiskuität ist wirklich in Ordnung, solange alle Beteiligten um die Situation wissen und keinem wehgetan wird.

  • Wahre Worte, dieses ganze Gequatsche über Promiskuität nervt doch einfach! Aber auch typisch: Kaum sind die finsteren Mittelalterzeiten vorbei und auch Frauen haben mal ein bisschen Spaß, wird es tendenziell natürlich als Psychomacke betrachtet.


Mehr zu Sex

Sex-Forum

Getragene Slips verkaufen - Erfahrungen?

0

schmuse1 am 24.09.2016 um 09:35 Uhr

Hallo Ihr Lieben! Mich würde interessieren, ob jemand Erfahrungen mit dem Verkaufen getragener Unterwäsche...

Oralverkehr beim Kennenlernen

5

Tauki am 18.09.2016 um 00:27 Uhr

Ihr Lieben Meine Frage befasst sich wie ihr lesen könnt um das Thema: Oralverkehr beim Kennenlernen. Ich...

Brauche Tipps zum Deepthroaten

0

KayTea am 16.09.2016 um 01:27 Uhr

Hallöchen, ich hab mir grade extra hierfür nen Account gemacht weil ich so langsam mit meinem Latein am...

Liebe-Videos