Rimjob
Katja Gajekam 20.03.2017

Hast Du schon mal etwas von einem Rimjob gehört oder hat Dich Dein Sexpartner gefragt, ob Du ihn gerne ausprobieren möchtest? Der Rimjob, auch Anilingus genannt, gehört mittlerweile für viele Paare zum Sex dazu und kann viel Freude bringen. Was genau es damit auf sich hat und wie er am besten durchgeführt wird, erfährst Du hier.

Video: Rimjob und 5 weitere heiße Sexpraktiken

Was könnt ihr außer dem Anilingus noch ausprobieren, um euer Liebesleben heißer zu gestalten? Schau dir unsere Vorschläge im Video an!

Bei einem Rimjob wird die Analregion mit der Zunge verwöhnt. Das mag zunächst erstmal gewöhnungsbedürftig und für manche auch eklig klingen, da nicht jeder mit dem Anus auch etwas Erotisches oder Sexuelles verbindet. Dabei befinden sich am After viele Nervenenden, wodurch er eine beliebte erogene Zone darstellt. Warum also nicht mal einen Rimjob ausprobieren?

Sexy Po

Beim Rimjob wird der Anus des Partners mit der Zunge verwöhnt.

Was ist ein Rimjob?

Der Begriff Rimjob kommt aus dem Englischen von „rim job“ (wortwörtlich übersetzt „Job am Rand“) und ist worttechnisch ähnlich wie der Blowjob entstanden. Er beschreibt eine orale Sexpraktik, bei der ein Partner den anderen Partner am Anus und auch der Dammregion mit der Zunge befriedigt. Dabei kann oberflächlich geleckt oder auch die Zunge leicht eingeführt und der Anus damit penetriert werden. Diesen sogenannten Anilingus (umgangsprachlich auch „Afterlecken“ oder „Rimming“ genannt) kann der Mann bei der Frau durchführen, aber auch die Frau beim Mann. Die Afterregion ist bei vielen Menschen eine erogene Zone, so dass sie nicht nur Analsex praktizieren oder sich dort gerne einen Finger einführen lassen. Sondern auch, dass sie darauf stehen, anal mit der Zunge verwöhnt zu werden. Der Rimjob kann außerdem eine nette Art des Vorspiels sein und zusätzlich mit einem Cunnilingus, also dem oralen Befriedigen der Vagina, verbunden werden.

So wird der Rimjob zum Genuss

Es ist wirklich nichts dabei, einmal einen Rimjob mit Deinem Partner auszuprobieren. Vielleicht solltest Du zu Beginn erstmal der passive Part sein, also Dich von ihm mit der Zunge befriedigen lassen, bevor Du es an ihm ausprobierst. Außerdem ist ein Rimjob für viele Männer besonders reizvoll, wenn sie Dich „Down Under“ überall verwöhnen können. Es kann zunächst ein merkwürdiges Gefühl sein, aber das ist beim ersten Cunnilingus ja auch oft so. Ob Dir ein Rimjob zusagt, wirst Du hinterher auf jeden Fall wissen! Doch bevor es in dieser intimen Region zur Sache geht, gibt es ein paar Punkte zu beachten, denn gerade Hygiene ist hier ein heikles Thema.

#1 Sorgfältig duschen

Frau beim Duschen

Hygiene sollte vor dem Rimjob groß geschrieben werden.

Egal, bei welchem Partner der Rimjob durchgeführt wird: Die Analregion vorher richtig zu reinigen ist eine absolute Bedingung! Denn dort können sich viele Bakterien tummeln und die haben bei einem Rimjob nichts zu suchen. Eine Analdusche, wie Du sie etwa in einem Sexshop bekommst, ist nicht unbedingt nötig, es sei denn, Dein Partner möchte seine Zunge wirklich tief einführen und nicht nur über Deinen After lecken.

#2 Intimbehaarung ja oder nein?

Ob Du Dich in der Afterregion rasieren oder Dich dort waxen lassen willst, ist natürlich ganz Dir überlassen. Ein paar Haare oder kurze Stoppeln stören die meisten Menschen beim Oralsex nicht weiter. Doch gerade, wenn Du bei einem Mann den Rimjob ausprobieren willst, wäre es für Dich vielleicht angenehmer, wenn er dort nicht allzu behaart ist.

#3 Einverständnis

Der Anus ist ein sehr intimer und privater Bereich. Bevor man dort tatsächlich mit der Zunge zugange ist, sollte man seinen Sexpartner erst einmal fragen, ob es für ihn okay ist beziehungsweise ob es für ihn in Ordnung ist, wenn man es mal ausprobiert. Denn es steht wirklich nicht jeder darauf!

#4 Stellungen

Ein Rimjob klappt in jeder Stellung, in welcher der Anus des Partners gut zugänglich ist. Am besten dafür geeignet ist das hinknien wie beim Doggy-Style, bei der die Frau (oder eben auch der Mann als passiver Part) ihren Po offen präsentiert. Doch auch beim Facesitting oder der 69er-Stellung bietet sich ein Rimjob an.

So geht ein Rimjob

Wenn Du der passive Part beim Rimjob bist, ist es wichtig, dass Du Dich fallenlassen kannst und möglichst entspannt bist. Setze Dich nicht unter Druck damit, dass es Dir unbedingt gefallen muss, sondern lasse Dich einfach überraschen.

Am besten tastet sich Dein Partner beim Rimjob langsam an Deinen Anus heran, indem er zunächst die umliegenden Regionen liebkost. Das sind zum einen die Pobacken und dann natürlich die Vagina. Einen Orgasmus wirst Du durch den einfachen Rimjob sehr wahrscheinlich nicht erlangen, aber der Mann kann dabei Deine Vagina und Deinen Kitzler zusätzlich mit der Hand oder einem Vibrator befriedigen. Wenn Du Deinen Partner befriedigst, kannst Du zunächst seinen Penis in den Mund nehmen oder ebenfalls seine Pobacken küssen. Anschließend kannst Du mit Mund und Zunge über seine Hoden und den Damm zu seinem After wandern und lecken.

Frau verwöhnt Mann

Auch Männer können darauf stehen, einen Rimjob zu bekommen.

Rimjob-Sexpraktiken & Gefahren

Die meisten Leute bevorzugen den „sauberen“ Rimjob, also den hygienischen mit vorheriger Reinigung des Anus. Es gibt jedoch auch Menschen, die auf die „dreckige“ Variante stehen, wobei nicht selten auch Kot-Reste im Spiel sind. Der aktive Partner befindet sich in diesem Fall in der Gefahr, fäkale Bakterien über den Mund aufzunehmen. Außerdem gibt es die Praktik „Ass-to-Mouth“, bei welcher ein indirekter Rimjob praktiziert wird. Dabei führt der Mann nach dem Analsex seinen Penis in den Mund seines Partners oder der Partnerin, was ebenfalls weniger hygienisch ist. Außerdem kann man sich wie beim normalen Sex auch beim Rimjob mit Geschlechtskrankheiten anstecken, wer also sichergehen und dennoch nicht darauf verzichten will, kann dabei ein Lecktuch verwenden.

Sicherlich klingt ein Rimjob für viele erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn Du jedoch gerne mal Erfahrungen in diesem Bereich sammeln möchtest, kannst Du es unter den oben genannten Umständen einfach ausprobieren. Und wer weiß, vielleicht war Dir bisher noch gar nicht bewusst, was Dir dabei entgeht!

Bildquellen: iStock.com/nakonechnyy, iStock.com/vadimrysev, iStock.com/rilueda, iStock.com/g-stockstudio


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