Paar Sex

Mit Depressionen ist nicht zu spaßen. Die geistige Erkrankung ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit mutiert, erschwert also immer mehr Leuten das Meistern des Alltags. Was kann man tun, damit man sich nicht mehr so niedergeschlagen, antriebslos und traurig fühlt? Es gibt ein Mittel, das Betroffene oft nicht auf dem Schirm haben: Sex gegen Depressionen. Dass Sex bei Erkältungen schon hilfreich sein kann, wissen wir. Wie und warum er tatsächlich auch bei Depressionen helfen kann, erfährst du hier.

Eines vorab: Natürlich ist Sex kein Wundermittel. Er ersetzt weder eine Therapie noch Antidepressiva, wenn deine Depression wirklich schlimm ist. Nichtsdestotrotz kann es unterstützend wirken, sich öfter mal einem Schäferstündchen hinzugeben.

Video: Warum du täglich Sex haben solltest

Kann Sex gegen Depressionen wirken?

Auf den ersten Blick verstehen sich Depressionen und Sex nicht sonderlich miteinander. Wenn die Stimmung am Tiefpunkt ist und man sich einfach nur leer fühlt, dann ist sexuelle Lust das Letzte, was man verspürt. Ein Teufelskreis beginnt: Die Depression verhindert, dass man sexuelle Begierde empfindet und Lust hat, dieser nachzugehen. Und das wiederum macht noch depressiver, kann bei Männern sogar zu Erektionsproblemen führen, sodass sie sich sexuellen Handlungen erst recht entziehen. Keinen Sex wegen einer Depression zu haben ist also wahrscheinlicher, als umgekehrt. Doch genau das sollte man versuchen!

Will man Sex gegen Depressionen einsetzen, heißt es, sich zu überwinden und aus der eigenen Lethargie auszubrechen. Und sich dem Sex hinzugeben, auch wenn man eigentlich lustlos, gestresst und einfach nur müde ist. Denn am Ende ist Sex doch trotzdem irgendwie immer schön, oder? Das macht sich körperlich bemerkbar: Beim Liebesakt schüttet der Körper Endorphine, also Glückshormone aus. Zudem vermittelt uns das Hormon Oxytocin, das vor allem nach einem Orgasmus ausgeschüttet wird, ein Gefühl von Geborgen- und Vertrautheit. Eine Studie fand sogar heraus, dass Sperma gegen Depressionen helfen soll, dank des enthaltenen Hormon-Cocktails aus Serotonin und anderen „Glückszutaten“ (bitte deswegen keinen ungeschützten Verkehr mit Fremden haben, das Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten ist zu hoch!).

Sex ist also durchaus gut gegen Depressionen – verschafft jedoch nur kurzzeitig ein Gefühl von Glück. Außerdem hat es noch einen anderen Nachteil, den man im Auge behalten muss.

Sex

Kann Sex gegen Depressionen helfen und die Laune tatsächlich dauerhaft positiv beeinflussen?

Sex gegen Depressionen kann zu noch mehr Emotionschaos führen

Verspürt man beim Sex tatsächlich Glücksgefühle und ein Gefühl von Lebendigkeit, das durch die Depression sonst unterdrückt scheint, dann kann sich Sex wie eine Droge zu einer Sucht entwickeln. Sucht man dann Befriedigung in kurzzeitigen Affären, in die man sich dann vielleicht auch noch unglücklich verliebt (weil nicht erwidert), oder benutzt seinen Partner nur noch, dann kann das in einem emotionalen Desaster enden. Psychische Krankheiten wie Depressionen können das Sexualleben also stark negativ beeinflussen, wenn man nicht aufpasst.

Versuche also, Sex bewusst zu erleben, am besten mit einem festen Partner, mit dem du regelmäßig kuscheln, küssen und Sex haben kannst. Solange du dich und deine Freude nicht davon abhängig machst, können die Intimitäten durchaus therapeutisch wirken, dich zur Ruhe kommen lassen und dir neue Energie schenken. Pssst: Auch Onanieren ist gesund und kann förderlich wirken!

Sex kann gegen Depressionen helfen, wenn du mit deinem Partner offen darüber redest und keine Ansprüche an ihn und daran stellst, dass der Sex dich „high“ machen muss. Im Endeffekt solltest du dir merken, dass Sex psychische Probleme nicht in Luft auflöst, sondern sie eine Weile beiseite schiebt. Um eine Konfrontation, eventuell mit ärztlicher Hilfe, kommst du nicht herum. Nur so kannst du vollends glücklich werden!

Solltest du oder eine dir nahestehende Person depressiv sein oder Suizidgedanken haben, kannst du dich anonym, kostenlos und rund um die Uhr an die Telefonseelsorge unter 0800/1110111 und 0800/1110222 wenden. Ebenso ist eine Beratung via Email möglich. Weitere hilfreiche Informationen findest du unter: http://www.telefonseelsorge.de

Bildquellen: iStock/KatarzynaBialasiewicz, iStock/Jacob Ammentorp Lund

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