Sexbeziehung
Susanne Falleram 24.03.2017

Das moderne Liebesleben ist kompliziert. Schon längst gibt es nicht mehr nur die Einteilung zwischen Ehe, Beziehung und Single-Dasein. Zwischen all diesen grundlegenden Formen haben sich einige Mischformen breitgemacht, zum Beispiel Affären, die Mingle-Situation oder Freunschaft Plus, auch Friends with Benefits genannt. Und dann gibt es noch eine weitere Form, deren Begriff Dir vielleicht geläufig ist: Die Sexbeziehung. Worum handelt es sich hierbei genau? Und kann sich aus einer solchen auch etwas Echtes entwickeln?

Video: So erkennst Du, ob er nur Sex will

Heutzutage weiß man manchmal gar nicht mehr, woran man in Sachen Liebe eigentlich ist. Ist er verliebt, will er nur Freundschaft oder will er gar nur eine Sexbeziehung? Gerade dann, wenn er letzteren Begriff fallen lässt, fragen wir uns: Was ist das eigentlich genau? Eine Beziehung mit Sex? Sex ohne Beziehung? Oder irgendwie beides miteinander vermischt? Betrachten wir das Ganze doch mal näher.

Sexbeziehung: Was ist das?

Der Begriff Sexbeziehung ist in etwa so wie das moderne Dating-Leben: Man weiß nicht genau, woran man ist. Heißt: Eine klare Definition, was man nun darunter zu verstehen hat, gibt es nicht. Sucht man nach einer Erklärung, findet man zum Beispiel Ansätze, wonach eine Sexbeziehung…

  • … ein anderer Begriff für eine Affäre ist, bei der man sich in der Regel heimlich trifft, um sich seiner Lust hinzugeben.
  • … eine Art Freundschaft Plus bezeichnet, wobei die Sexbeziehung nicht unbedingt aus einer Freundschaft hervorgeht, sondern sich zum Beispiel auch mit einer fremden Bekanntschaft aus einer Bar entwickeln könnte.
  • eine Art Beziehung, bei der der Sex zwar eine vordergründige Rolle spielt, man aber auch pärchenähnliche, gemeinsame Unternehmungen macht. Im Endeffekt handelt es sich also um eine Beziehung, der es möglicherweise an Gefühlen mangelt oder der aus Bindungsangst nicht der Stempel einer richtigen Beziehung aufgedrückt wird. Man betrachtet sich also als beziehungsunfähig, will aber trotzdem so etwas ähnliches haben.

Es ist also kurz gesagt schwierig, eine Sexbeziehung von anderen Beziehungsbegriffen abzugrenzen. Was bei einer Sexbeziehung aber definitiv im Vordergrund steht, ist, wie der Name schon sagt, der Wunsch nach sexueller Befriedigung. Romantische Gefühle rücken in den Hintergrund oder werden von vornherein ausgeschlossen.

Affäre

Eine Sexbeziehung kann eine Zerreißprobe für die eigenen Gefühle sein. Aber ebenso äußerst verführerisch…

Die Vor- und Nachteil einer Sexbeziehung

Der große Vorteil, den viele in einer Sexbeziehung sehen, ist die absolute Ungebundenheit, die mit ihr einhergeht. Egal, wie man sie auch definieren mag, es handelt sich nicht um eine vollwertige Beziehung, bei der Treue und Kompromissbereitschaft eine wichtige Rolle spielen. Eine Sexbeziehung verläuft zwanglos, hemmungslos, kompromisslos. Man trifft sich, wenn es zeitlich eben passt und wenn man Lust aufeinander hat. Und dann weiß man, dass es nicht darum geht, über Hobbies zu reden oder die Namen der Eltern herauszufinden, nein. Es geht um Sex. Eine Sexbeziehung zu haben bedeutet für viele übrigens auch, sich nach außen hin weiter als Single zu präsentieren und andere Leute zu daten.

Und das kann auch zum großen Nachteil einer Sexbeziehung werden. Die Unverbindlichkeit und der offizielle Single-Status kann nach gemeinsamen Wochen oder gar Monaten für beide oder eine beteiligte Person schmerzhaft werden. Denn es kommt nicht selten vor, dass man sich in den anderen verliebt (das sind Anzeichen dafür!). Dass das passiert, ist übrigens völlig normal. Selbst dann, wenn man versucht, nicht nur auf den Sex zu beschränken und sich selber Gefühle zu verbieten, sehnt man sich irgendwann neben der körperlichen nach einer emotionalen Nähe. Gerade dann, wenn nur eine der beteiligten Personen den Wunsch nach einer Bindung verspürt, bedeutet das ganz schnell Liebeskummer und das Ende der Sexbeziehung. Doch was, wenn beide mehr empfinden?

Sex Beziehung

Sex ja, Liebe nein. Kann das gut gehen?

Kann aus einer Sexbeziehung echte Liebe werden?

Ja, aus einer Sexbeziehung kann Liebe werden. Selbst dann, wenn es eine Affäre ist, die trotz fester Beziehungen entstanden ist (wobei man hier natürlich anzweifeln kann, wie sehr man dem anderen künftig vertrauen kann, dass er sich nicht wieder etwas Unverbindliches nebenher sucht…).

Doch in der Regel ist es so, dass eine Sexbeziehung für mindestens einen von beiden ohne jegliche Gefühle entsteht und er bzw. sie das auch vehement so beibehalten will. Kein aber. Sex ja, Liebe ist ausgeschlossen. Solltest Du Dich also jemals in einer solchen Situation befinden und Dir nicht sicher sein, was das werden soll, dann mach Dir diesen Grundsatz immer wieder bewusst. Und beende das Ganze lieber, ehe Du Dir selbst weh tust.

Eine Sexbeziehung kann also etwas unheimlich Aufregendes sein, wenn man seine Lust einfach nur gemeinsam mit jemand anderem stillen will und damit klar kommt, dass gemeinsame Treffen sich im Endeffekt nur darum drehen. Fängt man an, sich mehr mit dem anderen vorzustellen, sollte man sich über die Umstände bewusst werden und gegebenenfalls die Notbremse ziehen. Liebeskummer und Herzschmerz sollen schließlich nicht das Resultat des Ganzen sein.

Bildquellen: iStock/KatarzynaBialasiewicz, iStock/proud_natalia, iStock/nd3000

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